Nicht nur mit eigenem Können, sondern auch einer Menge Glück ist derzeit das Team von Türk Gücü Lauingen in der Fußball-Kreisliga West ausgestatten. Im Nachholspiel am Donnerstag gab es nach 0:2-Rückstand noch einen 3:2-Heimsieg durch ein Tor in der Nachspielzeit gegen Türkiyemspor Krumbach. Bereits am morgigen Sonntag kommt es für den Spitzenreiter zum erneuten Duell mit Krumbach. Die SSV Glött hat im Abstiegskampf den SV Neuburg/Kammel zu Gast. Abstiegskampf ist auch das Stichwort für den FC Lauingen und die SSV Dillingen in der Kreisliga Nord. Bei weiteren Niederlagen (FCL in Alerheim, SSV gegen Mauren) würde die Situation immer kritischer werden.
Kreisliga West
TG Lauingen – Türkiyemspor Krumbach 3:2 (0:2). Die entscheidende Szene im Nachholspiel war die Rote Karte für Krumbachs Ahmet Ali Hasanca in der 39. Minute. Nach einem Revanchefoul flog der Torschütze zum 0:1 (18.) und Vorlagengeber zum 0:2 (Meric Capar/36.) vom Platz. „Gegen elf Krumbacher hätten wir heute vermutlich verloren“, sinniert Lauingens Coach Sezgin Er nach dem Schlusspfiff. Seit Team drehte in der zweiten Halbzeit die Partie durch Tore von Mirsat Bisgin (50.), Sahin Tasdelen (88.) und Timur Cukur in der Nachspielzeit (90.+2). „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, wusste Sezgin Er um das Glück seiner Mannschaft. (her)
Türkiyemspor Krumbach – TG Lauingen (So., 15 Uhr). Morgen treffen beide Teams in Edelstetten im Rückrundenspiel erneut aufeinander. Lauingens Coach Sezgin Er glaubt, dass sich dann seine Truppe leichter tut, weil man die Lehren aus dem Donnerstagsspiel gezogen habe: „Wir werden es besser machen“, verspricht er. (her)
SSV Glött – SV Neuburg/Kammel (So., 15 Uhr). Für die Glötter geht es nun richtig ans Eingemachte. Mit dem Heimspiel gegen den SV Neuburg/Kammel startet für die Lilien die entscheidende Phase im Kampf um den Klassenerhalt. Auf die Gastgeber Da wartet im Lilienstadion eine offensivstarke Mannschaft. Insbesondere das Sturmduo BobitIu und Kustermann sollten die Blau-Weißen auf dem Zettel haben. Bei der SSV muss Trainer Markus Rickauer weiterhin auf die erfahrenen Akteure Stutzmüller und Taner verzichten. Auch Florian Böck (Muskelfaserriss) wird weiterhin nicht eingreifen können. Somit bleibt der Kader gegenüber der Vorwoche unverändert klein. Offensiv hängt derzeit fast alles an Pius Galgenmüller. Der einzige Spieler, der momentan bei den Lilien Torgefahr ausstrahlt und trifft. Sicherlich ein großes Manko für Glött im Kampf um den Klassenerhalt. (RÖB)
SpVgg Wiesenbach – SC Altenmünster (Sa., 15.30 Uhr). Nach dem Derbysieg in Neumünster ist die Stimmung im Lager des SC Altenmünster bestens, zumal inzwischen auch der Kader nach einigen verletzungsbedingten Ausfällen komplett ist. So ist unter anderem beim Gastspiel in Wiesenbach auch Sebastian Kaifer wieder eine Option, Pascal Henne, Barton Morina und Spielertrainer Sandro Caravetta standen schon in Neumünster wieder in der Anfangsformation. „Wir fahren nach Wiesenbach, um dort gut zu performen“, hofft SCA-Abteilungsleiter auf einen starken Auftritt seiner Truppe. (her)
TSG Thannhausen – SSV Neumünster (Sa., 15 Uhr). Erfahren genug ist die Mannschaft des SSV Neumünster, um im Abstiegskampf bestehen zu können. 31,94 Jahre betrug das Durchschnittsalter beim Derby am Mittwoch gegen Altenmünster. Viel junges Blut wird beim heutigen Auftritt im Mindelstadion in Thannhausen wohl nicht dazukommen. Abteilungsleiter Stefan Neubauer bleibt ob der jüngsten Misserfolgsserie gelassen: „Wir wissen schon, wo wir herkommen und versuchen das Beste aus unserer Situation zu machen“, hat der die Hoffnung auf den ersten Dreier nach der Winterpause nicht aufgegeben. (her)
