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Faustdicke Überraschung im Schwabenstadion

Fußball-Bayernliga

Bissiger FC Gundelfingen gegen die „kleinen Löwen“

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    Der Moment der Entscheidung: Verteidiger Dario Nikolic (links) verlängert den Ball per Kopf zum 4:2 ins Netz der Junglöwen. David Spizert (rechts), der sich mit 1860-Profi Samuel Althaus beharkt, hatte den FC Gundelfingen bereits in der Anfangsphase mit 1:0 in Führung geschossen.
    Der Moment der Entscheidung: Verteidiger Dario Nikolic (links) verlängert den Ball per Kopf zum 4:2 ins Netz der Junglöwen. David Spizert (rechts), der sich mit 1860-Profi Samuel Althaus beharkt, hatte den FC Gundelfingen bereits in der Anfangsphase mit 1:0 in Führung geschossen. Foto: Walter Brugger

    Andreas von Mücke war sichtlich überrascht, als er eine ganze Weile nach dem 4:2 (1:2)-Erfolg gegen den TSV 1860 München II die Stadiongaststätte betrat. Dort saßen etliche Fans des FC Gundelfingen und feierten den Keeper, der gerade erst seinen zweiten Einsatz in der Fußball-Bayernliga absolviert hatte und dabei durchaus überzeugte. „Das habe ich hier noch nicht oft erlebt“, räumte selbst Co-Trainer Stefan Heger ein. Doch es zeigt, wie gut die Stimmung bei den Grün-Weißen nach dem Überraschungscoup gegen den Tabellenführer war.

    „Unfassbar, ihr legt die Messlatte immer höher“, zollte auch Chefcoach Thomas Rudolph seinen Schützlingen Respekt und schüttelte beim Blick auf die Rangliste schier ungläubig den Kopf: „Wahnsinn, jetzt sind wir sogar Dritter.“

    Gastgeber einige Male mit viel Glück

    Wobei es durchaus zur Wahrheit gehört, dass beim Erfolg gegen die Junglöwen durchaus eine Portion Glück im Spiel war. „Für mich sind die Sechz’ger die beste Mannschaft der Liga. Schnelligkeit und Passqualität sind herausragend“, so Rudolph. Dies zeigten die Münchner nach dem frühen Rückstand durch den Treffer von David Spizert eindrucksvoll. Innerhalb von fünf Minuten drehte 1860 die Partie durch Tore von Loris Husic und Cristian Leone – und verzeichnete zudem noch Pfostentreffer von Leone (7.) und Husic (36.). Außerdem war da noch Andreas von Mücke, der etwa beim verdeckten Schuss von Leone auf dem Posten war (15.). Da durfte auch Rudolph zwischendurch bange werden angesichts des Vortrags der Junglöwen.

    Was dann allerdings nach dem Seitenwechsel passierte, war so nicht absehbar. Yannick Maurer, der vor dem 1:2 einen verhängnisvollen Fehlpass gespielt hatte, stellte den Spielverlauf im Duett mit Simon Achatz innerhalb von vier Minuten quasi auf den Kopf. Erst verwertete Maurer nach einem „sensationellen Laufweg“ (Heger) das Zuspiel von Achatz zum 2:2, dann nahm er nach einem diagonalen Zuspiel den Ball kurz an und versenkte ihn mit dem linken Fuß genau neben dem Pfosten – 3:2.

    Der Gundelfinger Wille war herausragend

    Damit hatten die Gundelfinger dem TSV 1860 ein Stück weit den Zahn gezogen. Zwar rannten die Junglöwen weiterhin an, doch die Dynamik der auf Profiniveau trainierenden Münchner war irgendwie weg. „Und wir haben aufopferungsvoll verteidigt. Der Wille war herausragend“, so Coach Rudolph. Aber nicht nur der Wille war herausragend, sondern dieses Mal auch die Chancenverwertung. Nach einer Ecke von Jeremias Seibold köpfte Verteidiger Dario Nikolic zum 4:2 ein – und rannte sofort zum Trainerduo. „Wir hatten genau das schon tausend Mal geübt, jetzt hat es endlich geklappt“, erklärte Heger die Reaktion später.

    FC Gundelfingen: von Mücke – N. Fink, L. Sailer, Nikolic, J. Fink – J. Seibold – Maurer (75. Schneider), Noller (73. Frisch), Achatz, S. Seibold (67. Maliqi) – Spizert (84. Meier)

    TSV 1860 München II: Bachmann – Fiedler (74. Roithmayr), Hoppe, Benede Aquayo, Fuchs – Leone, Husic, Wach (46. Tekin), Porta (66. Gosalci) – Althaus, Pereira de Azambuja (60. Erdogan)

    Schiedsrichter: Krzyzanowski (VfR Neuburg) Tore: 1:0 Spizert (3.), 1:1 Husic (25.), 1:2 Leone (30.), 2:2 Maurer (48.), 3:2 Maurer (52.), 4:2 Nikolic (72.) Gelbe Karten: Noller, Maurer / Fiedler, Wach, Althaus Zuschauer: 740

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