Beim TSV Unterthürheim werden bereits früh die Weichen für die kommende Fußball-Saison gestellt. Der Verein aus der Kreisklasse Nord 2 setzt künftig noch stärker auf den eigenen Nachwuchs und vertraut auf eine interne Lösung auf der Trainerbank. Zur neuen Spielzeit wird Patrick Heinle das Amt des Cheftrainers übernehmen und damit Marko Mladenovic ablösen. Heinle ist im Verein gut eingeführt, denn das Eigengewächs arbeitet bereits als Co-Trainer der ersten Mannschaft und genießt somit großes Vertrauen beim TSV.
Der sportliche Leiter Ronny Musch erklärt die Entscheidung: „Wir haben bereits im Winter entschieden, uns von Marko zu trennen und mit Patrick Heinle einen eigenen Trainer aufzubauen. Patrick macht schon jetzt deutlich mehr als nur die Aufgaben eines Co-Trainers. Er bringt sich in vielen Bereichen ein und hat inzwischen auch erfolgreich seine Trainerlizenz absolviert.“ Für den Verein sei es ein wichtiger Schritt, künftig noch mehr auf Identifikation und Kontinuität zu setzen.
Aktuell ist Unterthürheim Vierter
Sportlich blickt der TSV auf eine bislang starke Saison zurück. In der Kreisklasse Nord 2 belegt die Mannschaft aktuell mit 43 Punkten den vierten Tabellenplatz und gehört damit zu den positiven Überraschungen der Liga. Besonders bemerkenswert ist, dass einige junge Spieler im Team stehen. Viele Kicker stammen aus der eigenen Jugend oder wurden frühzeitig an den Herrenbereich herangeführt.
Trotz der aktuell guten Platzierung bleiben die Verantwortlichen des Vereins realistisch. „Wir sind mit Platz vier vollkommen zufrieden. Man darf nicht vergessen, dass wir eine sehr junge Mannschaft haben. Deshalb wollten wir die Erwartungen bewusst nicht zu hoch ansetzen“, sagt Musch. Gleichzeitig macht der sportliche Leiter deutlich, dass der TSV Unterthürheim ehrgeizige Ziele verfolgt: „Nächste Saison wollen wir den nächsten Schritt machen und ganz oben mitspielen.“
Ein wichtiger Grundstein dafür sei laut Ronny Musch die hervorragende Jugendarbeit, die der TSV gemeinsam mit dem SV aus Wortelstetten betreibt. Seit Jahren arbeiten beide Vereine eng zusammen und profitieren von einer stabilen Nachwuchsstruktur. „Wir haben eine Top-Jugendarbeit und schaffen es, alle Mannschaften durchgehend zu besetzen. Das ist heutzutage im Amateurfußball nicht selbstverständlich“, betont Musch stolz. Besonders erfreulich sei, dass immer wieder talentierte Nachwuchsspieler den Sprung in die erste Unterthürheimer Mannschaft schaffen und sich dort etablieren können.
„Bewegung“ am Unterthürheim Sportgelände
Nicht nur sportlich, sondern auch rund um das Vereinsgelände hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Die Verkaufshütte und das Gerätehäuschen am Sportplatz, welche vom Hochwasser betroffen waren, wurden komplett renoviert und neu gepflastert. Der Verein hofft, die modernisierte Hütte beim traditionellen Romakowski-Turnier am 7. Juni offiziell einweihen zu können. Viele ehrenamtliche Helfer haben sich bei den Arbeiten auf dem Sportgelände in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden eingebracht und damit erneut gezeigt, welchen Zusammenhalt der Unterthürheimer Sportverein lebt.
Allerdings musste der TSV Unterthürheim in den vergangenen Jahren auch schwierige Zeiten durchstehen. Besonders das Hochwasser im Jahr 2024 hat Spuren auf dem Gelände und im Bewusstsein hinterlassen. „Wir hatten damals rund 25 Zentimeter Wasser im Sportheim und auch der komplette Sportplatz war Land unter“, erinnert sich Sportleiter Ronny Musch. Die Schäden waren erheblich. Unter anderem mussten neue Türen eingebaut und verschiedene Bereiche im Sportheim saniert werden. Dennoch habe der Verein die Situation gemeinsam bewältigt und sich Schritt für Schritt zurückgekämpft.
Sportlich richtet sich der Fokus nun auf das kommende Heimspiel gegen die SSV Höchstädt. Auf den überzeugenden Derbysieg beim FC Pfaffenhofen-Untere Zusam soll der nächste Erfolg folgen. „Wir wollen natürlich nachlegen und zuhause drei Punkte holen“, sagt Musch. Den Traum vom zweiten Tabellenplatz hat der sportliche Leiter allerdings inzwischen abgehakt: „Mit der Niederlage in Oberndorf war das Thema für uns erledigt.“
Trotzdem herrscht beim TSV Unterthürheim insgesamt große Zufriedenheit. Der Verein setzt konsequent auf junge Spieler und auf nachhaltige Entwicklung. Mit Patrick Heinle an der Seitenlinie soll dieser Weg in Zukunft weiter fortgeführt werden.
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