Landkreis Donau-Ries Über dem großen Gutshof Klosterzimmern brennt heiß die Sonne. Der Ort und seine Bewohner wirken ruhig und friedlich. Doch jetzt scheint es brenzlig zu werden für die „Zwölf Stämme“, die scharfer Kritik ausgesetzt sind. An ihrer Privatschule sollen die 32 dort lebenden Kinder angeblich Stockschlägen und rassistischen Äußerungen ausgesetzt gewesen sein – dies berichteten Aussteiger aus der Glaubensgemeinschaft.
Der zuständige Schulamtsdirektor Anton Kapfer aus Donauwörth versichert, dass die „Ergänzungsschule“, wie der Status der Einrichtung in Klosterzimmern lautet, vom Schulamt „intensiv“ beobachtet werde: Der Schulpsychologe Hubert Stapf besucht die Einrichtung rund zehnmal im Halbjahr. Es gäbe zwar keine Überraschungsbesuche mehr vom Schulamt wie früher, aber er habe ausreichend Gelegenheit, in Abwesenheit der Lehrer mit den Schülern zu sprechen: „Ich habe keinerlei verschlossene oder verschüchterte Kinder wahrgenommen.“
Auch Landrat Stefan Rößle mag an die Vorwürfe nicht recht glauben: „Klosterzimmern ist die am meisten kontrollierte Schule im gesamten Landkreis. Die Leistungs- und Lehrplankontrollen haben keinerlei Hinweise auf irgendwelche Zustände erbracht. Aber beobachtet wird natürlich nur der Schulbetrieb, nicht die Privatsphäre.“(vc, hum, sem)
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