Kürzlich hat die Firma Grob Baumservice unter Anleitung von Johann und Johannes Grob in Zusammenarbeit mit der WBV Nordschwaben und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einen Pflegeinformationskurs im Privatforst von Herrn Grob in Wörnitzstein durchgeführt. Es hatten sich circa 30 Waldinteressierte zusammengefunden.
Fachleute diskutieren Roteiche und Robinie für stabile Wälder
Ziel der Aktion war: Welche heimischen Baumarten sind für den Waldumbau sinnvoll und wie sollen diese gepflegt werden, um einen artenreichen, stabilen Wald zu erhalten. Zukunftsbaumarten sind Baumarten, die gut mit Hitze, Trockenheit und Extremwetter zurechtkommen und gleichzeitig ökologisch und wirtschaftlich interessant bleiben. Beispiel für Laubbäume sind: Traubeneiche, Stieleiche, Esskastanie, Wildkirsche, Baumhasel, Elsbeere, Speierling und Flatterulme. Als Nadelbäume kommt Tanne, Douglasien und Europäische Lärche infrage.
Diese Arten werden gezielt gefördert, um die genetische und strukturelle Vielfalt zu erhöhen und so den „Wald der Zukunft“ zu formen. In diesem Zusammenhang werden auch immer wieder fremdländische Baumarten wie Roteiche, Schwarznuss, Robinie, Atlaszeder und Libanonzeder diskutiert. Am praktischen Beispiel vor Ort konnte man Kulturen von verschiedenen Pflanzjahren (2017,2019,2021) durchschreiten, dabei wurden viele interessante Fragen und Antworten ausgetauscht.
Wertastung verbessert Qualität der ausgewählten Bäume
Im Praxisbezug wurde gezeigt, wie Bäume als Zukunftsbäume gezielt ausgewählt, angezeichnet und deren Bedränger entfernt werden. Anschließend kann noch eine sogenannte Wertastung erfolgen. Sie dient der Qualitätsverbesserung wertvoller Einzel - und Zukunftsbäume.
Die Waldbesitzervereinigung Nordschwaben führt laufend Informationsveranstaltungen durch. Gerne informieren Sie sich auf der Homepage: wbv-nordschwaben.de.
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