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Beim TSV Wertingen werden die Sorgen immer größer

Fußball-Nachlese

Ein Trainer-Wechsel und seine Folgen

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    Bedient waren die beiden Trainer des FC Lauingen, Tobias Jorsch (rechts) und Haris Tausend (links, sitzend), nachdem ihre Mannschaft gegen die SG Ebermergen mit 0:3 verlor.
    Bedient waren die beiden Trainer des FC Lauingen, Tobias Jorsch (rechts) und Haris Tausend (links, sitzend), nachdem ihre Mannschaft gegen die SG Ebermergen mit 0:3 verlor. Foto: Karl Aumiller

    Wie in der Bundesliga, sind in der Bezirksliga Nord nur noch fünf Spieltage auszutragen. Im Gegensatz zur Beletage des deutschen Fußballs, in welcher der FC Bayern München bereits am kommenden Wochenende Deutscher Meister werden könnte, entwickelt sich der Kampf um den Titel sechs Spielklassen tiefer zu einem Schneckenrennen. Und mitten drin steckt der TSV Meitingen, der zuletzt nach einer 1:0-Führung in Rinnenthal einen Elfmeter verschoss und in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleichstreffer kassierte. Entsprechend enttäuscht war Abteilungsleiter Torsten Vrazic, der mit seinem Team als Spitzenreiter aber immer noch beste Chancen auf den Landesliga-Aufstieg hat.

    „Die Stimmung ist gedrückt“

    In der Landesliga spielte in der vergangenen Saison noch der TSV Wertingen. Nach der 2:3-Niederlage bei der SpVgg Joshofen-Bergheim scheint es so, als ob die Zusamtaler in die Kreisliga durchgereicht würden. Die Enttäuschung nach dem Spiel war entsprechend groß. „Die Moral ist natürlich niedergeschlagen, da wir wieder knapp verloren haben. In den letzten Wochen läuft es einfach immer wieder so für uns, die Stimmung ist gedrückt“, berichtet Spieler und Ex-Sportleiter Florian Eising. Nach den letzten Ergebnissen sei klar, dass der Fokus nur noch auf den Relegationsplätzen liegt.

    Auf so einem liegt nach dem wichtigen 2:1-Auswärtssieg beim FC Maihingen nun die U 23 des FC Gundelfingen, ein direkter Abstiegsplatz konnte nach vielen Monaten endlich verlassen werden. Nach dem Spiel betonte FCG-Trainer Peter Matkey: „Wir wurden schon totgesagt und als Absteiger fest eingeplant. Jetzt sind wir wieder da“. Der Kampf gegen den Abstieg werde in den fünf noch ausstehenden Spielen allerdings kein Zuckerschlecken.“

    Ganz anders ist die Situation bei der ersten Mannschaft der Grün-Weißen, die in der Bayernliga Süd eine herausragende Saison spielt. Daran ändert auch das 0:0 beim FC Deisenhofen nichts, obwohl dadurch die Serie von zuvor fünf Siegen in Folge riss. Dass von Außen sogar Fragen herangetragen werden, ob der FCG für den Regionalliga-Aufstieg gewappnet sei, sind allerdings überflüssig. Denn dafür hätten die Gärtnerstädter einen Zulassungsantrag stellen müssen, die Frist dafür war der 27. März. Die haben die Gundelfinger verstreichen lassen, der „Durchmarsch“ ist also kein Thema. Stattdessen beschäftigt den Sportlichen Leiter Stefan Kerle derzeit vor allem die Kaderplanung. Zwar konnte er kürzlich erst den Offensivspieler Mehmet Fidan für ein weiteres Jahr an den FCG binden, allerdings gab es jetzt eine Hiobsbotschaft. Fidan, der in der Partie beim FC SF Schwaig (3:1) vor dreieinhalb Wochen ein- und kurze Zeit später mit einer Fleischwunde wieder ausgewechselt werden musste, hatte wegen anhaltender Probleme noch eine weitere medizinische Untersuchung. Das niederschmetternde Ergebnis: Fidans Kreuzband ist gerissen. Damit wird er nicht nur im Nachholspiel am Mittwochabend beim FC Ismaning ausfallen, für ihn ist jetzt schon das Jahr 2026 gelaufen. „Wenn es normal läuft, ist er bei der Wintervorbereitung 2027 wieder am Ball“, zeigt sich Kerle ernüchtert.

    Mannschaft der Stunde in der Kreisliga West ist Türk Gücü Lauingen. Beim 3:2 in Bubesheim holte die Mannschaft den sechsten Sieg in Folge und steuert schnurstracks in Richtung Bezirksliga. Trainer Sezgin Er haben in Bubesheim drei seiner Spieler besonders gefallen: „Manuel Breskott und Yüce Yigitan waren sehr stark, und auch Furkan Akaydin spielte eine wichtige Rolle“, so der TG-Coach. Aber, so warnt Sezgin Er: „Die Ergebnisse stimmen zwar, aber unser Spiel muss wieder besser werden“.

