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Gewählte Stadträte in Wemding verzichten auf Posten

Wemding

Gewählte Stadträte treten in Wemding ihre Ämter nicht an

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    Dem künftigen Stadtrat in Wemding werden zwei Personen, die eigentlich in das Gremium gewählt wurden, nicht angehören.
    Dem künftigen Stadtrat in Wemding werden zwei Personen, die eigentlich in das Gremium gewählt wurden, nicht angehören. Foto: Wolfgang Widemann

    Da wundert sich wohl so mancher Bürger, der an der Kommunalpolitik in Wemding interessiert ist: Die Stadt hat jetzt das „abschließende Ergebnis“ der Stadtratswahl veröffentlicht. Dieses hatte zuvor der örtliche Wahlausschuss festgestellt. Auf den Listen tauchen mehrere Personen, die als Kandidaten antraten, nicht mehr auf. Es fehlen auch zwei Bewerber, die am 8. März eigentlich den Sprung in den Stadtrat schafften.

    Auf der Liste mit dem Wahlergebnis von Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke sind gleich zwei Namen an der Spitze verschwunden: Werner Waimann und Anna Schlecht. Waimann erhielt 389 Stimmen und landete damit auf Platz eins, Schlecht folgte mit 371 auf Rang zwei. Die Liste holte sich einen Sitz in dem Gremium. Jedoch teilten sowohl Waimann als auch Anna Schlecht schriftlich mit, die Wahl nicht anzunehmen. Dies geschah innerhalb einer Frist von einer Woche nach dem Wahltermin. Während dieser Zeit kann der Verzicht ohne Begründung erklärt werden. Der amtierende Stadtrat Werner Waimann nahm bereits seit mehreren Jahren aus gesundheitlichen Gründen an keiner Sitzung mehr teil.

    Kandidat mit drittbestem Ergebnis bekommt einzigen Sitz im Wemdinger Stadtrat

    Laut Geschäftsleiterin Rosalinde Meyer sehen die gesetzlichen Bestimmungen vor, die Bewerber nach ihrem Verzicht nicht mehr im offiziellen Wahlergebnis aufzuführen. Ihre Stimmen zählen aber weiterhin. Dem künftigen Stadtrat gehört Daniel Strauß an, der auf der Liste der Grünen und der Linkspartei die drittmeisten Stimmen (364) einheimste. Damit errang Strauß bei den Kommunalwahlen auf Anhieb gleich zwei Mandate. Für die Linkspartei sitzt er auch im neuen Kreistag Donau-Ries.

    Das offizielle Resultat der SPD-Liste in Wemding unterscheidet sich ebenfalls von der ursprünglichen Kandidatenliste. Im Februar starb überraschend Kandidat Klaus Karsten. Der stand auf dem Wahlzettel und erhielt 49 Stimmen. Karsten wird nun im Ergebnis nicht mehr genannt.

    Michael Dinkelmeier kann theoretisch in den Stadtrat in Wemding nachrücken

    Eine weitere Besonderheit: Auf der Liste der PWG/FW landete Michael Dinkelmeier ganz vorne, ist jetzt aber auf Rang fünf gesetzt, obwohl er bei der Stadtratswahl mit 3724 Stimmen das beste Resultat überhaupt einfuhr. Der Grund dafür ist bekannt: Dinkelmeier wurde im Donau-Ries-Kreis zum künftigen Landrat gewählt, womit er laut Gesetz nicht gleichzeitig Stadtrat sein darf. Davon profitiert Sebastian Dunzinger (530 Stimmen), der nachrückt. Dinkelmeier bleibt im Resultat gelistet, denn, so ist Rosalinde Meyer zufolge in den Bestimmungen ebenfalls festgeschrieben: Sollte einer der vier PWG/FW-Stadträte aus dem Stadtrat ausscheiden und wäre Michael Dinkelmeier zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Landrat, dürfte er ja nachrücken.

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