Herr Heininger, was haben Sie gedacht, als Sie von der Absage des Nachtumzugs gehört haben?
UDO HEININGER: Im ersten Moment war ich geschockt, weil es einfach unheimlich schade ist für den Verein und alles was dran hängt. Im zweiten Gedankengang konnte ich es vollkommen nachvollziehen. Jedes Jahr kommen bei den Umzügen neue Auflagen dazu, du brauchst immer mehr freiwillige Leute bzw. Helfer. Irgendwann ist einfach eine Grenze erreicht.
Um welche Auflagen geht es dabei?
HEININGER: Zum Beispiel brauchen wir in Genderkingen nächstes Jahr Betonpoller, versehen mit einem Hubwagen, für unsere Zufahrtsstraßen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Pkws zum Sperren der Straßen zu nutzen. Doch da muss immer die Person mit Fahrzeugschlüssel vor Ort sein, damit er das Auto im Notfall wegfahren kann. Das heißt, ich bräuchte beim Umzug in Genderkingen wieder vier bis fünf zusätzliche Helfer, die sich dazu bereit erklären. Vergangenes Jahr hat das noch die Polizei übernommen, in diesem Jahr müssen wir uns aber um die Absperrungen selber kümmern. Das bedeutet zusätzliche Kosten und Personalaufwand. Selbst Feldwege, die zur Umzugsstrecke führen, müssen abgesperrt werden. Wie wir es machen, wissen wir noch nicht sicher.
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