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1000. Lieferung für H125/130: Airbus in Donauwörth schafft Meilenstein

Donauwörth

1000. Lieferung für das „Arbeitstier“: Airbus in Donauwörth schafft Meilenstein

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    Rund 80 Beschäftigte arbeiten an den H125/H130-Zellen.
    Rund 80 Beschäftigte arbeiten an den H125/H130-Zellen. Foto: Bill Titze

    Es ist Hämmern, Bohren und Quietschen in dieser Halle zu hören, dutzende Mitarbeiter sind im Einsatz. Konzentriert arbeiten sie an den Zellen, in denen bald Menschen viele Meter über dem Boden unterwegs sein werden. Denn hier bei Airbus in Donauwörth fertigen Beschäftigte diese Hauptkomponenten der Modelle H125 und H130. Seit rund sieben Jahren findet diese Arbeit im hiesigen Werk statt. Nun ist ein besonderer Tag.

    Denn mittlerweile wurden 1000 dieser Kabinen ausgeliefert. Für die Mitarbeiter gibt es deshalb eine Überraschung: Auf einem Flugfeld steht nämlich zu diesem Anlass ein kompletter H125 - umringt von einer neugierigen Schar Beschäftigter. „Das ist nichts Alltägliches für sie“, erklärt Bettina Krüger deren Interesse. Denn die meisten hätten eine solche Maschine noch nie in Wirklichkeit gesehen. Krüger ist Leiterin des Donauwörther Arbeitsbereichs, in dem die Zellen für die H125 und H130 gefertigt werden. Dass viele der Mitarbeiter einen solchen Helikopter noch nicht zu Gesicht bekommen haben, liegt daran, dass in Donauwörth eben nur die Zellen produziert werden.

    Endmontage von H125 und H130 erfolgt im südfranzösischen Airbus-Werk Marignane

    Die Endmontage erfolgt im Airbus-Werk im südfranzösischen Marignane – und bald auch in einem Werk in Indien, das im kommenden Jahr fertig sein soll. Denn auch dort ist die Nachfrage nach den Hubschraubern groß. „Die Auftragslage ist sehr gut“, bestätigt Krüger. Im vergangenen Jahr wurden rund 130 H125 und fast 50 H130 bestellt. In Donauwörth wird jährlich eine dreistellige Zahl an Zellen produziert.

    In dieser Halle werden die Zellen produziert.
    In dieser Halle werden die Zellen produziert. Foto: Bill Titze

    Zum Einsatz kommen die Helikopter in verschiedenen Bereichen. Zum Beispiel in der Bergrettung, als Polizeihubschrauber oder für Krankentransporte. „Dieser Hubschrauber ist ein richtiges Arbeitstier“, sagt Krüger. Die H125 hat sogar schon einen Weltrekord aufgestellt: Sie war der erste Hubschrauber, der auf dem Mount Everest landete. Dass solche und ähnliche Aktionen möglich sind, daran arbeiten etwa 80 Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb. Sie sind gewissermaßen die Ersten, die an der genauen, individuellen Ausstattung der Kabinen mitarbeiten. Wie sollen die Sitzgelegenheiten aussehen? Welche Spiegel bekommt das Luftgefährt?

    Vier Produktionslinien von H125/130 bei Airbus in Donauwörth

    Die Produktionshalle ist etwa ein halbes Fußballfeld groß und in vier Produktionslinien eingeteilt. Zunächst findet die Montage von Zelle und Landewerk statt. Außerdem erfolgt der Einbau von kundenspezifischen Vorkehrungen. In einem zweiten Schritt bauen die Mitarbeiter die Flugsteuerung, den vor ausgerüsteten Tank sowie die Triebwerkshalterung ein. Im Folgenden werden die Türen und Frachtraumklappen eingebaut. An einer vierten Station geht es unter anderem an die Triebwerkverkleidung sowie die Rumpf- und Heckabdeckung. Schließlich erfolgt die Endkontrolle. Für jeden der einzelnen Schritte sind rund vier Arbeitstage nötig. Die Fertigung einer Zelle benötigt also rund drei Wochen. Bis die Hubschrauber tatsächlich abheben, vergehen dann noch einmal einige Monate.

    Ein fertiger H125 war in Donauwörth "zu Besuch".
    Ein fertiger H125 war in Donauwörth "zu Besuch". Foto: Bill Titze

    Einige Zeit geht auch noch ins Land, bis bei der Fertigung der H125/H130-Maschinen eine Veränderung ansteht. Im kommenden Jahr soll bekanntlich die neue Produktionshalle fertig werden, die rund 60 Millionen Euro kosten soll. Hierher soll letztlich auch die Zellenfertigung von H125 und H130 umziehen. Die bisherige Halle wird aber im Anschluss weitergenutzt, so viel kann Airbus verraten. Im neuen Arbeitsumfeld dürften die Mitarbeiter genauso konzentriert zu Werke gehen wie bisher. Und Hämmern, Bohren und Quietschen wird wohl auch dort zu hören sein.

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