Dieses Nadelöhr in Höchstädt sorgt bei Autofahrern und Autofahrerinnen regelmäßig für Stress. Wer aus Richtung Wertingen kommt, kann immer wieder bei der Fahrt zum Höchstädter Marktplatz verzweifeln. Linksabbieger aus der Herzogin-Anna-Straße auf die B16 in Richtung Dillingen stehen vor allem zu Stoßzeiten lange an der Kreuzung. Der Rückstau ist mitunter enorm. Jetzt könnten Ampeln für eine Verbesserung sorgen. Das Staatliche Bauamt Krumbach hat nun den schon lange erwarteten Testlauf konkret angekündigt.
14.000 Fahrzeuge täglich am Höchstädter Marktplatz
Die Behörde beschreibt die Situation, die viele ärgert, analytisch. „Der Marktplatz im Herzen von Höchstädt ist ein zentraler und wichtiger Verkehrsknoten im Zuge der Bundesstraße 16 sowie der Staatsstraße 2033 (Herzogin-Anna-Straße). Dort treffen und verteilen sich täglich bis zu 14.000 Fahrzeuge.“ Zu den Stoßzeiten sei der Verkehrsknoten überlastet, es komme insbesondere in der untergeordneten Herzogin-Anna-Straße zu langen Rückstauungen. Das Bauamt nennt weitere Unzulänglichkeiten der Verkehrssituation: Fußgänger können die B16 am Marktplatz bislang nur über den Zebrastreifen am Alten Rathaus überqueren. In der Herzogin-Anna-Straße selbst wird dies derzeit zum Abenteuer. Dort gibt es für Fußgänger und Fußgängerinnen keinen gesicherten Übergang.
Das Bauamt spricht von einer „testweisen Signalisierung des Marktplatzes“
Das Staatliche Bauamt wird jetzt in Abstimmung mit der Stadt Höchstädt testweise Ampeln aufstellen, um einen leistungsfähigen Verkehrsfluss am Marktplatz zu gewährleisten und die Verkehrssituation zu verbessern. In der Pressemitteilung ist von einer „testweisen Signalisierung des Marktplatzes“ die Rede. Dabei erhalten, wie das Bauamt erläutert, alle vier Straßenäste (B16 Marktplatz, Friedrich-von-Teck-Straße, Staatsstraße 2033 Herzogin-Anna-Straße, Zufahrtsstraße Marktplatz) provisorische Ampeln. Auch Fußgänger und Fußgängerinnen werden durch die Lichtzeichenanlagen über die Straßen geleitet. Der Zebrastreifen am ehemaligen Rathaus entfällt in der Zeit des Tests, informiert das Bauamt.
In der ersten Pfingstferienwoche sollen die Ampeln durch eine Signalbaufirma am Marktplatz aufgestellt werden. Anschließend werden die Fahrbahnmarkierungen sowie die Beschilderung an die neue Verkehrssituation angepasst. „Der Testbetrieb wird voraussichtlich am 29. Mai starten“, erläutert Baudirektor Andreas Reiser. Bis Ende des Jahres werde der Test laufen. Danach sollen die Auswirkungen auf den Verkehr beurteilt werden.
Das Staatliche Bauamt Krumbach bittet in seiner Mitteilung alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Beachtung der neuen Verkehrsregelungen am Marktplatz und um ein rücksichtsvolles Fahrverhalten. (bv mit AZ)
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