Die Musikkapelle Rögling begeisterte beim Frühlingskonzert im Nadlerhaus zusammen mit der Jugendkapelle und dem Männergesangverein Rögling das Publikum mit einem bunt gemischten Programm.
Den Auftakt machte die Jugendkapelle unter der Leitung ihrer Dirigentin Claudia Schmid mit dem bekannten Musikstück „The Flintstones“, besser bekannt als „Familie Feuerstein“, das sie eindrucksvoll und taktsicher vortrugen. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorstand Anton Böswald wurden die Gäste bei der einfühlsam vorgetragenen Melodie „Beyond the Sea – Findet Nemo“ in die Weiten des Ozeans mitgenommen. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Rögling, Maria Mittl, bedankte sich bei den Mitwirkenden des Konzerts für deren Aktivitäten. Ins Filmgenre wechselten die jungen Musiker mit den beeindruckend vorgetragenen Musikstücken wie „Dances with Wolves“ oder der unvergesslichen „Winnetou-Melodie“. Mit der einfühlsam und taktsicher vorgetragenen Melodie „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ überzeugte die Jugendkapelle die Gäste. Mit dem bekannten französischen Volkslied „Sur le pont d’Avignon“, das beschwingt und taktsicher vorgetragen wurde, begrüßte der Männergesangverein „Concordia Rögling“ mit seinem Chorleiter Ludwig Fieger jun. die Zuhörer. Beim nachfolgenden Evergreen „Zwei kleine Italiener“, einem Lied, das einst von Conny Froboess gesungen wurde, gefielen die Sänger durch den guten Stimmausgleich und dem dynamischen Vortrag. Das bayerische Volkslied „Springt da Hirsch übern Bach“ entpuppte sich als Zungenbrecher. Der Chor überzeugte mit einem rhythmisch sicheren Vortrag und brachte so manchen Gast zum Schmunzeln.
Eine andere Klangfarbe setzten die Sänger mit dem Shanty „Ick heff mol in Hamburg en Veermaster seen“. Bei diesem Lied begeisterte Johann Wiedemann als Gesangssolist. Der Männerchor hielt sich dezent mit viel Einfühlungsvermögen als musikalische Untermalung im Hintergrund.
Die 47 Musiker der Stammkapelle eröffneten schwungvoll mit dem Marsch „Musikantengrüße“ unter der Leitung ihres Dirigenten Anton Böswald den zweiten Teil des Konzerts. Die nachfolgende „Steeephans Polka“ wurde von den Akteuren gefühlvoll intoniert und sicher vorgetragen. Als nächstes Stück brachte die Kapelle den „Schönfeld-Marsch“ zu Gehör. Bei diesem Titel überzeugten die Musiker durch die dynamische und präzise Spielweise. Bei „Happy Mallets“, einem Solostück für das Xylofon, war Regina Wittmann als Solistin zu hören. Mit ihren rasant und präzise ausgeführten Soli begeisterte sie die Zuhörer.
Dass die Musiker nicht nur ihr Instrument beherrschen, sondern auch gut pfeifen können, bewiesen sie beim „Colonel Bogey March“, der durch den Film „Die Brücke am Kwai“ weltbekannt wurde. Beim nachfolgenden Potpurri „Kennen Sie Strauß…?“, das viele bekannte Melodien der Komponisten Johann Strauß Vater und Sohn beinhaltet, bestach die Musikkapelle durch die ausdrucksvolle Vortragsweise. Mühelos meisterte sie die vielen Tempowechsel und überzeugte durch einen mit viel Einfühlungsvermögen intonierten Vortrag.
Mit diesem Titel wollte sich die Kapelle verabschieden. Doch das begeistert applaudierende Publikum erklatschte sich als Zugabe noch den Walzer von Ernst Mosch. Charmant führte Isabella Hasmüller durch das Programm der Stammkapelle. Der stellvertretende Präsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM), Theo Keller, der zugleich auch der Vorsitzende des Bezirks 16 des ASM ist, zeigte sich beeindruckt vom Leistungsstand beider Kapellen und lobte die guten Jugendarbeit im Verein. Er nahm beim Frühlingskonzert zahlreiche Ehrungen vor. Für zehn Jahre aktives Musizieren wurden Barbara Schmitt, Andreas Stegmeier und Christina Weigel sowie für 15 Jahre aktives Musizieren die Geschwister Christina Bittl, Martina Eder und Sebastian Haarnagell geehrt. 25 Jahre aktives Mitglied einer Musikkapelle zu sein, ist eine ganz besondere Leistung. Für dieses Engagement wurden Josef Ferber, Wolfgang Poisel, Regina Wittmann und Markus Zinsmeister geehrt.