    Nicht entscheidend verbessern konnte sich die SSV Glött in der Das Unentschieden bei Türkiyemspor Krumbach war sicherlich verdient, doch für den erhofften Dreier hat es wieder einmal nicht gereicht. Aufgrund der angespannten Personalsituation sind die Glötter dann auch irgendwo an ihre Grenzen gekommen. Wir konnten offensiv nichts mehr nachlegen und waren dann auch gezwungen diesen Punkt über die Zeit zu retten“, so Trainer Markus Rickauer. Der Abstiegskampf für die Lilien geht weiter.

    Dies gilt in der Nord-Gruppe auch für den FC Lauingen. Gegen die SG Ebermergen kassierten die Gelb-Schwarzen trotzt zahlreicher Chancen eine 0:3-Heimniederlage. „Wir hatten über die volle Distanz viel mehr Spielanteile und hätten schon im ersten Durchgang an Hand unseren vielen Chanchen das Spiel für uns entscheiden müssen“, lamentierte nach dem Abpfiff FCL-Sportleiter Joachim Hauf.

    Schretzheims Trainer spricht von „Skandal-Schiedsrichter“

    Geklagt hat nach dem Spiel auch Trainer Christoph Kehrle vom Ligarivalen BC Schretzheim. Allerdings nicht über die unnötige 0:1-Niederlage beim SV Mauren, sondern über einen Schiedsrichter, der nicht in der Lage war, ein Spiel ordentlich zu leiten, sondern Akteure beider Mannschaften immer wieder beleidigt habe und versucht hat, diese runter zu machen. „Das war für mich ein absoluter Skandal“, echauffierte sich Kehrle auch noch einige Stunden nach dem Abpfiff. Eingeteilt für die Partie war ein Unparteiischer aus der Schiedsrichtergruppe Aalen in Baden Württemberg.

    In der Kreisklasse West 2 zeigte der SV Villenbach gegen den TV Gundelfingen eine schwache erste Halbzeit, lag nach 45 Minuten 0:1 zurück. Doch nach dem Wechsel drehte die Mannschaft so richtig auf und erzielte innerhalb von sechs Minuten vier Tore. Für SVV-Abteilungsleiter Lukas Filbrich hat sich somit das Thema Klassenerhalt fast schon erledigt. „Jetzt noch ein Sieg am Donnerstag im Nachholspiel gegen den FC Lauingen II, dann dürfte nichts mehr anbrennen“, blickt Filbrich auf die Partie in zwei Tagen voraus. In der kommenden Saison werden die Villenbacher gemeinsam mit dem TSV Binswangen eine Spielgemeinschaft bilden (wir berichteten). Dabei wird Filbrichs Verein die Federführung übernehmen. Über weitere Details werde derzeit noch gemeinsam beraten.

    Beim Schlusslicht der Kreisklasse Nord II, dem SV Wortelstetten, gab es in der vergangenen Woche ein Trainerwechsel. Nach dem 1:2 gegen den TSV Binswangen trennte man sich vom Martin Mayrle, der die Mannschaft vor knapp einem Jahr in die Kreisklasse zurückgeführt hatte. Bis im Sommer mit Marko Mladenovic und Andreas Durner zwei neue Trainer die Mannschaft übernehmen, behilft man sich nun mit einer Interimslösung, wie Abteilungsleiter Werner Schmid wissen lässt. Vorsitzender Stefan Kratzer und Christian Knötzinger werden bis zum Saisonende die Truppe coachen. Der Einstand verlief nicht gut. Beim FC Donauried setzte es eine 1:3-Niederlage. Werner Schmid ist in Sachen Klassenerhalt optimistisch. „Dieser ist unser übergeordnetes Ziel“, betont er und verweist darauf, dass es in den kommenden Wochen gegen einige direkte Konkurrenten geht.

    Mit 2:1 setzte sich der FC Osterbuch in der A-Klasse West 4 beim VfL Zusamaltheim durch. „Durch den glücklichen sieg bleiben wir weiter in Lauerstellung im Rennen um den Relegationsplatz“, freut sich Trainer Matthias Kempter über die Ausgangsposition in den kommenden Wochen. Unabhängig davon, in welcher Klasse die Osterbucher in der kommenden Saison spielen werden, Kempter richtet den Blick schon jetzt nach vorne: „Mit Manuel Ruess vom TSV Wertingen bekomme ich einen Co-Spielertrainer an meine Seite, der mich in allen Bereichen unterstützen wird. Gemeinsam wollen wir das Maximum aus der Mannschaft herausholen“. (mit wab/SCD/RÖB)

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