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Landkreis Donau-Ries: So läuft die Notbetreuung in der Kita in der Region

Landkreis Donau-Ries

So läuft die Notbetreuung in der Kita in der Region

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    Notfallbetreuung gibt es im Landkreis Donau-Ries bislang in 34 Einrichtungen.
    Notfallbetreuung gibt es im Landkreis Donau-Ries bislang in 34 Einrichtungen. Foto: Jens Büttner, dpa

    Alle öffentlichen Einrichtungen in Deutschland sind aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend geschlossen. Auch Kitas und Schulen der Region sind davon betroffen. Das stellt viele berufstätige Eltern vor eine Herausforderung, da nicht alle die Möglichkeit haben, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Auch die Großeltern, die oft zur Risikogruppe gehören, können in der aktuellen Situation nicht immer einspringen. Wer für sein Kind keine Betreuungsmöglichkeit hat, kann es in einer Notgruppe unterbringen. Doch dafür gibt es bestimmte Voraussetzungen.

    Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales hat festgelegt, dass für Kinder, deren Eltern in „systemrelevanten“ Berufsgruppen arbeiten, in jeder Kindertageseinrichtung sowie in der Kindertagespflege eine Notbetreuung sichergestellt ist. Das Angebot gilt für alle Eltern, die unter anderem in medizinischen und pflegerischen Berufen sowie bei der Polizei, Feuerwehr, im Rettungsdienst oder im Verkauf tätig sind. Die Betreuung der Kinder soll in kleinen Gruppen stattfinden, um die Ansteckung zu vermeiden. Wie viele dies in der Praxis letztendlich sind, legen die Träger selbst fest, „wobei Kleingruppen aus Hygienegründen dringend empfohlen werden“.

    Notfallbetreuung in 34 Einrichtungen im Landkreis Donau-Ries

    Im Landkreis Donau-Ries gibt es insgesamt es 97 Krippen, Kindergärten, Horte und Häuser für Kinder. Das teilt Claudia Wernhard von der Fachstelle für Kindertagesbetreuung am Landratsamt auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Notfallbetreuungen gebe es derzeit in 34 Einrichtungen. Durchschnittlich besuchen 2 bis 3 Kinder die Kindertagesstätte, in der sie angemeldet sind. Zwei Einrichtungen betreuen mehr als fünf Buben und Mädchen, so Wernhard.

    Im städtischen Kindergarten Donauwörth werden Notgruppen aktuell mit fünf Kindern geplant“, teilt Pressesprecherin Annegret Feist auf Nachfrage mit. In Anspruch wurde die Notfallbetreuung im Schneegarten Donauwörth noch nicht genommen – gleiches gilt für den Kindergarten „Am Schloß“ in Rain.

    Der Bedarf von Notgruppen in der Region wird sich wohl noch erhöhen

    Auch im Kindergarten „Kinderherz“ in Wemding gab es noch keinen Bedarf vonseiten der Eltern. Geschäftsführerin Regina Thum-Ziegler, denkt jedoch, dass sich dies noch ändern wird: „Spätestens, wenn die Eltern in ihren Berufen dringend gebraucht werden und sie ihre Kinder nicht mehr zu Hause betreuen können, wird bestimmt Nachfrage vorhanden sein. Aber auch wenn nur ein Kind eine Betreuung bräuchte, sind wir da.“

    Um die Kinder und das Personal zu schützen, ist besonders Wert auf Hygienemaßnahmen und die Anleitung der betreuten Kinder zu legen. Thum-Ziegler erklärt: „Wir versuchen, so weit die Kinder es verstehen, mit ihnen zu sprechen. Auch das Personal soll nicht durchgewechselt werden, damit die Gruppe nur eine Kontaktperson hat.“

    Schichtplan im städtischen Kindergarten Donauwörth

    Die Stadt Donauwörth hat für den städtischen Kindergarten inzwischen einen Schichtplan für das Personal des Kindergartens eingeführt, sodass im Bedarfsfall ausreichend Personal zur Verfügung steht. „Jede Einrichtung hat allerdings in eigener Zuständigkeit weitere Maßnahmen zu prüfen, zum Beispiel wie das Abholen der Kinder geregelt wird“, so Feist. In Rain komme es auf die Größe der betreuten Gruppe an, bei drei bis fünf Kindern würde eine Erzieherin sich um die Kinder kümmern. Eltern beziehungsweise Elternteile, die betroffen sind, können sich direkt mit dem Träger oder der Leitung der jeweiligen Einrichtung in Verbindung setzen. Dort findet dann auch die Prüfung der Betreuungsvoraussetzungen abschließend statt.

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