Anja und Bernd stehen in Zusum vor einem großen Loch im Erdboden. Dort, wo der Bagger sich tief in das Grundstück schaufelt, hat bis zum 30. April noch ihr Einfamilienhaus gestanden. Mehr als das: Es war Anjas Elternhaus, das die 51-Jährige zusammen mit ihrem Mann (57) liebevoll über Jahrzehnte ganz nach eigenen Ideen hergerichtet hat, in dem neben viel Idealismus, Kraft und Geld vor allem auch Kindheitserinnerungen gesteckt haben. Auch viele Spuren ihrer eigenen Familie. „Das Haus war so etwas wie unser Lebenswerk“, erzählt Anja. „Wir waren gerade erst mit allen Umbauten fertig geworden, hatten zwei Tage zuvor die letzte Rigipsplatte befestigt.“ Und dann war plötzlich nichts mehr wie zuvor. Denn dann kam das Hochwasser.
Hochwasser in Schwaben
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