Mit dem Ausstieg aus dem Treppenprojekt hat der Bauausschuss des Stadtrats die einzig vernünftige Entscheidung getroffen. Warum weiter Geld in ein Vorhaben investieren, das am Ende doch Stückwerk bleibt? Ringsum würde sich am unbefriedigenden Bild, das das südliche Tor zur Friedberger Innenstadt bietet, nämlich gar nichts ändern.
Zaudernd und zagend wurde die Sanierung der Bahnhofstraße ins nächste Jahrzehnt verschoben, ebenso folgendlos blieben die vielen Diskussionen über die Verbesserungen am Bahnhof selbst. Kaum anzunehmen, dass sich hier bis zum Start der Bayerischen Landesausstellung im Frühjahr 2020 noch Maßgebliches tut, zumal nun plötzlich gleich der Kauf des Gebäudes durch die Stadt zur Debatte steht.
SPD-Fraktionschef Roland Fuchs hat schon Recht, wenn er ein Gesamtkonzept für den Bereich zwischen Steirer Berg und Kriegerdenkmal fordert. Allein – man traut es dem Stadtrat in dieser Periode nicht zu, sich auf eine umfassende Planung zu verständigen und diese anschließend zügig umzusetzen. Es fehlt im Gremium dazu an Führung und auch an Überzeugungskraft.
Lesen Sie dazu unseren Bericht aus dem Bauausschuss: Treppe am Bahnhof: Dann lieber gar nicht