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Donauwörth: Mammut-Thema Verkehr

Donauwörth

Mammut-Thema Verkehr

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    So sieht es nicht immer aus in der Donauwörther Innenstadt – hier die Reichsstraße –, aber zu Stoßzeiten oft genug. Über das Thema „Verkehr“ zerbrachen sich die Ratsherren nicht zum ersten Mal die Köpfe.
    So sieht es nicht immer aus in der Donauwörther Innenstadt – hier die Reichsstraße –, aber zu Stoßzeiten oft genug. Über das Thema „Verkehr“ zerbrachen sich die Ratsherren nicht zum ersten Mal die Köpfe. Foto: Widemann

    Es brummt in Donauwörth. Nicht jedes Jahr ist das in der städtischen Kasse so, aber zumindest auf den Hauptverkehrsstraßen hört und sieht man es. Die Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend darf deshalb getrost als Dringlichkeitssitzung tituliert werden – zumal jetzt wesentliche Kernthemen nochmals bearbeitet wurden, die schon seit Jahren auf der Aufgabenliste stehen. Andere Punkte sind bereits umgesetzt worden, aber allein die Debatte im Rathaus machte deutlich: Ist die eine Baustelle abgebaut, ergibt sich die nächste.

    Oberbürgermeister Armin Neudert wollte Ordnung in die Fülle an Aufgaben rund um den Themenbereich „Verkehr“ bringen. Klar wurde: Die Anfragen und Anträge an verschiedenen Stellen der Stadt sind zahlreich und vielschichtig. So gilt es seiner Meinung nach verkehrspolitische Handlungsschwerpunkte für die Jahre 2018/19 zu setzen – also bis zur kommenden Kommunalwahl.

    • Delp-Quartier Parkstadt
    • Bereich Krankenhaus und Schulen (Neudegger Allee und Neudegger Siedlung). Der Parkraumbedarf im gesamten Areal habe stark zugenommen. Erweiterungen der Schulen einschließlich der Neuansiedelung der Realschule St. Ursula sowie dem ebenfalls bevorstehenden Neubau einer Krankenpflegeschule auf dem Gelände der Donau-Ries-Klinik, werden das Problem eher noch verschärfen. Die Anwohner sehen sich dementsprechend einem Mehr an Verkehr und Parken in den Straßenzügen der Siedlung und in der Allee ausgesetzt. Den angedachten Bau eines neuen Parkplatzes für Mitarbeiter im Bereich der Onkologie hat der Verwaltungsrat des gKU bei seiner Sitzung am 9. März bis auf Weiteres zurückgestellt. Die Ergebnisse einer jetzt vorliegenden Studie zur Verkehrs- und Parksituation wird die Stadtverwaltung im Juni mit dem gKU erörtern und in der Bauausschusssitzung am 26. Juli vorstellen.
    • Bushaltestelle Gymnasium In den Haushaltsberatungen wurden für 2018 Haushaltsmittel für die Überplanung der Bushaltestellen am Gymnasium vorgesehen. Es geht um eine querungssichere Bushaltestelle. Im Ergebnis arbeitete ein beauftragtes Ingenieurbüro eine Lösung aus, die mit Kosten in Höhe von gut 976000 Euro zu Buche schlägt. Vorteile dieser Variante seien, so der Oberbürgermeister, die Überholmöglichkeit für Busse im südlichen Haltestellenbereich Süd und die verbesserte Anbindung der Adalbert-Stifter-Straße. Die Ausarbeitung einer Entwurfsplanung ist in Auftrag gegeben. Im Juli soll sie öffentlich vorgestellt werden. Gebaut werden soll ab 2019.
    • Radverkehrsnetz Es gilt ein sogenannter 100-Punkte-Plan: Maßnahmen sollen demnach „punktuell bei Gelegenheit und nach finanzieller Möglichkeit“ abgearbeitet werden. Zudem wurde ein Radverkehrsbeauftragter installiert. Als ein Schwerpunkt gilt die Entschärfung der Gefahrenstelle im Bereich der Kapellstraße. Radfahrer werden, vom Ried kommend, zwar über die Promenade in Richtung Zirgesheim geleitet, eine direkte Verbindung entlang des Donauufers wäre jedoch zielführender. Für eine Verlängerung des Donau-Hafens in Richtung Ried hatte der Bauausschuss Planungsleistungen zu vergeben. Ein umstrittener Punkt war dabei die Gestaltung einer notwendigen Brücke über den Kaibach, der an dieser Stelle in die Wörnitz mündet. Wie diese Brücke ausgeführt werden soll, welche Ausführung notwendig und dem Bedarf angemessen ist, und welchen Kostenrahmen der Stadtrat hierfür bereitstellt, gilt es aufgrund der dann vorliegenden Planungen noch zu entscheiden.
    • Staus Bereich Hubschrauberkreisel Im Bereich des Kreisverkehrs ist der Verkehrsfluss nicht zufriedenstellend. Es komme, so Neudert, „zu Stoßzeiten immer zu unzumutbar langen Rückstauungen“. Neben den Planungen zu einem neuen Kreisverkehr an der B16 soll auch für die Situation im Bereich am Hubschrauberkreisverkehr eine detaillierte Untersuchung und Vorplanung unter Berücksichtigung aller Verkehrsbelange (Radverkehr, Fußgänger-Querungen, Ausfahrt Media Markt, ...) in Auftrag gegeben werden.
    • Stadtbus Auch hier gibt es eine Neuerung: Die bisherige Linie 3 wird zukünftig in zwei Linien aufgeteilt – Linie 3 stellt die Verbindung Richtung Nordheim und Auchsesheim dar und die neue Linie 6 wird die Verbindung Richtung Zirgesheim abdecken. Dabei wird über eine geänderte Linienführung der Südhang und das Konversionsgelände stärker mit angebunden.
    • Verkehrskonzept Das bestehende „Verkehrslenkungs- und Steuerungskonzept“ werde fortgeführt, es wird nun um eine Analyse zur Ermittlung des Parkraumbedarfs ergänzt. Dabei geht es vor allem um die Innenstadt: Parkhaus im Spindeltal, Parkplätze am neuen Festplatz, eine mögliche Donauquerung für Fußgänger zum Airbus-Areal, Parkplatzsituation der Beschäftigten von Airbus sowie Park-and-ride- Parkplätze. Hierzu werden derzeit Planungsangebote eingeholt.

