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Brauchtum: Filigrane Kunstwerke als Therapie

Brauchtum

Filigrane Kunstwerke als Therapie

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    Einen besonderen Ostergruß brachte der stellvertretende Landrat Rupert Reitberger von seinem Besuch in der Bukowina mit. Die Menschen dort verwandeln Ostereier mit Wachs zu filigranen Kunstwerken.
    Einen besonderen Ostergruß brachte der stellvertretende Landrat Rupert Reitberger von seinem Besuch in der Bukowina mit. Die Menschen dort verwandeln Ostereier mit Wachs zu filigranen Kunstwerken. Foto: Reitberger

    Aichach-Friedberg Eine lange Tradition hat das Ostereierbemalen vor allem in der rumänischen Bukowina. Davon konnte sich auch der stellvertretende Landrat Rupert Reitberger jetzt einen Eindruck verschaffen.

    Für die dortigen Menschen ist die Auferstehung und damit das Osterfest der religiöse Höhepunkt des Kirchenjahres. Das Ei gilt als Symbol für Fruchtbarkeit und Leben und wird in einem direkten Zusammenhang für das Sterben Christi und seine Auferstehung gesehen. In den berühmten Moldauklöstern, wie Voronet, Sucevita und Moldovita, die allesamt zum Unesco-Weltkulturerbe zählen, aber auch in den Familien wird die Ostereierkunst gepflegt. Aus farbigem Wachs werden die feinen Linien auf den Eiern gezogen, oder auf gleiche Körnung gesiebte farbige Steinchen aufgeklebt.

    Bei seinem kürzlichen Besuch in der Psychiatrie in Campolung überreichte der ärztliche Direktor Dr. Paziuc dem langjährigen ehemaligen Bezirksrat Rupert Reitberger dieses von Patienten gefertigte Nest mit diesen kunstvoll gestalteten Eiern. Im Rahmen der Therapien zur Wiedereingliederung ins normale Leben fertigen in der vorösterlichen Zeit die Patienten diese Kunstwerke, die auch verkauft werden. Reitberger bewunderte die Patienten, die in unendlicher Geduld die ausgeblasenen Enten- und Hühnereier bemalten. Der Erlös kommt den Patienten wieder zugute. (FA)

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