Neues Parksystem auf Woha-Parkplatz: So funktioniert's
Donauwörth
„Wir wollen damit nicht reich werden“ - Auf dem Woha-Parkplatz gibt es jetzt eine Schranke
Seit Donnerstag erwartet Besucher des Kaufhauses an der Einfahrt zum Parkplatz eine Schranke. Das moderne System lässt sich nicht umgehen. So funktioniert es.
Wer vor dem Woha-Kaufhaus parkt, muss künftig an einer Schranke vorbei.Foto: Imke Rauhut
Es ist ein sonniger Donnerstagvormittag. Auf dem Parkplatz vor dem Woha-Kaufhaus in Donauwörth tummeln sich die Menschen. Es wird gestaunt, geschimpft und gelacht. Grund für die Aufregung ist aber nicht das ungewöhnlich milde Herbstwetter, sondern ein neuer Parkscheinautomat. Nur, dass man hier keinen Schein erhält. Und auch sonst ist die Verwirrung groß: Wo wirft man die Münzen ein? Wie öffnet sich die Schranke?
Marketingmanager Jürgen Raab steht daneben und versucht zu helfen. Ein Mann hat Probleme beim Bezahlen. Die Maschine akzeptiert seine Karte nicht. Ein Mitarbeiter muss die Schranke freigeben, damit der Herr den Parkplatz wieder verlassen kann. „Man kann hier nur mit EC- oder Girokarten zahlen“, erklärt Raab, „Andere Karten sind noch nicht freigeschaltet, aber das kommt noch.“ Und wenn man nur bar zahlen kann? „Dann kann man hier nicht parken“, antwortet Raab. Es gebe ja noch andere Parkplätze in der Gegend.
Zum Bezahlen muss man die Kennzeichennummer seines Autos angeben.Foto: Imke Rauhut
Wie funktioniert das neue Parksystem von Woha in Donauwörth?
Es ist die Premiere des neuen Parksystems. Am Tag zuvor gab es einen Probelauf. „Wir haben das System eigentlich auf Facebook und Instagram erklärt“, sagt Raab, „Und viele kennen es auch schon, zum Beispiel von Krankenhäusern“. Trotzdem haben so manche Kaufhausbesucher ihre Schwierigkeiten. Dabei sei es ganz einfach: Bei der Einfahrt erkennt die Schranke das Kennzeichen des Autos. Dieses muss man zum Bezahlen am Parkautomaten eingeben und die Maschine errechnet den Betrag. Die Schranke an der Ausfahrt erkennt dann, ob für das Kennzeichen gezahlt wurde und öffnet sich dementsprechend.
Eine Stunde parken kostet einen Euro. Laut des Marketingmanagers habe sich an den Gebühren nichts geändert. „Es war schon immer ein kostenpflichtiger Privatparkplatz“, erklärt Raab. Er gehöre zwar zum Kaufhaus, werde aber auch von umliegenden Gewerbetreibenden genutzt. Daran soll sich auch durch das neue System nichts ändern - nur, dass jetzt auch wirklich niemand an der wortwörtlichen Bezahlschranke vorbeikommt.
Nicht jeder versteht auf Anhieb das neue Parksystem.Foto: Imke Rauhut
Neues Parksystem vorm Woha: Viele Besucher sind überfordert
Die Einnahmen durch den Parkplatz würden unter anderem wieder in dessen Pflege fließen. „Ein Parkplatz reinigt sich ja nicht von selbst“, sagt Raab. Laub kehren, Mülleimer leeren, Bäume schneiden - das gehöre alles dazu. „Wir wollen damit auch nicht reich werden“, fügt der Marketingmanager hinzu. Das habe man dem Unternehmen auch schon vorgeworfen.
Zurück auf den Parkplatz. Noch werden die Besucher nicht ganz schlau aus dem neuen System. Man hilft sich gegenseitig. Einige beschweren sich über die Zahlungsmethode, andere sind dankbar für die vergleichsweise günstigen Parkgebühren. Immerhin: der neue Parkautomat regt zum Austausch an. Und die Sonne tut ihr Übriges dazu.
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