Die Voraussetzungen für ein gelungenes Inselfest scheinen besser zu sein als vor zwei Jahren. Damals zerbrach beim Bieranstich ein Krug, was sich als schlechtes Omen herausstellte. Nach nur einem Tag musste das Fest in Donauwörth damals wegen Dauerregens abgesagt werden. Heuer zapfte nun Oberbürgermeister Jürgen Sorré mit zwei kräftigen Schlägen ohne Probleme das erste Fass Bier an.
Bei angenehmen Temperaturen füllten sich die Bänke auf der Altstadtinsel Ried schnell. Das Fest nahm ohne Anlaufverzögerung Fahrt auf. „Unser Inselfest hat sich entwickelt“, freute sich das Stadtoberhaupt, dem Peter Heckmeier, Chef der Fischerstecher, beim Bieranstich assistierte. Mit ihm und Christiane Kickum, der geschäftsführenden Vorsitzenden der organisierenden City-Initiative Donauwörth (CID), und zahlreichen Mitgliedern aus dem Stadtrat stieß der OB bei strahlendem Sonnenschein an. Der bange Blick von ihm und den Besuchern des Festes ging immer wieder zum Himmel – doch Petrus spielte mit.
Am Samstag findet beim Inselfest das Donauwörther Fischerstechen statt
Das Inselfest sei rund um das Fischerstechen entstanden, blendete der Oberbürgermeister zurück. Das Fischerstechen auf der Wörnitz stelle nach wie vor den Höhepunkt dar. Einst, so Sorré, seien dies die „Spiele des kleinen Mannes“ gewesen. 1737, das Jahr des ersten Donauwörther Fischerstechens, ist längst vorbei. Zum Auftakt war anno 2026 Party angesagt – und das auf gleich zwei Bühnen. „Boarisch Blos’n“ und „Funk’n’Roll“ sorgten für den musikalischen Hintergrund.
„Das Inselfest wird von den Donauwörthern geschätzt, weil man hier Bekannte und Freunde trifft, die man lange Zeit nicht mehr gesehen hat“, meinte Hubert Schneid, einst Organisations-Pionier für das Inselfest in einem damals weitaus kleineren Rahmen. Beim Reichsstraßenfest sei dies in einem so gemütlichen Rahmen kaum mehr möglich, weil „hier zu viele Besucher von auswärts kommen“. Schneid freut sich, dass für die Bewirtung beim Inselfest ausdrücklich einheimische Gastronomen berücksichtigt worden seien.
Nach einem „normalen Festbetrieb“ am Feiertag treten zum Finale die Fischerstecher in Aktion: Am Freitag zeigen zunächst die „Hobbystecher“ ab 16.30 Uhr ihr Können, am Samstag ziehen die Fischerstecher aus Bayern und Österreich vom Tanzhaus über die Hindenburgstraße zur Sebastian-Franck-Brücke. Im bayerischen Stil wird um 15.30 Uhr das historische Fischerstechen der Profimannschaften auf der Wörnitz ausgetragen.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren