Tagmersheim Dr. Ingo Beyer von Morgenstern, seit fast fünf Jahren Eigentümer des Tagmersheimer Schlosses, kommt seinem Ziel immer näher: in Nachbarschaft des Anwesens ein Polofeld zu errichten. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden nun von den Planern die aktuellen Pläne präsentiert. „Voraussichtlich bei der nächsten Sitzung werden wir endgültig entscheiden“, berichtete Bürgermeister Georg Schnell. Bis dann soll ein endgültiger Bauplan eingereicht werden.
Er jedenfalls sei von den Plänen sehr angetan. Es werde ordentlich Geld in die Hand genommen, um etwas zu schaffen, „das sehr gut zu uns passt“.
Nach wie vor sei es das Bestreben des Schlossherrn, die Bevölkerung mit einzubeziehen und eine verträgliche Anlage zu bauen. Bei dem geplanten Poloplatz handle es sich mit 90 bis 100 Metern um eine vergleichsweise schmale Anlage. Üblich seien 150 Meter.
Wenn der Gemeinderat, wie nach den Vorbesprechungen zu erwarten ist, grünes Licht gibt, will Ingo Beyer von Morgenstern noch in diesem Jahr die Aufträge für das Polofeld und den gleichzeitig geplanten Stick-and-Ball-Platz vergeben. Dann könnte das Spielfeld für den exklusiven Sport bis zum Herbst fertig sein.
Damit aber nicht genug: Die Familie des Schlossbesitzers will in diesem Jahr noch weitere Bauvorhaben auf den Weg bringen. Mit entsprechenden Anträgen hatte sich der Gemeinderat nun zu beschäftigen. Genehmigt wurden der Bau einer Stallung für drei bis vier Ponys, einer Betriebsmittelhalle sowie Pferdestallungen, die für Gastreiter zur Verfügung gestellt werden sollen, wenn beispielsweise ein Poloturnier ansteht.
Drei Planer gaben dem Gremium die aktuellsten Informationen. Thema war auch der Bau einer Reithalle mit einer Größe von 80 auf 30 Meter mit Toilettenanlagen und weiteren Vorkehrungen. Auch dieses Projekt erhielt die Zustimmung des Gemeinderats. Ob die Reithalle mit einem geplanten Vorbau allerdings auch noch in diesem Jahr verwirklicht werden kann, scheint angesichts der Größe des Vorhabens ungewiss. Die Reithalle soll, wie erläutert wurde, so konzipiert werden, dass dort im Winter Polo gespielt werden, zumindest aber ein vernünftiges Training stattfinden kann.
„Gestalterisch sieht alles sehr gut aus“, fasste Bürgermeister Schnell zusammen, der ausdrücklich betonte, dass der Kommune keinerlei Kosten entstünden. Selbst die Kosten zur Erstellung eines notwendigen Bebauungsplanes würden von Ingo Beyer von Morgenstern übernommen, wie man vertraglich festgelegt habe. (bih)