    Die Mitglieder des Bauausschusses bewerteten den Ist-Stand unterschiedlich. Manfred Hofer (EBD) äußerte, er verspreche sich nicht viel von einem neuen Parkraumkonzept. In anderen Kommunen, etwa in Fürstenfeldbruck, habe das bis dato nicht viel bewirkt. Franz Ost (CSU) hingegen betonte die Notwendigkeit eines neuen Parkraumkonzeptes, die Probleme im Bereich „Verkehr“ hätten sich verschärft. Kritisch sah Josef Reichensberger (AL/JB) das bisher Erreichte: „Wir haben stapelweise Konzepte, herausgekommen ist bislang wenig.“ Donauwörth sei „verkehrspolitisch stehengeblieben“, es müsse ein neues Parkdeck im Spindeltal geben. Heinrich Kopriwa (SPD/ BfD) mahnte an, dass Dringlichkeiten auch bei laufenden Analysen angegangen werden müssen. Indes plädierte Albert Riedelsheimer (Grüne) für einen Park-and-ride-Parkplatz im Bereich TKSV-Gelände. Gustav Dinger nannte die Mängel beim Radverkehr: „Wir kommen auf vielleicht sieben Prozent Radler, andere Kommunen liegen bei 20 Prozent.“ Es bräuchte ein beherzteres Anpacken dieses Themas. Derweil kritisierte Dr. Stefanie Musaeus (PWG/FW) eine zu schleppende Umsetzung angedachter Punkte. Man solle nicht alles zuvorderst an Planungsbüros vergeben, der Stadtrat verfüge schließlich auch über Kompetenzen.

    Klar ist laut

    Neudert

    , dass das Areal über die Sternschanzenstraße von Westen erschlossen wird und künftig vier Einfahrten, zwei innerhalb der Erstaufnahme und zwei außerhalb, in das Quartier führen. Die Erschließung für den Individualverkehr erfolgt zur

    Innenstadt

    nur über eine Verbindung in die nördliche Berger Vorstadt und zur Zirgesheimer Straße, weit östlich vor dem Bereich der

    Innenstadt

    . Nördlich des Kasernengeländes führt außerdem eine Gemeindeverbindungsstraße in den Stadtteil Zirgesheim. Für den Fußgänger- und Radverkehr gibt es drei direkte Verbindungen zur

    Innenstadt

    , diese sind jedoch aufgrund des steilen Hangs und aufwendiger Treppen- und Brückenanlagen weitgehend nicht barrierefrei und können mit dem

    Fahrrad

    nicht durchgängig befahren werden. Die Stadt

    Donauwörth

    verfolge nun das Ziel, das Kasernenareal und die Altstadt besser miteinander zu verbinden. Die Umsetzung der Anbindung solle „mittelfristig“ erfolgen. Für die fachplanerische Begleitung zum Thema wurden seitens des Stadtbauamts vier Planungsbüros zur Abgabe eines Angebots aufgefordert, es existiere zudem eine städtische Arbeitsgruppe mit Mitgliedern des Stadtrates.

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