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Windräder-Projekt in Gemeinde Wolferstadt kommt nur schleppend voran

Wolferstadt

Hänge und Stromnetz: Windrad-Pläne stoßen auf Probleme

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    Windräder im Bereich der Gemeinde Wolferstadt sind nach wie vor in weiter Ferne.
    Windräder im Bereich der Gemeinde Wolferstadt sind nach wie vor in weiter Ferne. Foto: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

    Im Sommer 2024 informierten der Energieversorger EnBW-ODR und Gemeinde Wolferstadt die Bevölkerung über ein Projekt, mit dem im größeren Stil alternativer Strom erzeugt werden soll. Auf dem Gebiet der Jura-Kommune könnten, so die Vorstellungen des Unternehmens, mehrere Windräder und ein Solarpark entstehen. Ein Jahr später ist das Vorhaben noch nicht recht weiter. „Das ist eine schwierige Sache“, sagt Bürgermeister Philipp Schlapak, „wir wären gerne schon weiter“.

    Dem Bürgermeister zufolge befinde man sich noch immer in der „Findungsphase“. EnBW-ODR sah im vorigen Jahr auf dem Uhlberg und im Bereich des Waldgebiets „Vorachbuck“ nahe dem Ortsteil Rothenberg die Möglichkeit, bis zu sechs Windräder zu errichten. Hinzu käme ein rund 20 Hektar großer Solarpark. Während die Firma für diesen die nötigen Flächen bereits von den Eigentümern gepachtet hat, geht es bei den Windrädern kaum voran.

    Steile Hänge am „Vorachbuck“ erschweren Bau von Windrädern

    Bekanntlich nahm der Regionale Planungsverband Augsburg das Areal am „Vorachbuck“ aus dem Entwurf für die möglichen Vorranggebiete für Windkraft. Die Gemeinde widersprach im Februar 2025 dem Vorschlag. Inzwischen stellte sich laut Schlapak heraus, dass Windräder in dem Waldstück, das der Hospitalstiftung Wemding gehört, auch aus einem anderen Grund nicht so leicht zu verwirklichen wären. Die steilen Hänge erschwerten dort den Bau von Windkraftanlagen. Zwar schließe man den Bereich nach wie vor nicht aus, man sei aber auch auf der Suche nach alternativen Standorten. EnBW-ODR erstelle Machbarkeitsstudien. „Es gibt noch keine Verträge oder Vereinbarungen“, so der Bürgermeister, nachdem im Juli der Gemeinderat über den neuen Stannd informiert worden war.

    Das Netz bei Wolferstadt könnte den Strom der Windräder nicht aufnehmen

    Philipp Schlapack kommt zu der Erkenntnis: „Das ist ein sehr langwieriger und komplizierter Planungsprozess.“ Hinzu komme ein weiteres Problem: der mangelnde Ausbau des Stromnetzes. Wenn in nächster Zeit an der Grenze zu Mittelfranken drei Windräder stünden, könnte der Strom, den sie produzierten, nicht eingespeist werden. Schlapack weist darauf hin, dass im Bereich der Gemeinde Wolferstadt die Gebiete von drei Versorgern beziehungsweise Netzbetreibern aufeinandertreffen: ODR, Lechwerke (LEW) und N-ergie. Anders ausgedrückt: Wolferstadt liege „am äußersten Rand“ dieser drei Versorgungsgebiete. Dort werde der Netzausbau nicht mit dem gewünschten Nachdruck vorangetrieben.

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