Die Ganztagsklasse 6b der Mittelschule Lauingen bescherte auf der Suche nach einem Freund den Zuschauern ein ganz besonderes Erlebnis. Mit der Auswahl dieses Stückes für das 17. Theaterprojekt der Ganztagsklassen folgten Klassenlehrerin Elena Schmid und die Theaterpädagoginnen Vera Hupfauer und Dörte Trauzeddel weiter dem Grundsatz, Stoffe einzustudieren, die über Sprach- und Kulturgrenzen bekannt sind.
Nach acht intensiven Theatertagen, in denen die Schülerinnen und Schüler Texte lernten, Szenen probten, Kostüme besprachen und Plakate, Requisiten oder Eintrittskarten entwarfen, entführten die 18 Sechstklässler ihre Mitschüler, Eltern, Freunde und Lehrer in das Weltall. Die jungen Schauspieler zeigten in der geschickt genutzten Turnhalle ihre Version des Klassikers über Zuneigung, Freundschaft, Sensibilität und Verantwortung.
Gespannt hörten kleine und große Zuschauer den Gesprächen des kleinen Prinzen mit König, dem Säufer, dem viel beschäftigten Kaufmann, der Anspruch auf die Sterne erhob, dem pflichtbewussten Laternenanzünder und dem Geografen zu. Letzterer schickt ihn schließlich auf die Erde, weil diese einen guten Ruf habe. Dort lehrte ihm ein kleiner Fuchs, wie wunderbar Freundschaft ist. Er gab ihm den Spruch auf dem Weg: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Wirkungsvolle Kostüme und Regieeinfälle machten das Stück für alle spannend und kurzweilig. Der Klettersteig wurde geschickt als Planet genutzt, ein Vogelschwarm ermöglichte die Reise. Um alle Schüler einzubeziehen, schlüpften mehrere Kinder in die Rolle des sensiblen Prinzen, gut erkennbar an der Goldmütze. Nach 40 Minuten war es Zeit wieder zurückzukehren auf seinen Planeten mit den drei Vulkanen und der Rose, die der kleine Prinz so vermisste. Es gab viel Applaus. Für Erim und Quang, Geograph und Fuchs, ist dieses Stück heute noch wichtig, weil es darum geht, wie man Freunde findet.
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