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Abschied für Bürgermeister Günther Pfefferer: Monheim blickt auf 14 Jahre zurück

Monheim

„Es war kein Beruf, es war wie ein zweiter Herzschlag“: Monheims Abschied von Günther Pfefferer

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    Bürgermeisterin Anita Ferber (links) überreichte ihrem Vorgänger Günther Pfefferer (mit Gattin Lydia) mehrere Präsente
    Bürgermeisterin Anita Ferber (links) überreichte ihrem Vorgänger Günther Pfefferer (mit Gattin Lydia) mehrere Präsente Foto: Thomas Unflath

    14 Jahre lang hat er als Bürgermeister die Jura-Stadt Monheim entscheidend geprägt und geführt. Kurz nach Beginn seines Ruhestands wurde Günther Pfefferer nun mit einem großen Festakt gebührend verabschiedet. Zu seinen Ehren gab es einen Abend mit Überraschungen und bewegender Erinnerungen.

    Auftakt war ein Standkonzert der Stadtkapelle Monheim vor dem Rathaus. Angeführt von den Musikern zogen Gäste und Fahnenabordnungen zur Stadthalle. Dort sangen die Buben und Mädchen des Kindergartens drei persönliche Abschiedslieder für Pfefferer. Unterstützt vom Kindergarten-Team präsentierte der Nachwuchs auch einen Rückblick auf die Bauphase des Kita-Gebäudes. Zum Auszug sangen die Kinder schließlich: „Wir sagen Tschüss und auf Wiedersehen, die Zeit mit dir war wunderschön.“

    Pfefferer hat als Läufer acht Marathons bestritten

    In ihrer Begrüßung sagte Bürgermeisterin Anita Ferber, man habe Menschen eingeladen, mit denen ihr Vorgänger Pfefferer im Amt immer wieder zu tun hatte. Sie bedankte sich bei den Beteiligten, allen voran Cheforganisator Peter Ferber vom Stadtaktivmanagement.

    Stellvertretend für alle Vereine hielt Peter Bullinger ein Grußwort. Er betonte, dass Vereine das Herzstück einer Stadt seien, sie würden Gemeinschaft schaffen. Pfefferer hätte diese Bedeutung stets im Blick gehabt, so Bullinger, und skizzierte dessen Verbundenheit zu zahlreichen Ortsvereinen seit Jugendzeiten. So habe der frühere Bürgermeister als Läufer der LG Warching auch acht Marathons bestritten. In Pfefferers Amtszeit konnten mehrere bedeutende Projekte für verschiedene Vereine umgesetzt werden, würdigte Bullinger.

    : Gemeinsamer Marsch mit Günther Pfefferer (Mitte) vom Rathaus zur Stadthalle
    : Gemeinsamer Marsch mit Günther Pfefferer (Mitte) vom Rathaus zur Stadthalle Foto: Thomas Unflath

    Staatssekretär Lange zu Pfefferer: „Auf dich konnte man sich stets verlassen!“

    Als langjähriger Weggefährte in der CSU sprach MdB und Parlamentarischer Staatssekretär Ulrich Lange. Er blickte speziell auf das politische Wirken Pfefferers und dessen Tätigkeit als Bürgermeister. „Du hast dieses Amt gelebt – und in 14 Jahren einiges erlebt“, so Lange. Kommunalpolitik bedeute eine besondere Nähe zu Menschen, sie verlange die Fähigkeit des Zuhörens, der Standfestigkeit und auch den Umgang mit Kritik. In seinen insgesamt 25 Jahren als Stadtrat und Bürgermeister sei Pfefferer in diese Verantwortung hineingewachsen, bilanzierte Lange. Auch persönlich richtete er Worte an die Person des Abends: „Auf dich konnte man sich stets verlassen. Es war gut für Monheim, dass es dich gab.“

