Ausdauersport

08.06.2011

Lehrer, Autor, Triathlet

Erich Kunkel schreibt nur in Topform. 17 Dramen, 50 Erzählungen und über 150 Wettkämpfe

Ein Halbmarathon in Bad Füssing inspirierte Erich Kunkel zum Schauspiel „Die erste Päpstin“. Der Lehrer für Griechisch, Latein, Philosophie und Ethik am Dillinger JMS-Gymnasium verbindet Literatur mit Sport – und weiß: „Für beide Leidenschaften sind Ausdauer und Disziplin notwendig.“

Mitte der 1980er Jahre begann der gebürtige Franke während eines Studienaufenthalts im britischen Oxford mit dem Schreiben: „Englische Essays mussten auf leeres Papier gebracht werden – eine Herausforderung.“ Die Lust intensivierte sich in den folgenden Jahren und hält bis heute unvermindert an. Kunkel, der früher auch selbst als Schauspieler am Theatergeschehen teilnahm, hat unter dem altgriechischen Pseudonym Hilarius Fanton inzwischen 17 Dramen zu Papier gebracht, ein Drittel wurde bereits auf Bühnen gespielt. Fünf Romane und über 50 Erzählungen komplettieren momentan sein literarisches Schaffen. Ebenso wie zahlreiche Lesungen, vor allem in Franken, inzwischen aber auch am Dillinger Sailer-Gymnasium.

Das aktuelle Werk ist die Sie-Er-Serie: drei Bände mit den Titeln „Feuerwehr“, „Fussball“ und „Die Hitler Gottes“. Mit insgesamt neun Erzählungen über Themen wie Krieg und Frieden, Liebe, Eros und Sport. Viele der Texte Kunkels haben autobiografische Hintergründe. Etwa die Erzählung „Liebe oder stirb!“, die in einem Freibad beginnt, inspiriert durch Kunkels Aqua-Jogging im Dillinger Eichwaldbad. Oder „Verpackung“ nahm ihren Anfang in einem Tchibo-Shop. In „Fussball“ dreht sich die Handlung um eine „Fußballerina“ – ein Vorgeschmack auf die Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland. Das Werk „Die Hitler Gottes“ spielt im Fantasieland Armelia und zeigt: Wer Waffen sät, wird Krieg ernten. Die Literaturkritik bescheinigt dem Autor „satirisches Geschick“ und „eine erstaunliche Beobachtungsgabe der sozialen Wirklichkeit“.

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Erich Kunkel schreibt nur, wenn er in Topform ist, „wenn die Inspiration da ist“. Und um kreativ mit der Sprache umzugehen, braucht der Lehrer und Autor den Ausdauersport. „Bewegung aktiviert die Gedanken, verbindet die körperliche mit der geistigen Leistung.“ 1983 startete Kunkel zu seinem ersten Triathlon. Seitdem absolviert er jedes Jahr mindestens einen Wettkampf. Aufgehört zu zählen hat er bei 150. Absoluter Höhepunkt: die Teilnahme am Ironman auf Hawaii 1997. Seit 2008 beteiligt er sich auch an den deutschen Lehrer/innen-Meisterschaften im Rahmen des Lauinger Sparkassen-Triathlons. Am Sonntag, 19. Juni, startet Erich Kunkel erneut auf der olympischen Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen.

Infos zum Autor gibt es unter

erichkunkel@gmx.de

Lauinger Sparkassen-Triathlon: Sonntag, 19. Juni, Start 9.45 Uhr; Meldeschluss 14. Juni; Nachmeldungen sind am 18. Juni von 16 bis 18.30 Uhr möglich; Anmeldung/Informationen unter Telefon 0171/1072005 (Erich Gruber) per E-Mail an tritvlauingen@gmx.de oder unter http://triathlon.tvl.de

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