Kreisliga Nord
SSV Dillingen – SV Mauren (So., 15 Uhr). Für die SSV Dillingen gilt es, den aktuellen Rang über dem Strich bis zum Ende mit aller Kraft und vor allem Leidenschaft zu verteidigen. Dabei mithelfen soll gegen Mauren Marius Brugger, seit wenigen Tagen spielberechtigt. Der 27-jährige Defensivspezialist hat sich bereits rund um die Partie in Monheim (0:0) am letzten Sonntag extrem gut eingebracht und dürfte alsbald eine Führungsrolle im Team einnehmen. Mauren spielt unter Coach Harald Leinfelder bisher eine doch etwas überraschend ordentliche Saison und belegt mit 22 Zählern aus 18 Spielen einen respektablen achten Rang, die Tordifferenz ist mit 27:30 leicht negativ. Auch der Abgang von Simon Löfflad zum potenziellen Meister SG Alerheim während der Winterpause wurde bislang im Kollektiv kompensiert, was schon sehr vieles über die großen Stärken des Aufsteigers aussagt. Manuel Schreitmüller ist mit sechs Treffern und sechs Assists der Topscorer des SVM, dicht gefolgt von Matthias Pickel. (CHNO)
SG Alerheim – FC Lauingen (So., 15 Uhr). Nach dem von der Papierform her deutlichen vom Spielverlauf und den Chancenverhältnissen äußerst unglücklichen Niederlage gegen die SG Ebermergen reist der FC Lauingen am Sonntag zum souveränen Spitzenreiter Alerheim. Der Tabellenführer stellt den treffsichersten Angriff der Liga, wobei die Torjäger Tobias Stelzle (12 Treffer) sowie Sebastian Hertle (11) knapp die Hälfte der bis dato 47 erzielte Tore markierten. Will der FCL beim Spitzenreiter Zählbares mitnehmen, gilt es die zuletzt gezeigte Abschlussschwäche endlich abzustellen. Im Hinspiel im Auwaldstadion behielt Alerheim mit 2:1 die Oberhand. (fcljoh)
BC Schretzheim – SV Holzkirchen (So., 15 Uhr). Noch immer kann sich Schretzheims Trainer Christoph Kehrle nach der Schiedsrichterleistung bei der jüngsten 0:1-Niederlage gegen den SV Mauren nicht vollkommen beruhigen. Vielleicht ändert sich das ja nach dem Duell gegen den SV Holzkirchen, denn mit Patrick Rossow vom FC Stätzling hat der Verband einen ehemaligen Bezirksliga-Referee für dieses Verfolgerduell eingeteilt. Gewinnt das Kleeblatt gegen die Rieser und lässt gleichzeitig Monheim gegen Reimlingen Punkte liegen, wären Schretzheim neuer Tabellenzweiter. Der Vizemeister nimmt bekanntlich an der Aufstiegsrelegation zur Bezirksliga teil. Über den Modus, der dann zum Tragen kommt, hat sich Christoph Kehrle noch überhaupt keine Gedanken gemacht: „Das werden wir erst tun, wenn es so weit ist.“. (her)
TSV Hainsfarth – SV Ehingen/Ortlfingen (So., 15 Uhr). Beim Tabellenvorletzten könnte das Team von Gästecoach Florian Steppich einen ganz großen Schritt ans rettende Ufer machen. Dies weiß auch Funktionär und Spieler Max Ostermeier: „Drei Punkte wären ein Traum“, weiß er um die Bedeutung der Partie. Für Ehingen ist das Auswärtsspiel in Hainsfarth übrigens die weiteste Anreise während der gesamten Saison. Ob es im nächsten Spieljahr erneut zu einem Vergleich der beiden Mannschaften kommt? Ostermeier hat darauf keine Antwort: „Die Saison ist noch lang, da kann viel passieren. Sicher jedoch ist, dass Trainer Florian Steppich auch nächstes Jahr Coach bei den Blau-Gelben sein wird. „Egal, in welcher Liga“, so Ostermeier. (her)
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