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Villenbach: Weichenstellung beim SV Villenbach

Villenbach

Weichenstellung beim SV Villenbach

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    Diese Rote Karte im Hinspiel gegen die SG Wittislingen-Ziertheim hält Villenbachs Benedikt Lutz offensichtlich für überzogen. Nach Vollzug der Fusion mit dem TSV Binswangen werden personelle Ausfälle künftig besser wegzustecken sein.
    Diese Rote Karte im Hinspiel gegen die SG Wittislingen-Ziertheim hält Villenbachs Benedikt Lutz offensichtlich für überzogen. Nach Vollzug der Fusion mit dem TSV Binswangen werden personelle Ausfälle künftig besser wegzustecken sein. Foto: Karl Aumiller (Archiv)

    Der SV Villenbach steht in Fußball-Kreisklasse West 2 auf einem soliden siebten Tabellenplatz – mit 30 Punkten. Nach einer durchwachsenen Vorrunde, die vor allem von Verletzungspech geprägt war, zeigt die Formkurve zuletzt wieder nach oben. Intern richtet sich der Blick jedoch längst in die Zukunft: mit klaren strukturellen Entscheidungen und einer richtungsweisenden Spielgemeinschaft.

    Villenbach baut auf Kontinuität

    Der SVV baut bei der Trainerbank auf Kontinuität. Ein wichtiges Signal für Stabilität setzte der Verein bereits vor einigen Wochen: Das Trainerduo Kai Rauner und Bernd Forster verlängerten seine Verträge vorzeitig. Die Verantwortlichen zeigen sich überzeugt von der Arbeit der beiden Coaches und blicken zuversichtlich auf die kommende Saison. „Wir sind sehr zufrieden mit den beiden Jungs und stehen weiterhin voll hinter ihnen“, betont der Sportliche Leiter Lukas Filbrich. Gerade für das neue Projekt sei diese Kontinuität enorm wichtig.

    Während die erste Mannschaft auf Konstanz baut, stehen bei der zweiten Mannschaft Anpassungen an. Die bereits bestehende SG mit dem TSV Binswangen bleibt bestehen, allerdings wird aktuell noch ein neuer Trainer gesucht. Zudem sei geplant, das Team künftig in der A-Klasse kicken zu lassen. „Wir wollen die zweite Mannschaft ganz bewusst weiterentwickeln und ihr eine klare sportliche Perspektive geben“, so Filbrich.

    Trotz der intensiven Phase mit mehreren Nachholspielen seien die Trainer zufrieden mit dem Engagement der Mannschaft. „Die Trainingsbeteiligung ist nach wie vor sehr gut. Das zeigt, dass die Jungs voll mitziehen“, erklärt Filbrich. Konkrete Tabellenziele für die kommende Saison gäbe es bei den Villenbacher Kickern bewusst noch nicht. Im Vordergrund stehe das Zusammenwachsen der neuen Spielgemeinschaft. Die geplante Zusammenarbeit mit dem TSV Binswangen wird als wichtiger Schritt für künftig erfolgreichen Fußball gesehen. Während der SV Villenbach eher über einen erfahrenen Kader verfügt, bringt Binswangen viele junge Spieler ein. Ziel sei eine gesunde Mischung aus Routine und Dynamik.

    Lukas Filbrich ist der Meinung, dass man als SG erst einmal zueinanderfinden müsse, dies würde Zeit brauchen. Alle hätten richtig Lust auf das Projekt und wollen mit beiden Teams erfolgreichen Fußball spielen.

    Guter Mix aus Alt und Jung

    „Wir erwarten uns einen richtig guten Mix aus erfahrenen Spielern und jungen Wilden“, erklärt Filbrich. „Gleichzeitig wollen wir frühzeitig ein Zeichen setzen, weil es immer weniger eigenständige Vereine geben wird.“ Organisatorisch ist eine gleichmäßige Aufteilung vorgesehen: Training und Spiele sollen im Wechsel stattfinden, sodass beide Sportanlagen regelmäßig genutzt werden. Man wolle nicht, dass ein Sportheim ein halbes Jahr leer stehe. So wird im Zwei-Wochen-Rhythmus gewechselt, erklärt der Sportliche Leiter.

    Die aktuelle Spielzeit verlief bislang wechselhaft. Viele Verletzungen verhinderten einen besseren Saisonstart, dennoch konnte sich Villenbach frühzeitig von den Abstiegsrängen fernhalten. Nun richtet sich der Blick nach oben, der Angriff auf Platz fünf scheint möglich. „Die Vorrunde lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, räumt Filbrich ein. Aber jetzt würden die verletzten Spieler wieder zurückkommen. Und das merke man auch an der Leistungsstärke.

    Auch abseits des Platzes bleibt der Verein aktiv. Bereits 2024 wurde eine Fotovoltaik-Anlage installiert, als Nächstes folgt die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED-Technik. Zudem zeigt sich Villenbach weiterhin als kultureller Veranstalter: Mit der Freilichtbühne („Zum weißen Rössl“), dem Candlelight-Konzert „Rock meets Chello“ und den Planungen für den Hindernislauf „Skip & Crawl 2027“ ist das gesellschaftliche Vereinsleben breit aufgestellt.

    Sportlich wartet zum Monatswechsel eine Besonderheit: Innerhalb von fünf Tagen trifft Villenbach gleich zweimal auf den SV Holzheim. Das würde für den Verein eine interessante Konstellation sein, vor allem weil sie so lange nicht mehr gegeneinander gespielt hätten. „Auch wenn es tabellarisch um nicht mehr viel geht, sind das zwei schwere Spiele gegen einen unangenehmen Gegner“, so Filbrich: „In Sachen Personal herrscht weitgehend Ruhe. Abgänge gibt es keine, externe Neuzugänge ebenfalls nicht. Der Großteil des Kaders bleibt zusammen – das ist eine richtig gute Basis für die kommende Saison.“

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