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Friedberg: Er ist einer der besten Azubis Deutschlands

Friedberg

Er ist einer der besten Azubis Deutschlands

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    Julian Fischer hat seine Ausbildung zum Werkstoffprüfer im Bereich Metalltechnik als Bundesbester bei Federal-Mogul abgeschlossen. Dafür wurde er kürzlich in Berlin geehrt.
    Julian Fischer hat seine Ausbildung zum Werkstoffprüfer im Bereich Metalltechnik als Bundesbester bei Federal-Mogul abgeschlossen. Dafür wurde er kürzlich in Berlin geehrt. Foto: Andreas Emmert/IHK Schwaben

    Ganz ungezwungen und bescheiden ist Julian Fischer im Gespräch. Prahlen möchte er nicht damit, doch stolz auf seine Leistung ist er allemal. Natürlich gehöre auch ein Quäntchen Glück dazu. Die Fragen in der Abschlussprüfung müssen einem auch liegen, sagt er. Sein Fleiß und sein theoretisches Wissen, das er sich in seinem Studium der Materialwirtschaft an der Universität und durch das Durchackern zahlreicher Fachbücher in den letzten Jahren angeeignet hat, machten eine solche hervorragende Leistung aber erst möglich. Er hat seine Ausbildung zum Werkstoffprüfer als Bundesbester bei Federal-Mogul abgeschlossen.

    Der 25-Jährige erhielt 97 von 100 möglichen Punkten. Er war einer von insgesamt 206 Bundes- und 128 Landesbesten, die in Berlin ausgezeichnet wurden. Aus Bayerisch-Schwaben stammen 15 Landesbeste, davon fünf Bundesbeste. Sie alle haben ihre Abschlussprüfung, die bundesweit einheitlich ist, jeweils mit „sehr gut“ abgeschlossen und in ihrem Ausbildungsberuf das beste Ergebnis erreicht.

    Spitzen-Azubi kommt aus Rohrbach

    „Julian Fischer ist begeisterter Naturwissenschaftler und konnte aufgrund seiner Hochschulreife in Kombination mit seinem überdurchschnittlichen Engagement die Ausbildung bei uns auf zwei Jahre verkürzen“, lobt der Geschäftsführer von Federal-Mogul, Marc-Manuel Matz, seinen Spitzen-Azubi. „Der Reiz, die Komplexität der Werkstoffzusammenhänge und die enorme Materialbandbreite bei Federal-Mogul zu verstehen, war für mich besonders hoch. Deshalb war ich auch nach Feierabend motiviert und hatte Spaß daran, mich mit der Materie zu befassen“, berichtet Fischer, der aus Rohrbach kommt.

    Nach dem Abitur am Gymnasium Friedberg entschied er sich für das Studium der Materialwissenschaften, den einzigen technischen Zweig an der Universität Augsburg. Mit der Ausbildung zum Werkstoffprüfer konnte er sein theoretisches Wissen in der Praxis gleich anwenden. Von der Schulbank wechselte er also ins Werkstofflabor. Begonnen hat er seine Ausbildung im September 2017, den Abschluss machte er zwei Jahre später, im September 2019. Insgesamt konnte er um eineinhalb Jahre verkürzen.

    „Schon vor Ausbildungsbeginn habe ich die Literaturempfehlungen mehrfach durchgearbeitet, damit ich den Stoff für das Jahr, das ich übersprungen habe, schnell aufholen konnte“, erzählt der 25-Jährige. Der Aufwand hat sich gelohnt, denn schon im zweiten Lehrjahr war er einer der besten in der Berufsschule. „Kurz vor der Abschlussprüfung musste ich dann aber noch mehr tun. Vom Studium her kannte ich das Warum, dann war das Wie nicht mehr schwer herzuleiten. Da konnte ich mir viel Arbeit sparen.“ Auch in seiner Freizeit liest er gerne Sachbücher und interessiert sich für Naturdokumentationen. „Sehr gerne experimentiere ich aber auch in der Küche“, verrät der junge Single-Mann. Zum Ausgleich macht er viel Sport. „Am liebsten fahre ich mit dem Rad, gehe joggen und trainiere in der Natur. Der Trimm-Dich-Pfad in Bachern ist gleich bei mir in der Nähe, das bietet sich an.“

    Jeden Tag freut er sich auf seine Arbeit bei Federal-Mogul

    Seine Arbeit macht ihm sehr viel Spaß und er gehört zu den Glücklichen, die sich jeden Tag auf die Firma freuen. „Hier kann ich mich einbringen und ausleben. Ich darf meine Versuche eigenständig planen und die Analysen begleiten. Das ist eine hervorragende Tätigkeit“, sagt Fischer stolz. Er sei aber kein typischer Werkstoffprüfer, bei ihm punktet das theoretische Wissen. Denn das brauche man bei dieser Materie, die sich um Stahl- und Gusseisen-Werkstoffe dreht.

    Wo sein Weg nun hingeht? Schon zum Ende seiner Ausbildung durfte Fischer in die Entwicklungsabteilung wechseln. Deshalb hat sich auch sein Aufgabenbereich geändert. Er arbeitet viel mit dem Raster-Elektronenmikroskop und prüft Materialien auf Herz und Nieren. Hier kommt ihm sein Hintergrundwissen zugute. Für ihn ist das eine große Herausforderung. Mehr geht im Moment gar nicht.

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