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27.05.2019

Hesselbergbahn: Weitere Weiche gestellt

Wohin führt der Weg der Hesselbergbahn? Hoffentlich zurück auf sanierte Trassen, meinen die Befürworter des Bahnprojektes im Ries.
Bild: Verena Mörzl

Ausschuss im Kreistag spricht sich für die Wiederbelebung der Bahnstrecke aus. Wie es jetzt weitergeht

In Franken knallten bereits die Sektkorken. Vor einigen Tagen meldeten Medien dort nämlich bereits: „Durchbruch – Hesselbergbahn in Franken wird reaktiviert“. Ab 2024 soll die Eisenbahn demnach zumindest wieder zwischen Wassertrüdingen und Gunzenhausen rollen. Wie das Vorhaben „Reaktivierung der Hesselbergbahn“ aber weiter südlich, in Richtung Ries aussehen könnte, erscheint derweil noch ziemlich unklar.

Die Mitglieder des Verkehrsausschusses des Kreistages haben allerdings am Dienstag in Donauwörth eine weitere Weiche hin zur Wiederbelebung gestellt. Und: Am vergangenen Freitag konnten die Kreispolitiker zumindest schon mal Probe fahren – bei einer Sonderfahrt auf der alten und vielleicht auch wieder neuen Bahntrasse.

Seit Jahren ist es ein gesetztes Ziel zahlreicher Bahnfreunde im Ries: Die Strecke Nördlingen–Wassertrüdingen–Gunzenhausen soll reaktiviert werden. Der Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Technologie des Kreistages hat jetzt beschlossen, dass das Vorhaben grundsätzlich weiterverfolgt werden soll. Kritische Stimmen in den Fraktionen gab es am Dienstag in Donauwörth nicht mehr. „Der Landkreis Donau-Ries steht einer Reaktivierung von Schienenstrecken grundsätzlich positiv gegenüber“, lautet der resümierende Satz. Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) wird nun, nach einem einstimmigen Beschluss des Ausschusses, gebeten, für den Landkreis eine erneute Fahrgastprognose für die genannte Strecke zu erstellen.

Zuletzt hatte Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer (Grüne) Landrat Stefan Rößle eine Studie übergeben, welche die Wiederaufnahme des Streckenabschnittes unterstützen könnte. Laut der sogenannten „Christmann-Studie“ könnte eine Erhöhung der Fahrgastzahlen durch Anhebung der Streckengeschwindigkeit und dadurch gewonnene neue Haltestellen erreicht werden – zum Beispiel in Nördlingen-Langenwiesen und Hainsfarth (wir berichteten). 1000 Fahrgäste müssten täglich für die Strecke prognostiziert werden können, damit der Freistaat Leistungen für den Schienenverkehr bestellt. Zuletzt waren für die Hesselbergbahn-Trasse aber nur 960 errechnet worden. Ein neues Gutachten der VGN, welches jene Christmann-Studie berücksichtigen soll, wird jetzt vom Landkreis in Auftrag gegeben. Zudem soll auf Initiative von Regina Thum-Ziegler (Frauenliste) und der Grün-Sozialen-Fraktion in Kürze eine Petition gestartet werden, in die sich Unterstützer des Vorhabens „Hesselbergbahn“ eintragen lassen können.

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