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Lauingen: Festabend im April: Was Bayerisch-Schwaben an Fasching zu bieten hat

Lauingen

Festabend im April: Was Bayerisch-Schwaben an Fasching zu bieten hat

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    Alles was Schwaben an Fasching zu bieten hat: ausgefeilte Choreografie bei der Teens4Motion-Show der Laudonia.
    Alles was Schwaben an Fasching zu bieten hat: ausgefeilte Choreografie bei der Teens4Motion-Show der Laudonia. Foto: Peter Wieser

    Fasching im April? Etwas ungewöhnlich, andererseits sind Faschingsgesellschaften ja nicht nur während der sogenannten fünften Jahreszeit aktiv. Am Samstag fand in der Lauinger Stadthalle die 43. Jahreshaupttagung des Regionalverbands Bayerisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine (BSF) statt. Am Abend hatte der Verband anlässlich seines 44-jährigen Bestehens zum Festabend eingeladen. Oder auch, so hatte es BSF-Präsident Christoph Spies bezeichnet: zu einem Treffen unter Freunden, welche man in den vergangenen Jahrzehnten habe kennenlernen dürfen. Gerade deswegen zaubere man ein buntes Potpourri mit dem Bestmöglichen vom Allgäu bis zum Donau-Ries, vom Lech bis zur Iller auf die Bühne. 

    Nicht nur zahlreiche Abordnungen der rund 150 dem BSF angehörenden Faschingsgesellschaften, -vereine und Narrenzünfte zählten zu den Gästen, auch Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden aus anderen Regierungsbezirken und Bundesländern sowie aus der Schweiz waren gekommen. Lange hatten Fabian Löhrer, Präsident der Faschingsgesellschaft Laudonia als Gastgeber, und Moderator Giuseppe Prestifilippo, neben Mike Tögel einer der beiden BSF-Vizepräsidenten, diese nicht warten lassen: Angeführt von der Fanfare Brass Band Lauingen und begleitet von den Fahnenabordnungen war das BSF-Präsidium eingezogen. 

    Den traurigen Nachrichten dieser Welt etwas Positives entgegenstellen

    Ein Lachen in eine Welt voller schlimmer, gar bedrohlicher Dinge werfen – mit dem wahrlich närrischen und bunten Treiben seiner Mitglieder wolle der BSF dazu beitragen, dem Dunklen und Traurigen etwas Positives entgegenzustellen und dabei den Traditionen zu treu bleiben, betonte Lauingens Bürgermeisterin Katja Müller. Fasnacht sei mehr als Feiern und fröhliches Treiben, sondern Ausdruck tief verwurzelter Tradition und Heimatverbundenheit schloss sich CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke an. Die Vielfalt der Fasnacht in Schwaben und die geleistete Arbeit der Vereine drücke sich schon im Emblem des Regionalverbands aus – mit dem Mindelheimer Durahansl und der Lauinger Hexe. Der Verband könne auf 44 Jahre äußerst erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Strackes Dank galt auch Ehrenpräsident Eugen Müller, der bei der Gründung des Verbands zum Gründungspräsidenten gewählt wurde und über 35 Jahre die Präsidentschaft ausübte. 

    Müller habe nicht nur den Verband geprägt, sondern „Schwaben Weißblau – hurra und helau“, die bayerisch-schwäbische Prunksitzung in der Stadthalle Memmingen, zu einem Fenster für die Fasnachtskultur in Schwaben gemacht. Marco Anderlik, Vizepräsident im Bund Deutscher Karneval (BDK) und Präsident des Fastnacht-Verbands Franken überbrachte ebenfalls Glückwünsche und griff die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements und des Brauchtums auf: Nur so könne eine Gesellschaft funktionieren.

    Regionalverband Bayerisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine feiert 44-Jähriges

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    Fastnacht mitten im April: "Schwaben weiß-blau" in der Lauinger Stadthalle ist ein Festabend mit allem, was der Fasching zu bieten hat.

    Was das anschließende Programm betraf: BSF-Präsident Spies hatte mit dem, was Schwaben alles an Fasching zu bieten hat, nicht zu viel versprochen. Die Laudonia präsentierte sich mit Kindergarde und zeigte mit den Teens4Motion, wie Musik Menschen verbindet. Schade, dass die Laudonia-Show, ohnehin bekannt für spektakuläre Hebefiguren und Akrobatik, an dem Abend, bedingt durch Krankheits- und Verletzungsausfälle, kurzfristig von der Bühne auf die Leinwand verlegt wurde. 

    Live zeigten ihre Shows die Mindelonia aus Mindelheim wie auch Hallo Wach aus Donaultheim, und die Bachtalia aus Syrgenstein hatte ihr Tanzpaar Julia und Luca mitgebracht. Von den Faschingsfreunden Hillaria Sonthofen präsentierte sich Tanzmariechen Antonia. Lukas und Moritz von den Schlossfunken Kirchheim machten die Bühne zur Lachbühne, während das Männerballett des Kötzer Narrenclubs durch Grimms Märchenwelt ballettierte. Richtig Gas gaben die Original Leipheimer Gassaheul`r und die Günzburger Blechbätschr – Guggamusik vom Feinsten. 

    Die Hymne "Schwaben Weißblau" wird in Lauingen mehrmals gespielt

    Zwischendurch durfte auch getanzt werden, dafür war die Band Two and One aus Memmingen zuständig. Etwas durfte ebenfalls nicht fehlen, schließlich war es ja auch der Jubiläumsabend: „Schwaben Weißblau – hurra und helau“ die Hymne der Regionalverbands, die gleich mehrmals an dem Abend gespielt wurde.

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