So lobenswert das Ziel der Stadt Donauwörth ist, dem Radverkehr oberste Bedeutung einzuräumen, umso unverständlicher ist das Vorgehen der Kommune. 2007 hat das Ingenieurbüro Brenner sowohl ein Verkehrskonzept als auch ein Radverkehrskonzept erstellt. Das hat richtig viel Geld gekostet – und ist in der Schublade verstaubt. Zwölf (!) Jahre ist es her, dass präsentierte Ergebnisse einfach nicht weiterverfolgt worden sind – verpasste Chancen, den Verkehrsknoten in Donauwörth zu lösen.
Zukunftsgerichtete Verkehrsplanung fehlt
Jetzt werden wieder neue Konzepte beauftragt. Das ist angesichts der Jahren ohne sichtbare Verbesserungen im Verkehr nun nötig geworden, denn in seit 2007 hat sich der Verkehr maßgeblich verändert. In wenigen Wochen wird dann Parkraumkonzept vorgestellt. Vergangene Woche ging es um Kreisverkehre und Baustellen, die das staatliche Bauamt umsetzen will. Dazu gibt es Ideen verschiedener Fraktionen, die Brücken bauen wollen oder Park&Ride-Anlage vorschlagen. Selbst die Stadträte geben zu, angesichts der vielen Verkehrskonzepte den Überblick verloren zu haben.
Es braucht ein sinnvolle, zukunftsgerichtete Verkehrsplanung Konzept, das alles integriert und ständig weiterentwickelt wird, statt einem wilden Sammelsurium verschiedener Konzepte. Und vor allem müssen diese Ideen am Ende umgesetzt werden. Sonst wird nur geredet und nichts verbessert.