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Landrat Stefan Rößle: Konnte den Kreis Donau-Ries ein Stück weit zusammenführen

Interview

„Konnte den Landkreis ein Stück weit zusammenführen“: Stefan Rößle im Abschieds-Interview

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    24 Jahre war der Christsoziale Stefan Rößle Landrat im Kreis Donau-Ries. Am 30. April endet seine Amtszeit und Michael Dinkelmeier (FW) übernimmt.
    24 Jahre war der Christsoziale Stefan Rößle Landrat im Kreis Donau-Ries. Am 30. April endet seine Amtszeit und Michael Dinkelmeier (FW) übernimmt. Foto: Thomas Hilgendorf

    Herr Rößle, wie fühlt es sich an, nach 24 Jahren als Landrat in ein paar Tagen aus dem Amt auszuscheiden?

    STEFAN RÖSSLE: Es ist ein Wechselbad der Gefühle. Aber bis zum 30. April ist mein Terminkalender so voll, dass es schwer ist, sich damit auseinander zu setzen, dass es jetzt vorbei ist. Viele hier im Amt wollen mich noch mal sprechen, viele Mitarbeiter, aber auch viele Bürger, die allesamt noch Anliegen haben. Es sind viele schöne Momente dabei: Die Mitarbeiter der Kämmerei wollten mich unter dem Vorwand der Jahresrechnung dringend sprechen - sie kamen dann mit selbst gedichteten Abschiedsliedern samt Klavier. Das sind bewegende Momente. Ich muss schauen, dass alles reinpasst in den Kalender, jetzt, in den letzten Tagen - denn ich will das Haus sauber übergeben. Ich habe auf meiner Aufgabenliste noch 170 Punkte, die kriege ich gar nicht alle weg. Es sind aktuell anstrengende Tage, aber ich habe kein Maßband und zähle die Tage. Klar ist aber: Am 30. April bin ich draußen. Derzeit ist mein Nachfolger Michael Dinkelmeier oft dabei bei den Terminen und die Zusammenarbeit läuft sehr harmonisch.

    2008 sorgte Landrat Stefan Rößle überregional für Furore, als er in Babypause ging.
    2008 sorgte Landrat Stefan Rößle überregional für Furore, als er in Babypause ging. Foto: Wolfgang Widemann, Archivfoto

    Wie war es, als Michael Dinkelmeier Ihnen eröffnete, dass er kandidieren will?

    ICH KOMME MIT BEIDEN KANDIDATEN, DIE IN DER STICHWAHL WAREN, GUT AUS - MIT CLAUDIA MARB EBENSO WIE MIT MICHAEL DINKELMEIER, DER JA SEIT JAHREN HIER IM HAUS ARBEITET. ALS MICHAEL DINKELMEIER MIR ERÖFFNETE, ER WOLLE KANDIDIEREN, HABE ICH ZUNÄCHST EHRLICHERWEISE NICHT DAMIT GERECHNET, DASS ER ES SCHAFFEN KANN. ICH GESTEHE EIN: Ich hatte ihn unterschätzt. Ich hatte im Vorfeld mit Claudia Marb als meiner Stellvertreterin mehr Kontakt gehabt und auf ihre Erfahrung und ihre Bekanntheit gesetzt. Dinkelmeier hat es mit einem unheimlichen Fleiß geschafft, die Mehrheit zu überzeugen. Er war an den Haustüren der Menschen, zudem aktiv auf Social Media und er steht wohl auch in den Augen vieler für einen Generationswechsel. Ich hatte gedacht, dass vor allem die Rieser eher auf Kontinuität setzen - aber Dinkelmeier war eben überall vor Ort und das hat gezogen. Aber ich möchte anfügen, dass auch Claudia Marb stark gekämpft und für die CSU alles gegeben hat.

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