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Von Hexen und einem uralten Protokoll: Donauwörther bringt neuen Roman raus

Donauwörth

Von Hexen und einem uralten Protokoll: Donauwörther bringt neuen Roman raus

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    Der Donauwörther Harald Küppers hat einen weiteren Roman geschrieben.
    Der Donauwörther Harald Küppers hat einen weiteren Roman geschrieben. Foto: Beate Schwab

    Auf dem Mertinger Galgenberg, dem heutigen Naturdenkmal „Drei Eichen“, wurden am 8. Juni 1590 nach einem Hexenprozess zwei Frauen lebendig verbrannt. Mit diesem grausamen historischen Ereignis aus einer düsteren Zeit verknüpft Regionalautor Harald Küppers in seinem neuen Roman „Südwind – Hexenmord im Donau-Ries“ die fiktive Geschichte eines uralten Schwurs, dessen Spur zu rätselhaften Kriminalfällen in der Gegenwart führt. Eine Mordserie, Terroranschläge und Rachepläne eines Besessenen – im reißenden Sog der Ereignisse ermitteln Tauchlehrer Hans und sein Freund Max auf eigene Faust und geraten dabei in große Gefahr.

    Hobbyschriftsteller Harald Küppers hat es wieder getan. Fast genau ein Jahr nach dem Erscheinen seines Romans „Nordwind – Donauwörth im Bann des Kraters“ macht der Donauwörther seine Wahlheimat erneut zum Schauplatz eines Krimis. Die Handlung der ersten beiden Romane seiner Reihe, „Ostwind“ und „Westwind“, hatte noch in Orsoy am Niederrhein gespielt. Dort ist Küppers geboren und aufgewachsen, lebt aber nun schon seit 16 Jahren mit Lebensgefährtin und Tochter in Donauwörth. Die Umgebung hier erkundet er gerne mit dem Mountainbike und findet so oft neue Inspirationen für seine Werke. Den Galgenberg in Mertingen habe er auch auf einer seiner Touren entdeckt, „die leicht gruselige Atmosphäre dort hat mich sofort fasziniert“, erzählt er.

    Donauwörther Harald Küppers hat nach Cold Cases aus der Region gesucht

    Ein besonderes Faible hat der Autor dafür, alte und neue Dinge miteinander zu verbinden, deshalb habe er nach echten „Cold Cases“ in der Region geforscht und diese mit seiner fiktiven Geschichte verwoben. Im Roman fängt alles damit an, dass Tauchlehrer Hans bei einem Tauchgang im Hamlarer See einen geheimnisvollen Schlüssel findet. Zufällig wird dann eine Kiste mit dem passenden Schloss entdeckt, und ein uraltes Protokoll kommt zum Vorschein. Einige Szenen haben etwas von einem Thriller, ein kaltblütiger Killer taucht auf, in Donauwörth werden der Alte Hafen und der ehemalige Eisenbahntunnel in der Promenade zu spektakulären Schauplätzen. An Drama spart Küppers nicht, zugleich ist das Buch aber auch die Geschichte der Freundschaft zwischen den Tauchlehrern Hans und Max. Real existierende Biergärten und Gaststätten werden gemeinsam besucht, es wird gegrillt und viel Kaffee getrunken. „Der Roman ist fast ein Gastroführer geworden“, schmunzelt Harald Küppers, der seine Lieblingslokale mit ihren Spezialitäten im Roman ausführlich beschreibt.

    Auch sonst hat der Protagonist Hans Kaufmann einiges mit seinem Autor gemeinsam, nicht nur die Initialen. Harald Küppers selbst hat schon als Tauchlehrer seinen Lebensunterhalt verdient, nach einer Ausbildung zum Heizungsbauer und einem Studium der Politikwissenschaften. Heute ist der 59-Jährige hauptberuflich in der Erwachsenenbildung tätig und betreibt den Tauchsport nur noch als Hobby. Im Buch zieht es Romanheld Hans zwischen der Jagd nach dem Phantom immer wieder in die Ferne, von einer Radtour durch Holland bis zum Tauchurlaub in Florida führt ihn sein Abenteuer. Alles Orte, die auch Küppers auf seinen vielen Reisen schon besucht hat. Die Szenerie in seinen Büchern soll genau abgebildet sein, darauf legt der Autor Wert. Detailliert hat er beispielsweise die Planungen für die kommende Landesgartenschau in Donauwörth recherchiert. „Mir macht es Spaß, mich an einem Thema so richtig festzubeißen“, beschreibt er seine Nachforschungen. Um der Veranstaltung eine wichtige Rolle in seinem Thriller zukommen lassen zu können, hat Küppers sich dann aber eines Kniffs bedient und sie kurzerhand zeitlich vorverlegt. Schließlich findet die „echte“ Landesgartenschau erst 2028 in Donauwörth statt, diverse bauliche Maßnahmen sind dabei geplant.

    Küppers arbeitet an weiterem Projekt – wieder im Bereich Donau-Ries

    Harald Küppers lässt in das Buch noch mehr seiner Interessengebiete einfließen, etwa die Ahnenforschung – er habe für sich selbst einen Stammbaum erstellt, der bis zum Jahr 1786 zurückreicht - und seine Begeisterung für die Physik: „Die Fragen des Kleinsten und des Größten, Quantenphysik und Kosmologie, finde ich total faszinierend.“ Ideen für den fünften Band seiner Reihe habe er auch schon reichlich gesammelt, er schreibe bereits am zweiten Kapitel seines neuen Projekts. Die Handlung spiele wieder in der Region, ausgehend von historischen Ereignissen, mehr verrät der Autor nicht. Man darf gespannt sein.

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