Seit Donnerstag ist das Friedberger Stadtbad wieder geöffnet. Dort gelten strikte Vorschriften wegen Corona. Foto: Michael Postl
Endlich wieder schwimmen. Seit Donnerstag ist das Friedberger Stadtbad wieder geöffnet , nachdem es aufgrund der Corona-Beschränkungen ein halbes Jahr außer Betrieb war. Unter Berücksichtigung spezieller Maßnahmen können donnerstags bis sonntags bis zu 80 Personen das Bad besuchen.
Am ersten Öffnungstag war der Besucherandrang noch verhalten. Sicherlich spielten dabei auch Wochentag und sommerliches Wetter eine Rolle. Aber Bademeister Manuel Mosler ist sich sicher, dass durch die Corona-Pandemie und die Schutzmaßnahmen weniger Wasserratten Interesse gezeigt hätten. „Man wird erst in den nächsten Tagen und Wochen absehen können, wie hoch oder niedrig der Andrang wirklich ausfällt. Aber unter normalen Bedingungen hätten wir gerade mehr Schwimmer im Becken“, stellt Mosler fest.
Generell gilt im gesamten Bad ein Corona-Schutzkonzept. Im Eingangsbereich und der Umkleide muss jeder eine Maske tragen. Außerdem müssen alle Badegäste sich mit ihren persönlichen Daten registrieren.
Das Friedberger Stadtbad öffnete am Donnerstag wieder seine Pforten. Badegäste fanden sich am Nachmittag jedoch nicht viele.,Foto: Michael Postl
Das Friedberger Schwimmbad verliert an Geselligkeit
Das Schwimmen im Sportbecken ist für 60 Personen auf drei Doppelbahnen möglich. Dort müssen die Schwimmer immer auf der Gegenbahn zurückschwimmen. Überholen dürfen sie nicht. Auch im Becken muss der Mindestabstand eingehalten werden.
Zum einen ist dadurch mehr Platz für die Schwimmzüge. Auf der anderen Seite verliert dadurch der Besuch des Stadtbades an Geselligkeit. „Tratschen gibt es eher nicht mehr. Es heißt jetzt nur noch reingehen, umziehen, schwimmen. Das Schwimmen an sich steht also mehr im Fokus“, so Mosler.
Schulklassen und Vereine müssen noch warten: Sie können erst in zwei Wochen wieder das Becken nutzen. Unter der schwimmfreien Zeit leiden auch die Schwimmschulen. Anfänger konnten monatelang nicht schwimmen lernen. Der Ansturm auf den Start der Schwimmkurse ab Ende September ist dadurch hoch, die Schulen könnten aber pro Schwimmstunde nur noch fünf anstatt acht Personen betreuen, berichtet Mosler.
Das Friedberger Stadtbad öffnete am Donnerstag wieder seine Pforten. Badegäste fanden sich am Nachmittag jedoch nicht viele.Foto: Michael Postl
Friedberger Schwimmbad geöffnet: Optimismus bei Finanzen
Eine Besucherin bringt ihrer Tochter gerade eigenständig das Schwimmen bei. Sie hat vor, von nun an mit ihren beiden Kindern wieder regelmäßig zu kommen. „So viel Platz ist für die beiden natürlich ideal. Aber für das Bad ist es sicher nicht optimal. Ich glaube nicht, dass sich das rentiert.“
Trotz der monatelangen Zwangspause sieht Holger Grünaug, der Leiter der Stadtwerke Friedberg, die finanzielle Lage des Bades optimistisch. „Natürlich fehlen die Einnahmen, aber durch Kurzarbeit unseres Personals und gesparte Strom- und Heizkosten hoffen wir, dass sich das ausgleicht. Das werden wir aber erst am Ende des Jahres sicher wissen.“
Anders als in den Freibädern im Sommer müssen Wasserratten sich nicht für einen bestimmten Zeitraum anmelden. Damit sich am Wochenende keine lange Schlange am Eingang des Stadtbades bildet, wird empfohlen, vorher unter Telefon 0821/6002-530 anzurufen und sich über die Badeauslastung zu informieren.
Wir möchten wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.