Sie haben vor drei Wochen das Traineramt übernommen, welchen Eindruck haben Sie von der Mannschaft und was können Sie noch bis Saisonende bewirken?
PETER STEGNER: Die Mannschaft hat Potenzial, aber es fehlt ein Stück weit Selbstvertrauen und Sicherheit. Das haben wir speziell im Spiel gegen Hainsfarth oder auch Lauingen gesehen. Wir müssen mehr tun als der Gegner, auch mal über Grenzen gehen, um uns weiterzuentwickeln. Dann kommt auch das Spielglück zurück. Das möchte ich dem Team vermitteln. Mein Motto ist: Ein guter Anfang benötigt Euphorie, ein gutes Ende Disziplin.
Es sind noch fünf Spiele. Glauben Sie noch an die Chance, die Relegation zu erreichen?
STEGNER: Wir sind nicht naiv und müssen zweigleisig planen. Die Mannschaft ist aber intakt und glaubt daran, solange es rechnerisch noch möglich ist. Trotzdem sehen wir es auch jetzt schon ein Stück weit als Vorbereitung auf die kommenden Monate. Diesen Weg geht der Verein geschlossen mit.
Zwei Spieler kehren in den Kader des FC Mertingen zurück
Nächster Gegner ist Schretzheim. Wird ihr Team jetzt mehr ins Risiko gehen?
STEGNER: Mit der Rückkehr von Jakob Schweihofer und Florian Hosp haben wir zwei Optionen mehr. Zudem tut sich Talent Aurelius Graser enorm hervor. Wir wollen zuerst defensiv sicher stehen und unsere Konter erfolgreich zu Ende spielen. Wenn wir es schaffen, in Führung zu gehen, kommt uns das sicher mehr entgegen. Fehlen wird uns Torhüter Sebastian Poppe, der sich im Spiel gegen Alerheim schwer am Knie verletzt hat.
Wo liegt eure Chance und was müsst ihr auf den Platz bringen?
STEGNER: Schretzheim geht mit drei Niederlagen in Serie ins Spiel. Allerdings kenne ich BCS-Trainer Christoph Kehrle gut und weiß, dass er ein großer Motivator ist. Entsprechend motiviert werden sie das Spiel gegen uns angehen. Das schafft uns Räume, um aus den Umschaltmomenten schnell in die Tiefe zu kommen. Wir müssen viel Geduld mitbringen und es wird darum gehen, das Spiel mit und ohne Ball zu kontrollieren.
Peter Stegner hat „Faible für junge talentierte Spieler“
Welche Ziele haben Sie sich selbst mit der Mannschaft, auch über die Saison hinaus, gesetzt?
STEGNER: Der FCM ist ein hervorragend geführter Verein. Mit meiner Erfahrung aus dem Nachwuchsleistungszentrum des FC Gundelfingen habe ich ein Faible für junge talentierte Spieler und möchte sie schnell an den Herrenbereich heranführen. Gleichzeitig gilt es, gewisse Regeln auf und neben dem Platz zu implementieren, um als Team erfolgreich zu sein. Wir wollen wieder eine gute Rolle in der Kreisliga spielen, dafür gilt es zunächst einmal alles dafür zu tun, um das Wunder noch zu schaffen.
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