Wenn man wirklich freiheitlich denkt, soll man keine Angst vor Konkurrenz haben, sondern Respekt. So sollten es auch die Schulen in staatlicher Trägerschaft halten. Es ist zu begrüßen, dass eine weitere schulische Einrichtung in privater Trägerschaft in die Große Kreisstadt kommt.
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Es gibt nicht zu viele Schulen in privater Hand in unserem Land und in unserer Region, sondern zu wenige. Schulen in privater und kirchlicher/ konfessioneller Trägerschaft sind oft ein Antriebsfaktor für Reformkonzepte und Reformprozesse im Schulsystem. Es ist daher kaum zu verstehen, dass Schulen in privater Trägerschaft nach wie vor weniger finanzielle Unterstützung seitens der öffentlichen Hand erhalten als staatliche Schulen. Die Privaten stehen übrigens ebenso unter verfassungsrechtlichem Schutz wie die Staatlichen.
Es ist demnach höchste Zeit für eine gleiche Anerkennung der Privatschulen: Dann werden sie für die Allgemeinheit erschwinglicher und ein fairer Wettbewerb zwischen den Schulen, der wohl bitter nötig wäre, könnte tatsächlich entstehen.
Zudem machen die Privaten die Schullandschaft vielfältiger, was wiederum den unterschiedlichen Talenten der Kinder und den legitimen Anliegen der Eltern entspricht. Das Schulsystem verlangt nach Liberalität der Strukturen. Es ist ein altes und teils gefährliches Märchen (vor allem des politisch linken Spektrums), dass es stets nur der Staat besser macht. Dagegen wäre ein Mehr an Schulen in privater und konfessioneller Trägerschaft wünschenswert, etwa an handwerklich orientierten oder christlich ausgerichteten Einrichtungen. Bis dato gibt es aber zumindest auf dem Land keine wirkliche Auswahlmöglichkeit. Der Staat entscheidet, Eltern haben sich eben danach zu richten. Sprengelprinzip, faktische Alternativlosigkeit. Zu viel Staat, zu wenig Markt. So ist es all zu oft, ohne dass es so sein müsste.
Dass der Bauausschuss das neue Donauwörther Projekt ohne Bedenken begrüßt haben, ist löblich und spricht für eine gesunde Liberalität in der Stadt Donauwörth.