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Rain

25.11.2020

Noch mehr Ideen für eine attraktive Altstadt in Rain

Der Rainer Wasserturm wird ebenfalls in die Bedarfsliste künftiger Sanierungsprojekte für die Städtebauförderung mit aufgenommen.
Foto: Barbara Würmseher

Plus Rain erweitert Konzept für Programm der Städtebauförderung. Auch Wasserturm, Kirchplatz, Grotte und das Thema Parken sind nun Bestandteile der Planung.

Wasserturm, Parkraumkonzept, Kirchplatz, Burggasse und Grotte: Die Planungen für die Rainer Altstadtsanierung gehen weiter und erstrecken sich nun auch auf diese neuen Vorhaben. Noch steht damit nicht fest, ob oder wann solche möglichen Projekte auch tatsächlich verwirklicht werden. Doch hat der Stadtrat zumindest grundsätzlich die Weichen dafür gestellt, indem er in seiner Sitzung am Dienstag die Liste der Örtlichkeiten beziehungsweise Inhalte erweitert hat.

Es geht um "Lebenswerte Quartiere"

Diese neuen Themen ergänzen die „Gesamtmaßnahme Altstadt“, für die die Stadt ohnehin längst Bedarf bei der Städtebauförderung angemeldet hat. Das bisherige Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ dafür bei der Regierung von Schwaben wurde nun vereinfacht und nennt sich jetzt „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere gestalten“.

Mit dem offiziellen Antrag auf finanzielle Unterstützung – nun eben auch bei ergänzenden Entwicklungsvorhaben – besteht die Chance, Zuwendungen in Höhe von 60 Prozent zu bekommen, wie Bürgermeister Karl Rehm in der Sitzung erklärte. Bund und Land tragen dabei jeweils die Hälfte. Die restlichen 40 Prozent Kosten sind dann der Eigenanteil der Stadt Rain.

Im Rathaus der Stadt Rain (Bildmitte) ist ein neues Projekt vorgestellt worden: ISEK. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich ein „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“. Dabei geht es um die Weiterentwicklung der Stadt.
Foto: Bauer

Diese Projekte sind vorgesehen

Für das Programmjahr 2021 und in den folgenden drei Jahren sind folgende Maßnahmen in Rain vorgesehen. Ob sie tatsächlich alle umgesetzt beziehungsweise begonnen werden, hängt davon ab, wie die Ergebnisse der anstehenden Haushaltsberatungen sein werden und ob die Stadt finanziell wie personell dazu im Stande ist:

Innensanierung des Westflügels im Schloss: Dieser letzte Abschnitt der Instandsetzung des kompletten Kurfürstlichen Schlosses erstreckt sich auf den Bereich links neben dem Eingangsfoyer. Dort befinden sich die Räumlichkeiten, die der Krieger- und Soldatenverein nutzt, sowie Teile der Städtischen Musikschule. Derzeit geht die Stadt von Kosten in Höhe von 585.000 Euro aus. Es gibt aber noch keine baureifen Pläne. Alles in allem läuft die Sanierung unter dem Leitgedanken „Umbau zu einem Zentrum für Kultur und Bildung“.

Dieser Computerentwurf zeigt wie der künftige Schlossstadel (links) aussehen könnte. Er stammt vom Architektur- und Stadtplanungsbüro „Atelier Lüps“ aus Schondorf und ging in einer Machbarkeitsstudie als Sieger unter mehreren eingereichten Vorschlägen hervor.

Im Frühjahr beginnen die Bauarbeiten am Schlossstadel

Vor dem Westflügel soll allerdings zunächst erst der Schlossstadel realisiert werden – der Neubau des Nebengebäudes an der östlichen Mauer zwischen Schloss und Kindergarten. Wie berichtet ist dort ein funktionaler Bau geplant, in dem es um Abstellflächen und Toiletten geht. Dieses Wirtschaftsgebäude kostet geschätzt zwischen 300.000 und 350.000 Euro. Baubeginn soll im Frühjahr 2021 sein.

Um die Parksituation zu überdenken, ist ein Parkraumkonzept angedacht. Bürger hatten sich mit diesem Thema im vergangenen Jahr per Unterschriftenliste bei der Stadt gemeldet. Ein solches Konzept könnte, so Bürgermeister Rehm, neben Aufwertung bestehender Gebäude, Schließung von Baulücken, Verbesserung öffentlicher Flächen und anderem eine weitere Entwicklung der Innenstadt bedeuten.

Planungswettbewerbe sind vorgesehen

Machbarkeitsstudien und/oder Planungswettbewerbe sollen finanziell mit eingeplant werden. Sie sollen im Vorfeld einer Sanierung den speziellen Anforderungen des historischen Altstadtensembles gerecht werden.

Wie kann Rains Innenstadt noch schöner, wie die Infrastruktur weiter optimiert werden? Mit Fragen wie diesen setzt sich da „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“ auseinander. Der Stadtrat hat sich jetzt dafür ausgesprochen, an diesem Programm teilzunehmen.
Foto: Archivfoto: Simon Bauer

Die Neugestaltung des Johannisviertels rings um die katholische Stadtpfarrkirche soll auch um den Kirchplatz selbst erweitert werden. Dieses Konzept ist auch Bestandteil des ISEK-Programms. Die Stadt Rain hat vor, anstatt eines schlichten Asphalts als Straßenbelag höherwertiges Material für eine ansprechendere Gestaltung zu verwenden. Dieser Mehraufwand wird ebenfalls bezuschusst. Die Verwaltung rechnet mit förderfähigen Kosten in Höhe von 600.000 Euro.

Privateigentümer können ebenfalls ihre Immobilien gestalten

Privateigentümer von Häusern in diesem Viertel können ebenfalls Möglichkeiten der finanziellen Förderung in Anspruch nehmen, um beispielsweise Fassaden und Flächen zu gestalten.

Neu in den Überlegungen bezüglich der Altstadtsanierung ist auch die Aufwertung der Bereiche Burggasse/Grotte. Dort geht es um das Schlagwort „Grüne Infrastruktur“. Im Vorgriff – so rät die Verwaltung – sollte der Wasserturm in der Burggasse renoviert werden.

Der Stadtrat Rain war sich am Ende einig, auch die neuen Vorschläge bei der Städtebauförderung anzumelden. Die Haushaltsberatungen werden nun ergeben, wie ein Finanzplan aussehen kann, um die erforderlichen Eigenmittel zur Verfügung zu stellen.

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So soll der neue Schlossstadel in Rain aussehen

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