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"Dieses Haus wird leben“: Haus der Vereine in Mertingen ist nun eröffnet

Mertingen

"Dieses Haus wird leben“: Haus der Vereine in Mertingen ist nun eröffnet

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    Bürgermeister Stephan Kreuzer, Zott-Verwaltungsratsvorsitzende Christine Weber und Landrat Michael Dinkelmeier freuen sich über das neue Haus der Vereine.
    Bürgermeister Stephan Kreuzer, Zott-Verwaltungsratsvorsitzende Christine Weber und Landrat Michael Dinkelmeier freuen sich über das neue Haus der Vereine. Foto: Bill Titze

    Ganz frisch riecht es in diesen Räumen. Und tatsächlich wurden diese gerade erst fertiggestellt. In Zukunft soll sich hier, im Haus der Vereine, ein Gutteil des öffentlichen Lebens Mertingens abspielen. Nun fand die offizielle Eröffnungsfeier statt, bei der alle Redner die Bedeutung dieses Gebäudes hervorhoben. Warum die zwei Hauptnutzer aus seiner Sicht bestens zu den neuen Räumen passen.

    „Heute weihen wir nicht nur ein Gebäude ein, sondern einen Ort für Gemeinschaft, für Musik, Freude und Austausch und wohl auch die eine oder andere lange Nacht“, sagte Kreuzer. Kontrovers wurde unter Kreuzers Vorgänger Veit Meggle im Gemeinderat über dieses Projekt diskutiert, auch der Abriss der zuvor leer stehenden Industriehalle stand zur Debatte. Letztlich entschieden sich die Verantwortlichen aber anders. Kreuzer dankte den Beteiligten: „Mein Amtsvorgänger und der letzte Gemeinderat haben die Grundlage für das Haus der Vereine gelegt.“

    Gebäude steht allen Mertinger Vereinen zur Verfügung

    Hauptnutzer werden der Faschingsverein und der Musikverein sein, beide können entsprechende Räume für sich verwenden - bei der Entkernung halfen Vereinsmitglieder mit. Der Faschingsverein verfügt künftig über knapp 108 Quadratmeter plus weitere 57 Quadratmeter, der Musikverein über einen Probenraum mit 180 Quadratmeter und einen weiteren über knapp 50 Quadratmeter. 

    Im Probenraum wurde eine Akustikdecke eingebaut, ebenso wie ein Schwingboden. Was aus deren bisherigen Räumen im ehemaligen Kindergarten wird, steht noch nicht fest. „Wo diese beiden Vereine auftreten, ist gute Stimmung garantiert“, so Kreuzer. So entstehe wiederum Gemeinschaft. Aber auch die anderen Mertinger Vereine können das Gebäude nutzen. Dafür steht ein Multifunktionsraum mit knapp 100 Quadratmetern zur Verfügung. „Es ist ein offenes Haus für unsere ganze Gemeinde.“

    Diverse Räume stehen für Vereine zur Verfügung.
    Diverse Räume stehen für Vereine zur Verfügung. Foto: Bill Titze

    Im Vorfeld wurden die Kosten des Projekts auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Die genauen Zahlen sind laut Kreuzer aber noch nicht bekannt, da Rechnungen noch ausstünden. Kreuzer dankte ausdrücklich der Mertinger Firma Zott, die das Haus der Vereine durch großzügige finanzielle Unterstützung überhaupt erst möglich gemacht habe. „Dass ein Unternehmen nicht nur zurückblickt, sondern der Heimat etwas zurückgibt, verdient großen Respekt und Anerkennung.“ Im Windschatten des unternehmerischen Erfolgs der Firma habe auch die Gemeinde prosperieren können. Die Firma feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum.

    Unternehmen Zott dankt der Gemeinde Mertingen

    Dieses Bild griff die Zott-Verwaltungsratsvorsitzende Christine Weber auf. Wer anderen Windschatten bieten wolle, der müsse selbst schnell fahren können. „Und um schnell fahren zu können, braucht es gute Wege.“ Diese habe die Gemeinde dem Unternehmen eröffnet. Das Herz von Zott schlage in Mertingen, unternehmerischer Erfolg entstehe dort, wo Gemeinschaft funktioniere. „Die finanzielle Zuwendung verstehen wir nicht als Geschenk, sondern als Ausdruck tiefer Verbundenheit und Dankbarkeit gegenüber unserer Heimatgemeinde.“ Der Wunsch sei, dass das Haus der Vereine über Jahrzehnte ein Ort des Miteinanders bleibe.

    In eine ähnliche Kerbe schlug auch Landrat Michael Dinkelmeier. Er betonte, dass das Haus aus viel mehr bestehe als lediglich Beton und Holz. „Nein, hier ist ein ganz besonderer Ort des Miteinanders entstanden.“ Die Vereine seien ein Rückgrat der Gesellschaft, unerlässlich in Städten und Gemeinden. Dieses Gebäude biete zukünftig ein gemeinsames Zuhause. „Es sind beste Voraussetzungen für ehrenamtliches Engagement.“ Und Bürgermeister Stephan Kreuzer ließ keinen Zweifel an der Zukunft des Hauses aufkommen: „Dieses Haus wird leben.“

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