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Wer steigt auf, wer muss runter?

Fußball-Kreisligen

Knisternde Spannung zum Saisonfinale

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    Bernd Ostertag bejubelt am letzten Vorrundenspieltag seinen „goldenen Treffer“ zum 1:0-Sieg der SSV Glött gegen Spitzenreiter Türk Gücü Lauingen. Gästespieler Sahin Tasdelen (rotes Trikot) wirkte nach dem Gegentreffer wie konsterniert. Heute geht es bei der Neuauflage des Duells um Meisterschaft und Abstiegsrelegation.
    Bernd Ostertag bejubelt am letzten Vorrundenspieltag seinen „goldenen Treffer“ zum 1:0-Sieg der SSV Glött gegen Spitzenreiter Türk Gücü Lauingen. Gästespieler Sahin Tasdelen (rotes Trikot) wirkte nach dem Gegentreffer wie konsterniert. Heute geht es bei der Neuauflage des Duells um Meisterschaft und Abstiegsrelegation. Foto: Benjamin Rößle

    Der Finaltag in den Fußball-Kreisligen West und Nord am heutigen Samstag hat es in sich. In der West-Staffel elektrisiert das Meisterschaftsrennen zwischen TG Lauingen und dem TSV Offingen die Fans, im „Norden“ sorgt dagegen der Abstiegskampf für Hochspannung. Wir zeigen auf, um was es in beiden Ligen noch geht, bevor es dann in der kommenden Woche in die Relegation geht.

    Kreisliga West

    Das Derby zwischen TG Lauingen und der SSV Glött am Samstag (15.30 Uhr) im Lauinger Auwaldstadion verspricht einen echten Kracher. Beim Gastgeber ist es ein Spiel für die Vereinsgeschichte. Der „Türkischen Kraft“ winkt ihr bislang größter Erfolg – der erstmalige Aufstieg in die Bezirksliga. Gast SSV Glött reist nach zuletzt drei Siegen in Serie an – und der Hoffnung, mit einem vierten Erfolg den Abstiegsrelegationsrang doch noch verlassen zu können. Aktuell liegt der FC Günzburg (bei TGL-Verfolger Offingen) einen Punkt vor den Lilien. Heimtrainer Sezgin Er zeigt sich fokussiert und optimistisch mit Blick auf die Ausgangslage, zumal er personell aus dem Vollen schöpfen kann: „Wenn du am letzten Spieltag Erster bist, willst du natürlich auch aufsteigen. Alle meine Spieler sind an Bord.“ Er unterschätzt die Gäste aber nicht: „Der Trainerwechsel hat bei der SSV Glött voll eingeschlagen und ihr Kader ist wieder komplett.“ Spannung ist damit garantiert – für beide Mannschaften geht es um viel. Die Ausgangslage ist klar: Gewinnt Lauingen, ist der Aufstieg perfekt. Bei einem Remis kommt es darauf an, was der TSV Offingen macht. Gewinnt der Nachbarklub aus dem Landkreis Günzburg gleichzeitig sein Heimspiel gegen den FC Günzburg, ist Offinger Erster und Bezirksliga-Aufsteiger. TG Lauingen müsste in die Relegation gegen den Vizemeister der Kreisliga Nord, TSV Monheim (Mittwoch 3. Juni). In beiden Spielen der Titelanwärter geht es für die jeweiligen Gegner darum, sich den direkten Klassenerhalt zu sichern. Glött müsste in Lauingen gewinnen und hoffen, dass Günzburg in Offingen gleichzeitig verliert. Dann wären die „Lilien“ ohne Relegation am rettenden Ufer. Bei Punktgleichheit mit Günzburg zählt der direkte Vergleich. Da dieser ausgeglichen ist, käme das Gesamttorverhältnis zur Geltung – Vorteil FC Günzburg. „Wir haben in Lauingen nichts zu verlieren. Die Mannschaft wird alles in die Waagschale werfen und dann am Ende schauen zu was es reicht“, so Bernd Lipp, der die Glötter Hintermannschaft zuletzt stabilisieren konnte und vorne ist man mit den zuletzt stark auftrumpfenden Stürmer Pius Galgenmüller und Jonas Stutzmüller immer für einen Treffer gut.

    Außer den beiden Spielen in Lauingen und Offingen, sind noch die Paarungen des SC Altenmünster gegen den SV Scheppach und des TSV Balzhausen gegen Türkiyemsport Krumbach von Bedeutung. Gesucht wird der zweite Festabsteiger neben dem SSV Neumünster (in Ziemetshausen). Scheppach liegt derzeit zwei Punkte vor Balzhausen, müsste also in Altenmünster verlieren und Balzhausen gleichzeitig sein Heimspiel gegen Krumbach gewinnen, damit der TSV noch die Relegation erreicht.

    Kreisliga Nord

    Vorne ist längst alles klar. Die SG Alerheim steigt als Meister in die Bezirksliga auf, der TSV Monheim geht in die Aufstiegsrelegation gegen den Vizemeister der Kreisliga West (TG Lauingen/TSV Offingen). Als Absteiger steht bisher nur der FC Mertingen fest. Wer Mertingen in die Kreisklasse als weiterer Absteiger begleitet, entscheidet sich im direkten Duell zwischen dem SV Mauren (27 Punkte) und dem SV Ehingen/Ortlfingen (26). Die Gäste brauchen unbedingt einen Sieg, um noch in die Relegation zu gelangen. An dieser würde auch der FC Lauingen (28) beteiligt sein, wenn er sein Duell beim FSV Reimlingen (30) nicht gewinnt. „Wir wissen, dass wir einen Sieg brauchen“, hat FCL-Sportleiter Joachim Hauf längst nachgerechnet. Im vergangenen Jahr konnte Lauingen den Abstieg in die Kreisklasse durch einen 2:0 gegen die SSV Höchstädt in der Relegation vermeiden. Diesmal wünschen sich die FCL-Verantwortlichen ein anderes Szenario: „Natürlich ist uns der direkte Klassenerhalt lieber“, lacht Joachim Hauf. Gelingt beim letztjährigen Vizemeister kein Dreier, könnte der FCL gar noch auf Rang zwölf abrutschen, je nachdem wie der andere Abstiegskracher zwischen Mauren und Ehingen/Ortlfingen endet. Verliert Reimlingen gegen Lauingen, wäre das Team aus dem Ries Teilnehmer an der Abstiegsrelegation.

    Nur noch von statistischer Bedeutung sind die Spiele der SSV Dillingen gegen den FSV Buchdorf und des BC Schretzheim beim TSV Hainsfarth. Im günstigsten Fall könnte Schretzheim noch Vierter werden, für Dillingen ist eine Verbesserung nicht mehr drin. (mit SCD)

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