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Rain: Im Rainer Erdreich liegt ein Denkmal verborgen

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Im Rainer Erdreich liegt ein Denkmal verborgen

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    Die Stadt Rain hat einen speziellen Ausgabeposten für die Erschließung des Neubaugebiets "Maximilianstraße Ii" eingeplant.
    Die Stadt Rain hat einen speziellen Ausgabeposten für die Erschließung des Neubaugebiets "Maximilianstraße Ii" eingeplant. Foto: Manuel Wenzel

    Im Frühjahr 2021 beginnen in Rain die Arbeiten zur Erschließung des Neubaugebiets „Maximilianstraße II“. Es liegt im Süden der Stadt in der Verlängerung der Maximilianstraße zwischen Münchner- und Bayerdillinger Straße. Bis zum Jahresende 2021 sollen auf einer Fläche von rund drei Hektar 26 Bauplätze und die dazugehörigen Straßen und Grünflächen entstehen. Es dürfen eineinhalbgeschossige Einfamilienhäuser (Erdgeschoss plus Dachgeschoss) sowie zweigeschossige gebaut werden.

    Die Stadt Rain investiert dort etwa 1,76 Millionen Euro für Kanal, Wasserleitungen und Straßenbau. Nicht inbegriffen sind in dieser Summe die Kosten für den Grunderwerb, die Bauleitplanung, Beleuchtung und weitere Sparten.

    Bereits eingerechnet ist hingegen ein spezieller Ausgabe-Posten – nämlich 156.000 Euro – für archäologische Grabungen. Denn wie das Landesamt für Denkmalpflege die Stadt informiert hat, liege am südlichen Rand des Neubaugebiets im Untergrund ein Bodendenkmal. Für den Fall, dass man im Zuge der Erschließungsarbeiten beim Erdaushub darauf stößt, muss es unter archäologischer Begleitung sachgerecht freigelegt werden.

    Keine Erkenntnisse über Art und Alter des Bodendenkmals

    Völlig offen ist zum jetzigen Zeitpunkt, worum es sich bei diesem Bodendenkmal handeln könnte. Das Landesamt für Denkmalpflege kann lediglich auf Luftbildern anhand von Verfärbungen sehen, dass dort Strukturen vorliegen, die von einer Besiedelung aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit herrühren.

    Wie Dr. Johann Friedrich Tolksdorf, der zuständige Experte für Bodendenkmäler beim Denkmalamt auf Nachfrage sagt, kann man erkennen, dass das Gelände irgendwann einmal verfüllt worden ist. Eine nähere Einschätzung oder Datierung sei jedoch derzeit nicht möglich, „unter anderem auch deshalb nicht, weil uns aktuell keine Oberflächenfunde vorliegen“.

    Spätere Bauherren kann Tolksdorf beruhigen. Da das Landesamt für Denkmalpflege frühzeitig in die Erschließung des Geländes einbezogen wird und im Vorfeld ausreichend geprüft wird, „wird es erfahrungsgemäß dann zu keinen Verzögerungen kommen“.

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