Vor nicht einmal einem Monat wurde Markus Hoffmann zum Zweiten Bürgermeister von Lauingen gewählt. Diese Woche hatte er direkt seinen ersten Einsatz als Urlaubsvertreter für Katja Müller. Also tauschte er sein eigentliches Büro gegen das der Bürgermeisterin im ersten Stock des Rathauses. Ob er aufgeregt war auf dem Weg zu seiner neuen Wirkungsstätte?
„Aufgeregt nicht“, sagt Hoffmann. „Aber ungewohnt ist es schon.“ Seit 18 Jahren komme er als Stadtrat regelmäßig ins Rathaus, nicht nur in den Sitzungssaal, sondern auch ab und zu ins Büro der Bürgermeisterin. „Es ist aber was Neues, jetzt auch hinter dem Schreibtisch zu sitzen, und nicht nur davor“, erzählt er mit einem Lachen. Weitreichende Entscheidungen trifft Hoffmann in seiner Rolle als Zweiter Bürgermeister nicht, aber er hat einige To-dos bekommen, wie er erzählt. Unter anderem vertritt er sie, wenn einzelne Abteilungen im Rathaus Unterschriften brauchen, etwa wenn es um Geldbeträge geht, die freigegeben werden müssen.
In jungen Jahren wollte Markus Hoffmann Bürgermeister werden
Deshalb war der hauptberufliche Steuerberater diese Woche jeden Tag im Rathaus. In seiner Kanzlei vertritt ihn sein Geschäftspartner Manuel Beck, außerdem gibt es dort insgesamt 17 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. „Von dem her geht das gut.“ Und zur Not wäre seine eigentliche Arbeitsstelle ja nicht weit weg von der vorübergehenden. „250 Meter“, sagt Hoffmann.
Und wie fühlt man sich im sprichwörtlichen Chefsessel? Wäre das Bürgermeisteramt was für den CSU-Ortsvorsitzenden? Hoffmann lacht. In ganz jungen Jahren habe er sich überlegt, einmal Bürgermeister werden zu wollen. Aber mit der Übernahme seiner Steuerkanzlei habe sich das Thema erledigt. „Und damit bin ich auch glücklich.“ Über das Amt des Zweiten Bürgermeisters freut er sich natürlich. „Das war immer ein interessantes Ziel. Aber nur ehrenamtlich und als Stellvertreter.“
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