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Pfarrer Rainer Maria Schießler: „Es gibt keinen Grund zur Resignation“

Landkreis Dillingen

Trotz Kirchenaustritten: „Es gibt keinen Grund zur Resignation“

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    Pfarrer Rainer Maria Schießler ist erneut im Landkreis Dillingen zu Gast. Er spricht am 25. Juni bei der Eröffnung des Jubiläumsfests der Wittislinger Feuerwehr.
    Pfarrer Rainer Maria Schießler ist erneut im Landkreis Dillingen zu Gast. Er spricht am 25. Juni bei der Eröffnung des Jubiläumsfests der Wittislinger Feuerwehr. Foto: Felix Hörhager/dpa (Archivbild)

    Unsere Glosse, dass Sie sich ein Zimmer in Dillingen nehmen sollten, um alle Kartenwünsche für Vorträge erfüllen zu können, wurde im Internet etwa 40.000 Mal aufgerufen. Nach Vorträgen in Dillingen und Bissingen sprechen Sie nun am 25. Juni bei der Feier des 150. Jubiläums der Wittislinger Feuerwehr. Es gefällt Ihnen offensichtlich im Landkreis?

    PFARRER RAINER MARIA SCHIESSLER: Absolut! Die Menschen sind nett und freundlich, engagiert und willensstark, gut schwäbisch halt! Die Gegend ist sauber und aufgeräumt, man muss sich hier einfach wohlfühlen. Und deswegen erzähle ich hier auch so gerne aus meinen Büchern. Und natürlich ist auch das Thema „Kirche heute“ eine immer bleibende Frage. Wie sieht die Zukunft der Kirche aus? Wie geht es uns nach einem Jahr Papst Leo? Sie sehen, da gibt's viel zu berichten.

    Was für eine Botschaft werden Sie mitbringen?

    SCHIESSLER: Der neue Bischof von Wien, Josef Grünwald, hat es sehr gut zusammengefasst: „Wir werden wohl weniger, aber nicht weniger wichtig sein in der Zukunft.“ Die vielen Kirchenaustritte tun sehr weh, aber es gibt keinen Grund zur Resignation. Mit Christus gibt es nur Aufbruch, auch keine Sieger und Verlierer wie vielleicht im Sport jetzt dann bei der Fußball-WM, aber bei ihm gibt's nur Gewinner, Gewinner des Lebens. Dass unser Papst Leo seine erste Enzyklika „Wunderbare Menschheit“ benennt, finde ich großartig. Die Welt brennt vor Hass, Gewalt und Gier, aber hier hört das Christentum eben nicht auf, die Absicht Gottes von einer wunderbaren Menschheit als Geschenk und Anspruch an alle Menschen zu verkünden.

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