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Aichach-Friedberg

08.10.2019

Die Grünen im Landkreis Aichach-Friedberg verjüngen sich

Stefan Lindauer aus Todtenweis tritt für die Grünen in Aichach-Friedberg als Landratskandidat an.
Bild: Andreas Kirsch

Die Grünen Aichach-Friedberg nominieren Stefan Lindauer als Landratskandidat. Auf diese Themen setzt der 22-Jährige bei seiner Kampagne.

Bildung, Gesundheit und Klimaschutz – mit diesen Themen wird Stefan Lindauer aus Todtenweis als Landratskandidat und der Grünen den anlaufenden Wahlkampf für die Kreistagswahlen im März führen. 20 stimmberechtigte Mitglieder des Kreisverbandes Aichach-Friedberg nominierten ihn bei drei Enthaltungen mit 14 Ja- gegen zwei Nein-Stimmen.

Mit dem 22-Jährigen bekommen der derzeitige Landrat Klaus Metzger (CSU) und der Kandidat der SPD, Andreas Santa, Konkurrenz. Er ist einer jener jungen Wilden, die mit dem gesellschaftlichen Aufwind rund um das Thema Klimaschutz eine Heimat bei den Grünen fanden.

Der 22-Jährige lebt in Todtenweis

Der Laborant für Milchwirtschaft lebt seit 2017 in Todtenweis, arbeitet als hauptamtlicher Rettungssanitäter und als Assistent im Büro der Landtagsabgeordneten Christina Haubrich. Er trat erst im Juni in die Partei ein. Schon einen Monat später war er Co-Vorsitzender der neuen Ortsgruppe in Aindling.

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Als Landrat und damit oberster Verwaltungsmann des Landkreises Aichach-Friedberg würde er sich für mehr Nahverkehr, das 365-Euro-Ticket, für den Weiterausbau der „Gesundheitsregion Plus“, mehr Barrierefreiheit in Behörden und Solaranlagen auf den Neubauten im Landkreis, für alternative Wohnformen und für eine bessere IT-Ausstattung der Schulen einsetzen.

Grünen-Kandidat lehnt die Osttangente ab

Die Osttangente als in der Bevölkerung der Region besonders umstrittenes Infrastrukturprojekt lehnt er ab, sie bringe keine Entlastung, sondern mehr Verkehr.

Der gebürtige Schongauer wuchs in der Landwirtschaft auf und schloss das Abitur an den Fach- und Berufsoberschulen in Neusäß an. Politikerfahrung gewann er in der Auszubildendenvertretung, als bayerischer Landesschülersprecher und ab dem letzten Jahr bei den Klimademonstrationen auf der Straße. „Ich bekam einen Einblick in Behörden, Entscheidungsprozesse und hinter die Kulissen des Kultusministeriums. Das hat mich sehr politisiert“, erklärt Lindauer in seiner Bewerbungsansprache für den Kandidatenposten. Er wurde zudem als Kreissprecher gewählt und ersetzt damit Lothar von Gernet, der aus diesem Amt ausschied, jedoch ankündigte, weiter an seinem Wohnort St. Afra aktiv zu bleiben.

Grüne im Wittelsbacher Land spüren Rückenwind

Dass die Grünen auch im Landkreis Rückenwind verspüren, bezeugen die neuen Ortsgruppen. Nicht nur in Aindling, auch in Schmiechen fanden sich in den letzten Monat ausreichend Mitstreiter für eine Gründung. Kreisvorsitzende Haubrich und der neue Ortsvorsitzende Levin Velt hoffen, für Schmiechen auch eine grüne Kandidatenliste aufstellen zu können. Eine weitere Ortsgruppe steht derzeit in Pöttmes in den Startlöchern.

Zur Konjunktur des inzwischen 100 Mitglieder starken Kreisverbandes gehört auch, dass die Neuen mit der Satzung in die politischen Prioritäten der Grünen eingeführt werden. Kritik von einem der anwesenden Männer, er fühle sich als Mann vom geltenden Frauenstatut diskriminiert und wünsche eine Diskussion, wiesen Haubrich, Kathrin Müllegger-Steiger (Kissing) und andere zurück. Das Frauenstatut als parteiweites Prozessverfahren für jede Kandidatenaufstellung sei eine Grundfeste der Grünen, weil sie die konsequente paritätische Besetzung auf allen politischen Ebenen garantiere.

Lesen Sie auch: Stefan Lindauer: 22-jähriger Grünen-Politiker will Landrat werden
Lesen Sie dazu den Kommentar von Thomas Goßner
Zwischen Jugend und Erfahrung

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