Ried Straßen verursachen immer wieder neue Kosten. Die Gemeinde Ried versucht allerdings, möglichst zeitnah zu reparieren, um größere Schäden zu vermeiden. Im Haushaltsplan wurde daher ein Betrag von über 800000 Euro den Straßen zugedacht. Um sich ein genaues Bild von der Lage zu machen, besichtigte der Rieder Bau- und Umweltausschuss nun die Verkehrswege der Gemeinde. Dabei wurden zum Teil erhebliche Mängel festgestellt.
Ein besonderes Sorgenkind ist die Ortsdurchfahrt von Eismannsberg. Dort haben sich große Risse gebildet, die laut Bürgermeister Anton Drexl bis in den Untergrund reichen könnten. Auch aus Sicht von Josef Kölnsperger ist die Straße „fetzen hin“. „Man hätte die Fertigung besser überwachen sollen. Hier wurden beim Bau eindeutig Fehler gemacht“, so Kölnsperger. Laut ihm kamen die Schäden durch den Kanalbau, der dort getätigt wurde. Gerald Modlinger betonte, dass es äußerst wichtig sei, die Straße wieder dicht zu bekommen. So könne man mit einer Spritzdecke verhindern, dass Wasser in den Untergrund eintritt, das dann bei Frost großen Schaden verursachen kann.
Fahrbahn ist teilweise stark abgesunken
Auch ein größeres Problem wird die Hofmarktstraße, die von Vogach zur Verbindungsstraße zwischen Baindlkirch und Ebersried führt. Hierbei handelt es sich offiziell um eine Ortsverbindungsstraße, diese befindet sich jedoch in schlechtem Zustand. Bürgermeister Drexl bezeichnete diese Straße als „Katastrophe“. Seiner Ansicht nach gibt es zwei Möglichkeiten, die Fahrbahn zu verbessern: „Entweder man macht einen Vollausbau, der allerdings sehr kostspielig ist, oder man setzt hier eine acht Zentimeter dicke Trag- und Deckschicht auf.“ Auf dem Abschnitt von etwa 740 Metern befinden sich zahlreiche Schlaglöcher, außerdem ist die Fahrbahn teilweise stark heruntergefahren. Ein weiteres Problem ist, dass diese Straße nicht bezuschusst wird, da sie nicht zwei Orte in einer Gemeinde verbindet. Gerald Modlinger zog noch eine andere Alternative in Betracht. Laut ihm gibt es ein Verfahren, bei dem der Untergrund zuerst aufgelockert wird, worauf er dann wieder auf der Straße festgepresst wird. Laut Bürgermeister Drexl löse dies zwar das Problem der Schlaglöcher, allerdings sei auch diese Variante keine dauerhafte Lösung. Neben diesen schweren Fällen wurden auch noch weitere Straßen begutachtet. Im Nelkenring in Ried sollen aufgerissene Fugen eventuell mit Bitumen wieder aufgefüllt werden. Auch in der Sportheimstraße sind Risse entstanden. Hier muss voraussichtlich eine neue Deckschicht aufgesetzt werden, an einigen Stellen wird man Stücke aus der Straße herausschneiden müssen.
In der Ortsdurchfahrt von Glon gibt es ein Problem mit den Randsteinen. Diese sind bereits um die 50 Jahre alt. Mit der Zeit sind sie abgesunken, sodass man nun neue setzen muss. Auch der dortige Gehweg ist in Mitleidenschaft gezogen, auch dieser soll ausgebessert werden.