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Kissing

26.01.2019

Die Hiasl-Welt soll beim Marxenwirt einziehen

So sah früher die Hiasl-Erlebniswelt auf Gut Mergenthau aus. Doch das Museum ist seit über einem Jahr geschlossen. Nun bringt Ronald Kraus einen alten Saal über dem Marxenwirt ins Gespräch.
Bild: Philipp Schröders

Der Fördervereinsvorsitzende Ronald Kraus führt bereits Gespräche mit dem Eigentümer des Gebäudes im Kissinger Altort. Der zeigt sich offen.

Vor über einem Jahr musste die Hiasl-Erlerbniswelt auf Gut Mergenthau schließen. Doch nun gibt es die Hoffnung, dass das Andenken an den Sozialrebell Matthäus Klostermayr bald in Kissing weitergeführt werden könnte. Ronald Kraus, Vorsitzender des historischen Fördervereins, hofft darauf, mit dem Museum in den Saal über dem Marxenwirt im Altort zu ziehen. Das teilte er auf Anfrage mit.

„Die Idee hat unser Ehrenvorsitzender ins Spiel gebracht“, sagt er. Hermann Habersetzer kann sich noch an Veranstaltungen in dem Saal erinnern. Laut Kraus ist er aber auch einer der Einzigen im Vorstand, weil der Raum schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt wird. Seiner Information nach fand die letzte Vereinssitzung oder Tanzveranstaltung dort vor 30 oder 40 Jahren statt.

Habersetzer bringt Marxenwirt im Kissinger Altort ins Spiel

Jedenfalls gefiel dem Vorstand Habersetzers Idee und er beschloss, Kontakt zur Schlossbrauerei Unterbaar aufzunehmen. Der gehört laut Kraus das Gebäude und sie verpachtet zurzeit auch den Marxenwirt. Der Vorsitzende dachte sich: „Wenn von Brauereiseite ein Interesse daran besteht, dann können wir das Ganze weiterverfolgen.“ Tatsächlich habe Geschätfsführer Franz Freiherr Groß von Trockau die Idee gefallen. Also trafen sich die Vereinsmitglieder mit ihm vor Ort, um sich den Raum anzuschauen. Der Saal liegt im ersten Stock über dem Bierlokal im Erdgeschoss. Kraus hält ihn für geeignet. „Man braucht natürlich noch Fantasie und Geld, um das wieder herzurichten“, schränkt er ein. Dennoch denkt er, dass sich in dem oberen Stockwerk eine ähnliche Ausstellung wie auf Gut Mergenthau einrichten ließe. Zudem gebe es mehrere Punkte, die für den Marxenwirt sprechen.

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Matthäus Klostermayr, der als Wilderer auf die schiefe Bahn geriet, und später von vielen als eine Art „bayerischer Robin Hood“ verehrt wurde, ist in Kissing geboren worden. Zu seinen Lebzeiten gab es bereits ein Wirtshaus an der Stelle, wo jetzt der Marxenwirt steht. Kraus sagt, dass Klostermayr es selbst mehrmals besucht habe. Außerdem wurde er in dem Wirtshaus von Soldaten verhaftet, um zum Militär eingezogen zu werden.

Zudem gibt es für Kraus ganz praktische Gründe, den Standort zu wählen. Im Erdgeschoss befindet sich bereits eine Gastronomie und vor dem Haus ein Parkplatz. Zudem liegt der Marxenwirt an der Romantischen Straße, hier kommen also Fahrradfahrer vorbei.

Nun sollen die Träger der Hiaslwelt informiert werden

Nun möchte Kraus zu den anderen Trägern des ehemaligen Museums Kontakt aufnehmen und ihnen sein Vorhaben unterbreiten. Die Hiasl-Welt war von der Regio Augsburg Tourismus zusammen mit dem Wittelsbacher Land Verein finanziert worden. Auch die Gemeinde Kissing hatte das Museum stets unterstützt, wobei Kraus selbst Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat ist.

Geht es nach Kraus, dann schauen sich die Träger bald zusammen mit Museums-Experten und Statikern den Saal an. Eventuell ließe sich auch noch das Dachgeschoss nutzen. Kraus plädiert dafür, das Museum längerfristig in dem Gebäude unterzubringen. Zurzeit werden die Museumsstücke in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche in Kissing aufbewahrt. Allerdings möchte Kraus nicht zu große Hoffnungen wecken, was den Termin eines möglichen Einzugs beim Marxenwirt angeht. „2019 kommt das noch nicht“, sagt er.

Lesen Sie dazu auch diesen Artikel: Der Bayerische Hiasl kommt ins „virtuelle Museum“

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