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Rain: So sollen sich die Stadtteile entwickeln

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„Bürger hoffen, das was passiert“: Neuer Plan für die Rainer Ortsteile

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    Um den 1870 erstellten Römerstein in Staudheim ist ein „gesamtheitliches Konzept“ einschließlich Maibaum, Kreuzungsumbau, Tempolimit, Entsiegelung, Wendefläche sowie Spielwiese angedacht
    Um den 1870 erstellten Römerstein in Staudheim ist ein „gesamtheitliches Konzept“ einschließlich Maibaum, Kreuzungsumbau, Tempolimit, Entsiegelung, Wendefläche sowie Spielwiese angedacht Foto: Adalbert Riehl

    Genau 80 Maßnahme-Ideen für die Entwicklung der Rainer Stadtteile hat das beauftragte Büro „Planwerk Stadtentwicklung“ aus Nürnberg seit dem Auftaktgespräch am 2. Oktober 2024 zusammen getragen. Aus verschiedenen Beteiligungsformen – Online-Forum, Fachgespräche, Arbeitskreise mit Bürgern, Ortsrundgänge, Befragungen und Stadtrat – entstand ein „Gemeindeentwicklungskonzept“ für die Stadtteile. Eine Nähe dieses Konzepts zu Jules Vernes Roman „Reise um die Erde in 80 Tagen“ ist dabei nicht auszumachen. Es sei vielmehr, so Bürgermeister Karl Rehm, ein Fahrplan für die Entwicklung der Stadtteile in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren. Und es ist die Grundlage für eventuelle staatliche Fördermittel bei der Umsetzung. Diese gibt es aber nicht für jede der Ideen, denn mancher Vorschlag kann mit wenig Geld, aber Bürger-Engagement, relativ einfach umgesetzt werden.

    Einstimmig schloss sich der Stadtrat der Empfehlung des Stadtentwicklungsausschusses an und genehmigte den Entwurf von „Planwerk“. „Insbesondere sollen die Schlüsselmaßnahme-Ideen von Stadtverwaltung und -politik primär verfolgt werden,“ heißt es in dem Beschluss weiter. Das Konzept hat 161 Seiten, der Öffentlichkeit wird es voraussichtlich am 30. Juni in Bayerdilling präsentiert.

    17 Ideen für die Rainer Stadtteile werden als „Top“ eingestuft

    Im Stadtrat beschränkten sich Gunter Schramm und Anna Weinberger vom Büro Planwerk auf 27 Folien, in denen sie die Eckpunkte aufzeigten. Sie unterschieden die Ideen in „Top“, „Mittel“ und „Hoch“. Die Kategorie „Top“ sei auch mit dem Amt für ländliche Entwicklung abgesprochen, so Bürgermeister Rehm., denn für Fördergelder komme in erster Linie die Krumbacher Behörde als Anlaufstelle in Betracht.

    „Top“ sind 17 Ideen eingestuft – fünf davon stadtteilübergreifend und jeweils eine für jedes der zwölf Dörfer. Das aktive Leerstandsmanagement stellten Schramm und Weinberger an die erste Stelle, es bedeutet Vorrang der Innenentwicklung mit Aktivierung brachliegender Flächen und damit Reduzierung des Flächenverbrauchs. Weitere Schwerpunkte für alle Stadtteile sollen die Sicherung der Biodiversität mit Aufwertung der Flur in Zusammenarbeit mit Land- und Forstwirtschaft sein, dann die Sanierung bestehender Verkehrswege einschließlich Ausbau der Barrierefreiheit. Die Schaffung qualitätsvoller Begegnungsorte wurde in der Bürgeranhörung allgemein als notwendig gesehen und schließlich ist die Einrichtung eines Seniorenbeirates auf der Agenda. Letzteres plant die Stadt bereits für den Sommer, so Bürgermeister Rehm. Vorgespräche habe es bereits gegeben, Finanzmittel brauche es dazu kaum. Ansonsten wurde in der Diskussion mehrfach der Etat thematisiert.

    Treffpunkte in den Ortsteilen Rains im Fokus

    Als Top-Ideen für die Stadtteile sind die Gestaltung der Ortsmitte Staudheims (Bahnweg/Römerstraße) und der Ortsmitte am Feuerwehrhaus Gempfing, die Sanierung des Gemeinschaftshauses Wallerdorf mit Umfeld und das Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus Sallach (Um- und Anbau) genannt. In Unterpeiching soll am Feuerwehrhaus ein Dorftreffpunkt geschaffen werden, in Bayerdilling will man den Bereich am Feuerwehrhaus zum Mittelpunkt entwickelt. Der Spiel- und Rastplatz am Ortseingang Mittelstetten soll aufgewertet und das Bushäuschens in Etting erneuert werden (einschließlich Platzgestaltung).

    In Oberpeiching ist dem Kirchenumfeld als Dorfmitte oberste Priorität eingeräumt, in Wächtering dem Außenbereich am Feuerwehrhaus sowie der Entwicklung einer Dorfmitte. Auch in den zwei kleinsten Dörfern gilt das Augenmerk einem „Mittelpunkt“: Attraktivierung rund um die Kapelle Überacker und Gestaltung des Dorfplatzes an der Bushaltestelle Hagenheim heißt es dazu im Konzept.

    „Die Arbeit geht jetzt erst los“

    Information, Beteiligung und Transparenz seien die Grundlage für die Umsetzung, so Gunter Schramm und Bürgermeister Rehm. Stadtrat Johannes Schachaneder konstatierte dazu: „Die Arbeit geht jetzt erst los.“ Es gebe kleine Wünsche, die relativ schnell Erfolg zeigen, wie dies der Feuerwehr-Bedarfsplan schon gezeigt habe. Noch deutlicher formulierte es Stadtrat Josef Gawlik: „Die Bürger hoffen, das was passiert“. Deshalb müssten unverzüglich Prioritäten gesetzt und erste Maßnahmen eingeleitet werden. Selbstverständlich habe der Stadtrat jederzeit die Möglichkeit, die Prioritäten zu ändern, antwortete Gunter Schramm auf eine Frage von Ortssprecherin Daniela Wittmeier. Die finanziellen Möglichkeiten werden ein Thema der Haushaltsberatungen sein, so Bürgermeister Rehm.

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