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Rathauschefin: Für Katja Müller beginnt die Stadtratsarbeit

Rathauschefin

Für Katja Müller beginnt die Stadtratsarbeit

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    Zweiter Bürgermeister Bulling hat die neue Bürgermeisterin Katja Müller in der Stadtratssitzung vereidigt. Die 38-Jährige sitzt nun dem Rat vor – und ihre erste Sitzung hatte es gleich in sich.
    Zweiter Bürgermeister Bulling hat die neue Bürgermeisterin Katja Müller in der Stadtratssitzung vereidigt. Die 38-Jährige sitzt nun dem Rat vor – und ihre erste Sitzung hatte es gleich in sich.

    Die Mitglieder des Lauinger Stadtrates haben nun Namensschilder. Das ist eine vergleichsweise kleine Neuerung im Gegensatz zu der Veränderung, wegen der wohl auch der Bereich für Zuschauer im Rathaussaal voll besetzt ist. Es ist die erste Sitzung, die Lauingens neue Bürgermeisterin Katja Müller leitet.

    Es sei ein Moment, in dem Stadtgeschichte geschrieben wird, erklärt Zweiter Bürgermeister Dietmar Bulling, kurz bevor er die neue Bürgermeisterin vereidigt. Vor genau 100 Jahren wurde das Frauenwahlrecht eingeführt. Nun leitet in der Geschichte der Donaustadt zum ersten Mal eine Frau das Rathaus. „Es ist mir eine große Ehre, den Eid abnehmen zu dürfen“, sagt Bulling.

    Sie hat ihr Berufsziel erreicht

    Direkt nach der Vereidigung richtet Müller einige Worte an ihren Stadtrat. Es sei „mehr als nur das Erreichen eines beruflichen Zieles“, nun an dieser Stelle zu stehen. Müller dankt allen Bürgern, die ihr das Vertrauen geschenkt haben. Diejenigen, die nicht für sie gestimmt haben oder nicht zur Wahl gegangen sind, will sie durch ihre Arbeit überzeugen. „Mein Bestreben ist es, Bürgermeisterin für alle Lauingerinnen und Lauinger zu sein.“ Ebenso dankt sie ihren Mitbewerbern für den fairen Wahlkampf und dem Zweiten und Dritten Bürgermeister für ihre Arbeit in der Übergangszeit. An dieser Stelle erinnert sie auch an die traurigen Umstände durch den Tod von Wolfgang Schenk, der die Neuwahl in Lauingen erst nötig gemacht hat.

    Müller betont, Ziele gemeinsam erreichen zu wollen. „Ich bin überzeugt, dass sich Erfolg nicht nur an einer einzelnen Person festmachen lässt. Erfolg bedeutet immer das gute Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Personen und Gruppierungen, die auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten und einen gemeinsamen Weg gehen möchten.“

    Vorrang hat Herzog-Georg-Straße

    Die Umgestaltung der Herzog-Georg-Straße und die Auswirkungen dieses Projektes auf die Verkehrssituation sei die erste Aufgabe, die man nun gemeinsam bewältigen wolle. Auch der Ausbau der Kinderbetreuung stehe oben auf der Agenda, hier habe Müller bereits viele Gespräche geführt, um die Themen anzustoßen.

    Ebenso in Angriff nehmen will Müller die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum – mit Blick auf den demografischen Wandel insbesondere von barrierefreien Wohnraum. Müllers Ziel seien eine lebendige Innenstadt und hohe Lebensqualität in den Stadtteilen.

    Insgesamt wolle sie die Bürgerbeteiligung und das Bürgerengagement stärken. In der frühzeitigen Beteiligung der Lauinger Bürger liege eine große Chance.

    Auch die Verwaltung stehe in der Pflicht. „Ich verstehe unser Rathaus als modernen Dienstleistungsbetrieb, in dem unsere Bürgerinnen und Bürger als Kunden behandelt werden“, sagt Müller. „Wir sind Dienstleister für die Bürger.“ Ihre Antrittsrede beendet die neue Bürgermeisterin mit einem Zitat Konrad Adenauers: „Nach meiner Erfahrung wird Demokratie am besten in der Gemeinde gelehrt, weil dort die praktische Arbeit und das Ergebnis einer Arbeit unmittelbar sichtbar werden.“ Das solle Ansporn sein, Menschen für die Kommunalpolitik zu begeistern.

    Es ging gleich hoch her

    Die Stadtratssitzung führt Müller dann unaufgeregt und verbindlich. Hauptamtsleiter Martin Winkler sitzt an ihrer Seite und erklärt ihr und den Ratsmitgliedern, wo nötig, den Sachstand. In Müllers erster Stadtratssitzung ging es dann gleich hoch her. Neben den Fördergeldern für die Umgestaltung der Innenstadt, bei denen eine Frist bis 15. Februar nun zur Eile ruft (siehe Seite 27), ist auch die Turnhalle am Marienweg ein Thema. Diese kann nun nicht wie geplant für Veranstaltungen genutzt werden, da dafür teure Umbaumaßnahmen nötig wären. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt.

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