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Stadtrat Höchstädt besetzt Stellvertreter des Bürgermeisters neu

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Stadtrat Höchstädt: Vier neue Gesichter und zwei neue Rollen

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    Keine neuen Gesichter, aber neue Positionen (von links): Armin Hopfenzitz ist nun Dritter Bürgermeister, Simone Bschorer übernimmt das Amt der Zweiten Bürgermeisterin. Bürgermeister Stephan Karg gratuliert.
    Keine neuen Gesichter, aber neue Positionen (von links): Armin Hopfenzitz ist nun Dritter Bürgermeister, Simone Bschorer übernimmt das Amt der Zweiten Bürgermeisterin. Bürgermeister Stephan Karg gratuliert. Foto: Simone Fritzmeier

    Bäumchen, wechsel dich – so heißt ein beliebtes Laufspiel unter Kindern, bei dem Plätze getauscht werden müssen, wenn ein bestimmter Befehl ertönt. Im Höchstädter Stadtrat geht es zwar weniger ums Spielen, aber in Sachen Rollen- und Platztausch kann das Gremium punkten. Denn die Ergebnisse der Kommunalwahl im März bringen so manche Veränderungen und Spannung mit sich. Nicht nur, dass mit Gerrit Maneth ab sofort der frühere Bürgermeister der Stadt für die Freien Wähler als Stadtrat im Gremium sitzt. Auch seine Tochter Carina hat den Sprung für Junges Höchstädt ins Gremium geschafft. Mit Ulrich Weber, Bürgerblock Deisenhofen, und Elisabeth Konle, Junge Union, bekommt der Höchstädter Stadtrat vier neue Gesichter. Am Montagabend fand die erste Sitzung der neuen Wahlperiode statt. Bürgermeister Stephan Karg ist dabei noch vor der Vereidigung der neugewählten Räte eines besonders wichtig: der Zusammenhalt im Gremium.

    Er nutzt die Gelegenheit, auch vor zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, im Sitzungssaal im Rathaus, seinen Stadtrat für die nächsten sechs Jahre zu bestärken. Er formuliert es so: „Die Wahl ist Auftrag und Verpflichtung zugleich.“ Er freue sich auf neue Impulse, bedankt sich aber auch bei den Wiedergewählten. Sie bringen seinen Worten zufolge die notwendige Erfahrung mit. Große Herausforderungen stehen an, so Karg weiter. Er spricht unter anderem von Themen wie Innenstadtentwicklung und Wohnraumschaffung. „Es geht vor allem um den Erhalt der Lebensqualität“, so der Erste Bürgermeister.

    „Alte“ Gesichter, neue Positionen im Stadtrat Höchstädt

    Dabei dürfe eines keine Rolle spielen: Parteigrenzen. Karg betont, dass unterschiedliche Meinungen wichtig seien. Aber: „Wir dürfen dabei das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen verlieren.“ Die Menschen aus der Stadt Höchstädt und den Stadtteilen würden sich auf ihre Räte verlassen. Dieser Verantwortung müssten sich alle bewusst sein. Nicht nur die vier neuen Räte, die am Abend offiziell vereidigt werden. Sondern auch die weiteren Stellvertreter des Ersten Bürgermeisters. Anders als in den Jahren zuvor ist bei dieser konstituierenden Sitzung in Höchstädt eines schnell erkennbar: Die Fraktionen haben sich im Vorfeld untereinander abgestimmt. Es kommt weder zu Diskussionen noch zu Kampfabstimmungen. Und die Höchstädter Bürgerinnen und Bürger müssen sich auch keine neuen Namen merken.

    Erneut sind es Simone Bschorer, Freie Wähler, und Armin Hopfenzitz, Umland, die Bürgermeister Stephan Karg bei Amtsgeschäften vertreten werden. Nur mit einem entscheidenden Unterschied: War bislang Hopfenzitz Zweiter Bürgermeister, hat Höchstädt mit Bschorer nun eine Zweite Bürgermeisterin. Hopfenzitz übernimmt künftig das Amt des Dritten Bürgermeisters. So auch die eindeutigen Ergebnisse nach den jeweiligen Wahldurchgängen während der Sitzung. Simone Bschorer erhält 18 von möglichen 21 Stimmen, Armin Hopfenzitz freut sich ebenfalls über 18 Stimmen. „Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben und bedanke mich für das Vertrauen“, so Bschorer. Und Hopfenzitz sagt: „Ich freue mich, dass ich auch als Parteiloser so ein tolles Wahlergebnis habe.“

    Wolfgang Konle wird emotional

    Weniger Grund zur Freude hat dagegen der wiedergewählte Stadtrat Wolfgang Konle, SPD, bei dieser ersten Stadtratssitzung am Montagabend. Unter anderem werden auch neue Verbandsräte für die Verbandsversammlung des Zweckverbandes der Sparkasse Nordschwaben bestellt. Konle vertrat die Stadt Höchstädt die vergangenen zwölf Jahre im Verband – „mit Herzblut und Engagement“, wie er betont. Doch nicht nur er, sondern auch Hans Mesch, Freie Wähler, steht für diese Position zur Wahl. Noch bevor abgestimmt wird, ergreift Konle das Wort und wird emotional: „Ich kann rechnen und weiß, dass ich die Wahl nicht gewinnen werde. Ich weiß, dass die Freien Wähler und das Umland im Vorfeld intensive Gespräche geführt haben, ich hätte mir das auch gewünscht.“

    Sie sind neu im Stadtrat Höchstädt (von links): Gerrit Maneth, Carina Maneth, Elisabeth Konle und Ulrich Weber.
    Sie sind neu im Stadtrat Höchstädt (von links): Gerrit Maneth, Carina Maneth, Elisabeth Konle und Ulrich Weber. Foto: Simone Fritzmeier

    Er habe sich immer für die Stadt starkgemacht, seiner Meinung nach brauche die Kommune beim Zweckverband eine „starke Stimme“. Er habe sich in all den Jahren voll eingebracht, auch kritisch hinterfragt und wolle sich „ausdrücklich noch einmal bewerben“. Bürgermeister Stephan Karg bremst Konle am Abend ein, eine Diskussion rund um den Zweckverband sei jetzt fehl am Platz. Am Ende heben 13 Räte für Hans Mesch die Hand nach oben, nur sieben für Konle. Stellvertreterin bleibt weiter Annett Jung, Umland.

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