Mit dem Massenstart der Frauen über 12,5 Kilometer enden am heutigen Samstagmittag in Antholz die Olympichen Spiele für die Biathleten. Noch einmal wird dabei die Zuschauertribüne in Antholz voll besetzt sein. Mitten drin bei den Wettbewerben der Biathleten in den vergangenen Tagen war auch Helmut Keller aus Wolperstetten. Er hatte das Glück, als einer von zahlreichen Volunteers auserwählt worden zu sein.
Rund um die Athletenbusse als Helfer im Einsatz
Die Aufgabe von Helmut Keller in Antholz war es, rund um die Athletenbusse mitzuhelfen. „Das klingt erst einmal unspektakulär, bedeutet aber, dass man plötzlich mitten drin im olympischen Betrieb steht und Dinge sieht, die Zuschauer normalerweise nicht mitbekommen“, betont der Senior aus dem Gemeindeteil von Blindheim. Schon früh am Morgen während der Wettbewerbe habe man gemerkt, dass in Antholz nicht irgendein Rennen stattfindet. „Überall Teams, Trainer, Materialwagen, Funkgeräte, konzentrierte Gesichter“, berichtet Helmut Keller. Während im Fernsehen nur Start und Ziel zu sehen sind, läuft t hinter den Kulissen ein riesiges Uhrwerk, das irgendwie funktionieren müsse, so der Wolpertstettener „Und mittendrin stehen Volunteers wie ich und schauen, dass keiner den falschen Bus erwischt“, erklärt Keller.
Sportlich hat der freiwillige Helfer aus dem Landkreis schnell gelernt, dass im Biathlon das Schießen brutal wichtig ist. „Auf der Strecke sind viele schnell – aber am Schießstand entscheidet der Kopf. Mit zu vielen Fehlern ist die Medaille weg, egal wie stark man läuft. Das merkt man vor Ort noch viel deutlicher als im Fernsehen“, hat Keller so seine Erfahrungen gemacht.
Ganz normale Menschen hinter großen Namen
Kontakt hatte der Wolpertstettener während der Spiele unter anderem auch mit der Olympiasiegerin Julia Simon aus Frankreich sowie mit den deutschen Männern Justus Strelow und Philipp Nawrath. Besonders in Erinnerung bleiben Helmut Keller die Begegnungen mit diesen Athleten. „Manche wirken extrem fokussiert, fast wie in ihrer eigenen Welt. Andere sind überraschend locker, lachen, machen einen Spruch oder nehmen sich kurz Zeit“, erzählt der Volunteer. Genau diese kleinen Momente würden zeigen, dass hinter den großen Namen ganz normale Menschen stehen – nur eben mit Skiern und olympischem Druck. Kulinarisch ist Helmut Keller so halbwegs auf seine Kosten gekommen. Es habe zeitweise eher die „olympische Pasta-Dauerkarte“ gegeben als die Sterneküche, schmunzelt der Volunteer.
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