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Genderkingen entscheidet über Bürgermeister, Ausschüsse und Geschäftsordnung

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Genderkingen startet mit neuen Gesichtern, frischen Ideen und überraschenden Wahlen

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    Das neue Bürgermeister-Trio, von links Thomas Meier, Leonhard Schwab und Roman Forster.
    Das neue Bürgermeister-Trio, von links Thomas Meier, Leonhard Schwab und Roman Forster. Foto: Adalbert Riehl

    „Ich freue mich auf sechs Jahre Zusammenarbeit und Fortschritt der Gemeinde. Große Herausforderungen können wir nur gemeinsam gerecht werden. Ich bitte, dass wir die getroffenen Entscheidungen alle mittragen.“ So eröffnete Bürgermeister Leonhard Schwab die erste Sitzung der neuen Amtszeit. 25 Besucher waren ins Bürgerhaus gekommen.

    Schwab, die sechs wieder- sowie sechs neu gewählten Gemeinderäten hatten sich gut vorbereitet. Am 8. März waren alle sieben bisherigen Räte, die auf dem Stimmzettel standen, wiedergewählt worden. Andreas Glaß hatte jedoch fristgemäß das Mandat abgelehnt, so dass Marc Zimmermann als Listennachfolger der CSU am Sitzungstisch saß. Neu im Gremium sind weiter Kathrin Bairlein (CSU), Roman Forster, Manuel Schweier, Katja Hornauer und Gabriel Wirtz (alle Freie Bürger).

    Doppelte Überraschung nach der Vereidigung

    Nach Vereidigung der Neuen gab es eine doppelte Überraschung: für den Zweiten Bürgermeister gab es keinen Vorschlag – aber trotzdem ein eindeutiges Ergebnis. Thomas Meier wurde mit neun Stimmen gewählt, dreimal wurde Gudrun Geillinger genannt, ein Stimmzettel war ungültig. Beim Dritten Bürgermeister gab es zwei Vorschläge: Roman Forster wurde mit acht Stimmen gewählt, Gudrun Geillinger erhielt fünf Stimmen.

    Einstimmig wurden die Delegierten samt Stellvertretern für Verwaltungsgemeinschaft und Wasserzweckverband Oberndorf bestellt. Neben Bürgermeister Schwab, der Kraft Amtes dabei ist, sind dies Thomas Meier und Marion Mayr (Verwaltungsgemeinschaft) sowie Christian Böck, Alexander Hartung und Manuel Schweier (Obern­dor­fer Gruppe). Beim Wasserzweckverband hat, so Bürgermeister Schwab eingangs, aufgrund des Anteils von jetzt nur noch 30,2 Prozent nur noch vier statt fünf Sitze.

    Die neuen Gemeinderäte vor ihrer Vereidigung, von links Manuel Schweier, Katja Hornauer, Marc Zimmermann, Kathrin Bairlein, Gabriel Wirtz und Roman Forster.     KODAK Digital Still Camera
    Die neuen Gemeinderäte vor ihrer Vereidigung, von links Manuel Schweier, Katja Hornauer, Marc Zimmermann, Kathrin Bairlein, Gabriel Wirtz und Roman Forster. KODAK Digital Still Camera Foto: Adalbert Riehl

    Beibehalten wird der Rechnungsprüfungsausschuss, dem Thomas Herre (Vorsitzender), Roman Forster (Stellvertreter), Manuel Schweier und Marc Zimmermann angehören. Das Quartett bildet unter Vorsitz von Bürgermeister Schwab zugleich den vorberatenden Finanzausschuss.

    Es gibt nun neu einen Kulturausschuss

    „Vor dem Hintergrund der Bedeutung des kulturellen Lebens für die Attraktivität und Identität der Gemeinde wird die Bildung eines Kulturausschusses vorgeschlagen,“ lautete eine Sitzungsvorlage. Einstimmig wurde dieses Gremium wieder eingerichtet und mit Christian Böck, Gudrun Geillinger, Katja Hornauer und Kathrin Bairlein besetzt. Auf Grundstücks- und Bau-, sowie Flurausschuss verzichtet die Gemeinde ab sofort – auch darüber herrschte Einigkeit. Man sehe die beratende Tätigkeit von Referenten als flexibler; die Entscheidungen bleiben beim Gemeinderat. Genderkingen setzt erstmals auch auf externe Expertise: bestellt wurden der Informatiker Frank Litzl, der bisherige Zweite Bürgermeister und Förster Michael Fürst sowie Landwirt Michael Böck.

    Das sind die acht Referate: Kindertagesstätte und Grundschule (Wirtz und Mayr), Jugend (Bairlein und Geillinger), Vereine und Ehrenamt (Forster und Zimmermann), Feuerwehr und öffentliche Sicherheit (Schweier und Wirtz), Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (Wirtz und Litzl), Familie, Senioren und Soziales (Hornauer und Geillinger), Forst und Wald (Christian Böck und Fürst) sowie Landwirtschaft und Wegebau (Bairlein, Hartung und Michael Böck).

    Sitzungsgeld beträgt 35 Euro

    Eine Mehrheitsentscheidung gab es bei der Geschäftsordnung. Alexander Hartung monierte am Entwurf, dass die Verdoppelung der Entscheidungsbefugnis des Bürgermeisters unangemessen sei. Leonhard Schwab begründete den Vorschlag, der 10.000 Euro (statt bisher 5000 Euro) für planmäßige Haushaltsmittel vorsieht, mit dem Muster des Gemeindetages und der Handhabung in den weiteren VG-Gemeinden. Sein Entwurf fand mit zehn zu drei Stimmen die Mehrheit. Das Sitzungsgeld legte man einstimmig auf 35 Euro fest.

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