Der SV Roggden steckt aktuell in einer sportlich herausfordernden Phase. Mit acht Punkten belegt die Mannschaft derzeit den zehnten Tabellenplatz in der Fußball-A-Klasse West 4. Dennoch herrscht im Verein keine Unruhe – im Gegenteil: die Verantwortlichen setzen bewusst auf Stabilität und eine klare Zukunftsstrategie.
Schlüsselrolle für Haydar Kokar
Ein wichtiges Signal dafür ist die frühzeitige Verlängerung von Spielertrainer Patrick Schlögl. Trotz der aktuellen Tabellenlage sprachen die Vereinsverantwortlichen dem Coach ihr Vertrauen aus. Schlögl bleibt somit weiterhin die zentrale Figur an der Seitenlinie - und auf dem Platz. Eine Schlüsselrolle im Verein nimmt auch Haydar Kokar ein. Der Kapitän der ersten Mannschaft ist gleichzeitig einer von vier gleichberechtigten Vorsitzenden im Verein und schnürt selbst noch die Fußballschuhe. Er steht wie kaum ein anderer für die enge Verzahnung von sportlicher Leitung und Vereinsführung.
„Wir wollen den eingeschlagenen Weg weitergehen“, betont Kokar. Dazu gehört auch die Kaderplanung für die kommende Zeit. Aktuell führt der Verein Gespräche mit potenziellen Neuzugängen, um die Mannschaft gezielt zu verstärken. Gleichzeitig ist es ein klares Ziel, den bestehenden 20-Mann-Kader zusammenzuhalten und die mannschaftliche Geschlossenheit zu bewahren.
Ein Blick in die Zukunft zeigt zudem: Der Verein arbeitet nachhaltig an der eigenen Jugend. Aktuell steht mit Julian Mayerböck lediglich ein Spieler bereit, der im kommenden Jahr zum Herrenbereich stößt – - er wird 18 Jahre alt. Weitere Talente folgen jedoch bereits nach. Die nächsten Jungs spielen bereits sehr erfolgreich in einer Spielgemeinschaft der C-Jugend mit Zusamaltheim, Villenbach und Osterbuch in der Aufstiegsrunde zur Bezirksoberliga. Hier sieht der Verein großes Potenzial für die nächsten Jahre. Verbesserungspotenzial sieht Kokar insbesondere bei der Trainingsbeteiligung. Derzeit nehmen durchschnittlich etwa nur zehn bis zwölf Spieler an den Einheiten teil – aus Sicht des Kapitäns zu wenig. „Hier müssen wir zulegen“, so Kokar.
Mähroboter, LED-Flutlicht und Fotovoltaikanlage
Abseits des Spielfelds präsentiert sich der SV Roggden hingegen bestens aufgestellt. Die Vereinsanlage gilt als echtes Aushängeschild. In den vergangenen Jahren wurde kontinuierlich investiert: Zwei moderne Mähroboter sorgen für optimale Platzverhältnisse, zudem wurde eine Fotovoltaikanlage installiert und das Flutlicht auf dem Hauptspielfeld auf LED umgerüstet. Damit setzt der Verein nicht nur auf Qualität, sondern auch auf Nachhaltigkeit.
Sportlich richtet sich der Fokus nun auf die kommenden Spiele. Besonders im Blick steht das Duell gegen Mörslingen. Für Kokar ist die Marschroute klar: „Wir wollen dieses Spiel gewinnen und die drei Punkte holen.“ Darüber hinaus formuliert er ein klares Saisonziel: Am Ende soll sein SVR in der Tabelle vor Mörslingen stehen.
Trotz der aktuellen Platzierung ist die Stimmung im Verein von Zuversicht geprägt. Mit Kontinuität auf der Trainerposition, gezielten Verstärkungen und einer starken Infrastruktur will der SV Roggden die Grundlage dafür schaffen, sportlich wieder erfolgreichere Zeiten einzuleiten.
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