    Einlage vom Verein zur Gestaltung der Freizeit (VGF) Wittesheim, Andreas und Martina Rosenwirth (von links) stoßen mit ihren Liedern für die Abschiedsfeier von Günther Pfefferer bei Ludwig Hirschbeck auf wenig Gegenliebe.
    Einlage vom Verein zur Gestaltung der Freizeit (VGF) Wittesheim, Andreas und Martina Rosenwirth (von links) stoßen mit ihren Liedern für die Abschiedsfeier von Günther Pfefferer bei Ludwig Hirschbeck auf wenig Gegenliebe. Foto: Thomas Unflath

    In einer sehr launigen Einlage führten Ludwig Hirschbeck sowie Andreas und Martina Rosenwirth (Pfefferers Schwester) vom Verein zur Gestaltung der Freizeit (VGF) Wittesheim vor, wie sich ein Musik-Duo bei einem städtischen Verantwortlichen (Hirschbeck) um einen Auftritt bei der Abschiedsfeier bewirbt. Doch sämtliche Lieder des Duos „Einmal nur bestellt“ fanden beim Organisator keinen Anklang. Dabei wurden in den Stücken zur besten Unterhaltung der Gäste einige Geheimnisse um den langjährigen Bürgermeister gelüftet: Dass er sich etwa fast nur von Schnitzeln ernährt, bislang nahezu immer ohne Helm radelt (dafür wurde er an diesem Abend mehrfach gerügt) und schließlich kam auch noch heraus, wie ein Bauhof-Mitarbeiter beim Rangieren mit einem Fahrzeug das damals neue Auto des Rathauschefs beschädigte. Doch selbst mit dem Lied „Mit 66 Jahren“ hatten die Musiker bei Hirschbeck keinen Erfolg… Stattdessen enterten die Monheimer Stadthexen die Halle und baten den früheren Bürgermeister zum Tanz.

    Einlage vom Verein zur Gestaltung der Freizeit (VGF) Wittesheim, Andreas und Martina Rosenwirth (von links) stoßen mit ihren Liedern für die Abschiedsfeier von Günther Pfefferer bei Ludwig Hirschbeck auf wenig Gegenliebe.
    Einlage vom Verein zur Gestaltung der Freizeit (VGF) Wittesheim, Andreas und Martina Rosenwirth (von links) stoßen mit ihren Liedern für die Abschiedsfeier von Günther Pfefferer bei Ludwig Hirschbeck auf wenig Gegenliebe. Foto: Thomas Unflath

    Die Familie auf der Bühne für ein emotionales Lied

    Emotional wurde es, als Pfefferers Gattin Lydia mit den Kindern Florian, Bernadette und Fabian sowie deren Partnern und den Enkelkindern die Bühne betrat. In Anlehnung an das vom Familienoberhaupt geschätzte Stück „I sing a Liad für di“ von Andreas Gabalier musizierte die Familie zusammen und stimmte dabei immer wieder die Zeile „Günther, unser allerbestes Stück“ an.

    Dem so gewürdigten langjährigen Bürgermeister oblag es, die letzten Worte des offiziellen Teils zu sprechen. „Es ist kein Beruf, den man abends einfach so ablegt. Es ist eher wie ein zweiter Herzschlag“, ließ er wissen. Er erinnerte an Höhepunkte seiner Zeit als Bürgermeister, wie etwa den Neubau der Kita, den Umbau des Kreuzwirts zu einem „Haus der Vereine“, die Hallenbad-Sanierung sowie wichtige Vorhaben in den Ortsteilen. Pfefferer dankte der Bevölkerung für Vertrauen und konstruktiven Austausch. Sichtlich bewegt richtete er auch Dankesworte an Ehefrau Lydia und die Familie. Abschließend meinte er: „Es war mir eine Ehre und ein großes Privileg, Monheim dienen zu dürfen.“

    Von Nachfolgerin Ferber erhielt Pfefferer Präsente, darunter auch ein Schild mit der Aufschrift „Wohnung des 1. Bürgermeisters“. So wurde einst im heutigen Stadtteil Wittesheim auf den Wohnsitz des Dorfoberhauptes hingewiesen. Nach einem Buffet stand nach Einbruch der Dunkelheit der stimmungsvolle Schlusspunkt der Feier an: Ein großer Zapfenstreich mit Fackeln und musikalisch untermalt von der Stadtkapelle.

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