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Simonsmühle Blindheim: Infostele und Mühlstein sollen an die lange Geschichte erinnern

Blindheim

An die Simonsmühle wird jetzt mit einer Infostele erinnert

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    Gute Stimmung bei der Feier zum Erhalt der Simonsmühle am vergangenen Sonntag. V. l. n. R: Inhaber Christian Busam, Blindheims Bürgermeister Jürgen Frank, Inhaberin Annett Busam-Loeprecht, der Vorsitzende des Fördervereins Simonsmühle, Dieter Schinhammer und Besucherin Anna Tischer, als bayerische Hofdame verkleidet.
    Gute Stimmung bei der Feier zum Erhalt der Simonsmühle am vergangenen Sonntag. V. l. n. R: Inhaber Christian Busam, Blindheims Bürgermeister Jürgen Frank, Inhaberin Annett Busam-Loeprecht, der Vorsitzende des Fördervereins Simonsmühle, Dieter Schinhammer und Besucherin Anna Tischer, als bayerische Hofdame verkleidet. Foto: Arnold Schromm

    Bei der Feier zum Abschluss der Renovierungsarbeiten der geschichtsträchtigen Simonsmühle in Blindheim zeigte sich das sonst ungemütliche Herbstwetter von einer schönen Seite. Das passte zum Thema: Ein riesiger Schritt ist getan, die Simonsmühle wurde nicht abgerissen und erstrahlt dank der Arbeit eines Ehepaars in neuem Glanz. Das sollte gefeiert werden. Der Förderverein Simonsmühle und die Gemeinde Blindheim hatten gemeinsam zur Feier am Sonntag eingeladen – der zahlreiche Gäste gefolgt sind, so zum Beispiel auch Höchstädts Bürgermeister Stephan Karg.

    Nach einer Begrüßung durch den Blindheimer Bürgermeister Jürgen Frank brachte der Vorsitzende des Fördervereins Simonsmühle, Dieter Schinhammer, seine Freude zum Ausdruck. Ausführlich schilderte Schinhammer die zähen Bemühungen des Vereins, das unter Denkmalschutz stehende Gebäude vor dem Verfall zu retten. Das sei nach dem Kauf und der Weitervermittlung an das Ehepaar Loeprecht-Busam, das zuvor in Donauwörth lebte, schließlich gelungen. Ausdrücklich hob der Vorsitzende das Engagement der neuen Besitzer hervor, die in wenigen Monaten Gewaltiges geleistet hätten. Schinhammer und Dr. Arnold Schromm dankten dem Ehepaar persönlich und überreichten Geschenke, darunter einen zeitgenössischen Kupferstich mit dem Plan der Schlacht bei Höchstädt-Blindheim.    

    Darum heißt die Simonsmühle in Blindheim „Simonsmühle“

    In seiner nun folgenden Rede strich Arnold Schromm, der Schriftführer des Fördervereins, die Bedeutung des Mühlengebäudes heraus, besonders aber die Rolle der Mühle am 13. August 1704. Die Ereignisse an diesem Tag führten dazu, dass die Blindheimer Mühle untrennbar mit der großen Weltgeschichte verknüpft sei. Im Verlauf der Kampfhandlungen ging das Gebäude in Flammen auf. Für die englischen Truppen wurde das Areal um die Mühle zum Sammel- und Verbandsplatz. „Was der damalige Besitzer Simon Speth mit seiner Familie an diesem denkwürdigen Tag erdulden musste, können wir uns nur ansatzweise vorstellen“, sagte Schromm. Bestimmt sei Simon Speths Geschichte noch Generationen später im Blindheim erzählt worden, vermutet Schromm. Simon Speth war wohl der Grund, warum die Mühle am Nebelbach fortan mit dem Namen verbunden wurde. Wie der ehemalige Geschichtslehrer berichtet, ist die Simonsmühle auf gleich mehreren zeitgenössischen Dokumenten und auf modernen Plänen eingezeichnet.

    Gebäude ist laut Bezirksheimatpfleger „historisch bedeutende Landmarke“

    Dass die „historisch bedeutende Landmarke“ gerettet werden konnte, wie sie der ehemalige Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl einmal nannte, sieht Schromm als Glücksfall. Dieser Umstand sei den gemeinsamen Bemühungen vieler Menschen und günstigen Umständen zu verdanken. Wie der Förderverein mitteilt, sei die Ausstellung von Agathe Lehr auf viel Interesse gestoßen, die in den Nebelbachstuben an dem Sonntag viele Bilder und Texte aufgebaut hatte. Anhand der Ausstellung konnten sich die Gäste über die jahrelangen Bemühungen des Fördervereins zur Rettung der Simonsmühle informieren.

    Inhaber-Familie zeigt sich über Sanierung glücklich und lädt Gäste ein

    Nach der Enthüllung der Informationstele und des Mühlsteins am Fahrradweg gegenüber des Gebäudes lud Familie Busam-Loeprecht im Anschluss die Teilnehmer zu einer Besichtigung ihres Hauses ein. In den Nebelbachstuben erklärte Renate Koppenberger, die als Bavaria gekommen war, den Gästen die Kleidung der historisch gewanderten Personen, die die Veranstaltung begleiteten. Das Bläserensemble des Lauinger Albertus-Gymnasiums hatte die Veranstaltung mit barocken Klängen begleitet, wobei es von Ingrid Menzel die Leitung übernahm. (AZ)

    Dieter Schinhammer (vorne rechts) und Arnold Schromm (hinten links) übergeben den Eigentümern der Simonsmühle einen Blumenstrauß und eine historische Karte.
    Dieter Schinhammer (vorne rechts) und Arnold Schromm (hinten links) übergeben den Eigentümern der Simonsmühle einen Blumenstrauß und eine historische Karte. Foto: Dr. Arnold Schromm
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