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Schockanruf Donauwörth: Familie erkennt Betrug und verhindert Schaden

Donauwörth

Perfide Masche: Betrüger nutzen Trauerfall für Schockanruf-Attacke

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    Perfide Masche: Betrüger nutzen Trauerfall für Schockanruf-Attacke
    Perfide Masche: Betrüger nutzen Trauerfall für Schockanruf-Attacke Foto: Bernd Weißbrod/dpa, Symbolbild

    Zu zwei perfiden Schockanrufen kam es im Raum Donauwörth am Fronleichnamstag, 4. Juni. Wie die Polizei mitteilt, meldete sich ein bislang Unbekannter im Zeitraum zwischen 10.45 Uhr und 11.45 Uhr bei einer Familie. Der Mann gab sich am Telefon als Arzt aus und täuschte vor, dass die Tochter der Familie einen schweren Unfall erlitten habe und im Krankenhaus liege.

    Das Vorgehen war wohl gezielt

    Der Anrufer bot an, das Gespräch direkt an die Tochter weiterzureichen. Die Angerufenen – ein Mitte 60-jähriger Mann und eine 90-jährige Frau, beide im selben Haushalt wohnhaft – erkannten den Betrugsversuch jedoch sofort und legten bei beiden Anrufen umgehend auf.

    Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Betrüger mutmaßlich gezielt vorgingen: Der Vater der Familie war erst wenige Tage zuvor verstorben. Die Täter suchten offenbar im Telefonbuch nach entsprechenden Adressen, um die emotionale Ausnahmesituation nach einem Trauerfall auszunutzen. Ein Vermögensschaden entstand nicht. Die Donauwörther Beamten leiteten strafrechtliche Ermittlungen ein.

    Tipps der Polizei

    Die Beamten raten allgemein: Bei Schockanrufen immer skeptisch bleiben, keinerlei Daten herausgeben, sofort auflegen und die angeblich erkrankten oder verletzten Angehörigen kontaktieren. Im Zweifel 110 wählen. Sich nicht auf angeblich weitergeleitete Stimmen der Anrufer verlassen: Vermeintliche Stimmen von Angehörigen wurden in der Vergangenheit bereits mittels künstlicher Intelligenz generiert und am Telefon vorgespielt. (AZ)

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